<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989</id><updated>2011-12-13T05:19:23.234-08:00</updated><title type='text'>FREYSING</title><subtitle type='html'>KIRCHE UND WELT VON FREISING AUS BEOBACHTET UND KOMMENTIERT</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>54</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-4097765587121804595</id><published>2011-12-13T04:55:00.000-08:00</published><updated>2011-12-13T05:19:23.242-08:00</updated><title type='text'>Die falsche Aufregung</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-QQQ16zo75tI/TudPjj35vjI/AAAAAAAAAMU/CQacF2M-Y3I/s1600/Weltbild.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 266px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-QQQ16zo75tI/TudPjj35vjI/AAAAAAAAAMU/CQacF2M-Y3I/s400/Weltbild.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5685600526922268210" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Sache ist ja abgetan. Die deutsche katholische Bischofskonferenz hat sich von "Weltbild" getrennt. Alle, die sich vorher ueber die Verweltlichung der Kirche, ueber die Zweckentfremdung von Kirchensteuern, ueber den gewaltigen Vertrauensverlust der Kirche entruestet hatten, waren's zufrieden. Der Papst hatte "Entweltlichung" angemahnt, und die verweltlichte deutsche Kirche, die fuer Mammon den Glauben und die Menschenwuerde mit Fuessen tritt, habe sich eines Besseren belehren lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn es denn so einfach und schoen waere! Man hat den Eindruck, die Kirche haette in deutschen Landen keine gewichtigeren Probleme. In konservativen Foren wird regelmaessig darueber Klage gefuehrt, wie der Glaube vor die Hunde kaeme. Dass Hochschulprofessoren das Gegenteil des ueberlieferten Glaubens lehrten, dass sich Bischoefe selten bis nie getrauen, die Politiker an ihre Christenpflichten zu erinnern - siehe den nominell katholischen Bundespraesidenten, siehe die Unions-Politiker, die fuer Donum Vitae arbeiten und sich beschweren, wenn man sie an die Mahnworte des letzten und des jetzigen Papstes erinnert, oder die unseligen Debatten zur Stammzellforschung und zur PID.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Felder, die zu beackern waeren, sind es mehr als genug, man kennt sie eigentlich zur Genuege: Schulkinder, die bis zum Abitur trotz katholischen Religionsunterrichts das Glaubensbekenntnis mehr schlecht als recht kennen, usw., usf. Und da erregt man sich ueber einen Medienkonzern, der neben der Masse an vollkommen harmlosen Titeln auch einige Sexratgeber und zweifelhafte Esoterikschinken im Angebot hat!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man verstehe mich nicht falsch! Selbstredend sollte ein Unternehmen, dessen Eigentuemer die deutsche katholische Kirche ist, darauf achten, was in seinem Namen produziert und verkauft wird. Aber man soll doch die Kirche wahrhaftig im Dorf lassen und den "Skandal" nicht zur Frage auf Sein oder Nichtsein der Kirche hochspielen! Angesichts der Kirchenaustritte, des grassierenden religioesen Analphabetismus ist ein Glaubensstreit ueber fragwuerdige Buchtitel, die bei "Weltbild" erscheinen, nachgerade laecherlich. Dass diese Verlagesgruppe der Kirche gehoert, wussten ja viele noch nicht einmal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Bischoefe haben sich relativ rasch entschlossen, "Weltbild" zu verkaufen. Man wuerde sich wuenschen, sie handelten ebenso rasch, wenn wieder ein durchgeknallter Pfarrer seinen Altarraum leerraeumt und modernisiert, oder ein Professor Unkatholisches vom Vortragspult verkuendet! So bleibt der hastige Verkauf von "Weltbild" ein Placebo, das ausserdem wirtschaftspolitisch toericht ist. Warum konnte man sich nicht nur von den fragwuerdigen Produkten trennen?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-4097765587121804595?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/4097765587121804595/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2011/12/die-falsche-aufregung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/4097765587121804595'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/4097765587121804595'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2011/12/die-falsche-aufregung.html' title='Die falsche Aufregung'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-QQQ16zo75tI/TudPjj35vjI/AAAAAAAAAMU/CQacF2M-Y3I/s72-c/Weltbild.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-5086671377321322195</id><published>2011-09-21T05:13:00.000-07:00</published><updated>2011-09-21T05:34:21.291-07:00</updated><title type='text'>Der Papstbesuch</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-UrKi-olVWZY/TnnZA36RuiI/AAAAAAAAAMM/5x-BEMnqdhY/s1600/Benedikt1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 267px; height: 400px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-UrKi-olVWZY/TnnZA36RuiI/AAAAAAAAAMM/5x-BEMnqdhY/s400/Benedikt1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5654789416171977250" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man den Journalisten, Medienschaffenden und nicht zuletzt vielen unserer Politiker glaubt, ist Papst Benedikt XVI. in Deutschland eigentlich nicht willkommen. Wladimir Putin durfte vor dem deutschen Bundestag sprechen, weil dieses Land auf den Ölreichtum Russlands angewiesen ist. Da sieht man gerne über gewisse menschenrechtliche Probleme hinweg. Der Papst hingegen wird zur Unperson stilisiert, weil er dieses Land auf seinen ethischen Relativismus, seine Schizophrenien hinweist. Freilich tobt sich jetzt wieder der uralte deutsche, antirömische Affekt aus. Rom ist für alles Schlechte in der Welt verantwortlich. Der Zölibat knechte und verbiege den Charakter, tönen diejenigen, die zum Sexualtherapeuten müßten, weil sie von ihrer Sucht nicht loskommen. Der Papst sei willkommen, tönt der Altrevoluzzer und RAF-Sympathisant Christian Ströbele, wenn er sich endlich für die Verbrechen seiner Kirche in Lateinamerika entschuldigen würde. Stillschweigend fallen PID, vorgeburtliche Kindstötung und alles das, was sich laizistische und kirchenfeindliche Regime in diesem und im letzten Jahrhundert haben zuschulden kommen lassen, unter den Tisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Papst wird von diesen Leuten nicht gefürchtet, weil er sie zum Christentum bekehren könnte, sondern weil er sie an ihr Gewissen erinnert. Mag einer sich noch so antichristlich gebärden, sich noch soviele "Vernunftgründe" gegen den angeblichen Irrsinn des Glaubens ausdenken, das Gewissen rührt sich auch noch im wütendsten linken Atheisten, Anhänger der Giordano-Bruno-Stiftung oder Erz-Grünen. Prälat Wilhelm Imkamp von Maria Vesperbild nannte es einen Erfolg des Papstbesuches, daß schon jetzt heftig über den Besuch gestritten und diskutiert wird. Das Christentum läßt die Menschen nicht kalt. Auch und gerade Medien wie das Hamburger Kampfblatt nicht, die sich in suggestiven Schlagzeilen überschlagen, wenn es um den Papst geht: "Der Unbelehrbare", "Der Unfehlbare". So schwachsinnig und falsch diese Beinamen sind, sie offenbaren, daß diese so streitbaren Weltlichen arme Würstchen sind. Sie sind zu selbstverliebt, um sich ihre Angst einzugestehen, und haben nicht den Mut, sich zur einzigen Hoffnung zu bekennen, die wir haben. Christus ist Mensch geworden, um uns von dieser Angst zu befreien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Papst ist nicht der absolutistische Monarch, der antidemokratische Wüterich, als den ihn seine Feinde beschreiben. Er ist der demütige Diener seines Herrn, der unser aller Herr ist. Und als diesen sollten ihn alle Menschen guten Willens in seiner Heimat willkommen heißen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-5086671377321322195?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/5086671377321322195/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2011/09/der-papstbesuch.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/5086671377321322195'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/5086671377321322195'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2011/09/der-papstbesuch.html' title='Der Papstbesuch'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-UrKi-olVWZY/TnnZA36RuiI/AAAAAAAAAMM/5x-BEMnqdhY/s72-c/Benedikt1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-9160608306894763636</id><published>2011-07-31T13:22:00.000-07:00</published><updated>2011-07-31T13:47:17.407-07:00</updated><title type='text'>Ein Plattenbau für die Freisinger Altstadt</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/-CRMRME_kVMk/TjW-RqWwbRI/AAAAAAAAAME/vhX8uzScgjM/s1600/Foto0206.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-CRMRME_kVMk/TjW-RqWwbRI/AAAAAAAAAME/vhX8uzScgjM/s400/Foto0206.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5635619719360834834" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;In diesen Tagen, da die Wellen über den Bau der dritten Startbahn hochschlagen, ist viel von Flächenverbrauch und dem Schaden die Rede, den man damit Mensch, Umwelt und dem Erbe antut, das wir unseren Kindern hinterlassen wollen. Daß gleichzeitig, ja tagtäglich in unseren Städten dieses Erbe beeinträchtigt, ja zerstört wird, scheint niemanden zu interessieren. Offiziell wird zwar in jeder Sonntagsrede von unserem schönen München schwadroniert, von den Altstädten Freisings oder Nürnbergs, während eben gleichzeitg in dieses Erbe hemmungslos eingegriffen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nehmen wir zum Beispiel München. In einem früheren Beitrag haben wir schon erwähnt, daß die Strecke zwischen Donnersbergerbrücke und Hauptbahnhof mittlerweile von Gebäuden gesäumt wird, die diesen Namen eigentlich nicht verdienen. Weiße, gesichtslose Kästen, seelenlose, unästhetische Legebatterien für jene, die meinen, um jeden Preis im Zentrum Münchens wohnen zu müssen. Ganz abgesehen davon bieten sie dem mit der Bahn anreisenden Touristen ein eher abschreckendes Bild des angeblichen "Millionendorfs" München.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer Freising besucht, wird auch eher den Domberg und die so typisch altbayerische Altstadt im Kopf haben. Wer unbedingt moderne, "zeitgemäße" Architektur besichtigen will, kann dies nach Herzenslust in Frankfurt oder anderen "Metropolen" tun. Auch wer an den unsäglichen architektonischen, einstmals modernen Relikten der untergegangenen DDR interessiert ist, muß sich beeilen, denn in den nicht mehr so neuen neuen Bundesländern werden die Plattenbauten mittlerweile "rückgebaut", wie es so schön im Amtsdeutsch heißt. Man reißt sie ab, weil niemand, aber auch niemand in diesen menschenunwürdigen Bruchbauwerken mehr wohnen möchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber nichts ist so scheußlich, daß es nicht noch Nachahmer finden würde. In der Ziegelgasse im schönen, ach so altbayerischen Freising, geht man momentan daran, die eigentlich ad acta gelegte Episode der deutsch-deutschen Geschichte unfröhliche Urstände feiern zu lassen. Mag der Neubau innerlich auch auf dem neuesten Stand der Zeit sein, was Wohnkomfort und ähnliches betrifft. Äußerlich ist er schlicht und einfach ein Schandfleck. In jedem Neubaugebiet, wo sich ein Schachtelhäuschen an das nächste reiht, würde er sich wunderbar einfügen. Aber inmitten der altehrwürdigen Häuser ringsum, in einem relativ intakten Altstadtgefüge ist diese Form der Architektur ein Schlag ins Gesicht. Warum ist es nicht möglich, eine Fassadenform zu finden, die sich den umstehenden Häusern anpasst, die nicht brutalstmöglich mit diesen kontrastiert? Müssen moderne Architekten mit ihren Bauwerken der Tradition unbedingt ihre Verachtung ins Gesicht schreien?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Apropos Tradition, Erhaltung unserer geschätzten bayerischen Altstädte? Wo sind die, die sonst bei jeder Gelegenheit im Trachtenanzug aufmarschieren und wortreich diese Tradition beschwören? Und was sagt das Landesdenkmalamt zu solchen architektonischen Einbrüchen in gewachsene Altstädte?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-9160608306894763636?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/9160608306894763636/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2011/07/ein-plattenbau-fur-die-freisinger.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/9160608306894763636'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/9160608306894763636'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2011/07/ein-plattenbau-fur-die-freisinger.html' title='Ein Plattenbau für die Freisinger Altstadt'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-CRMRME_kVMk/TjW-RqWwbRI/AAAAAAAAAME/vhX8uzScgjM/s72-c/Foto0206.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-927408530115977862</id><published>2011-07-06T13:26:00.000-07:00</published><updated>2011-07-06T13:53:07.682-07:00</updated><title type='text'>Otto von Habsburg</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/-sRibUMySMxQ/ThTKGLonACI/AAAAAAAAAL8/NWh9UHXNUqQ/s1600/Otto%2Bvon%2BHabsburg1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 313px; height: 400px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-sRibUMySMxQ/ThTKGLonACI/AAAAAAAAAL8/NWh9UHXNUqQ/s400/Otto%2Bvon%2BHabsburg1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5626344042043736098" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur wenige Monate später ist nun Otto von Habsburg seiner Gattin nachgefolgt. Der Tenor der Berichterstattung ist sich zumindest darin einig, daß eine große Persönlichkeit von uns gegangen ist, daß mit Erzherzog Otto von Habsburg eine Epoche zuendegeht. Wen gibt es auch sonst, der eine derart lange Zeitspanne hätte überblicken können, von der Zeit vor dem ersten Weltkrieg über die Katastrophe der Hitlerdiktatur, die drückenden Jahre des Kommunismus bis in die Gegenwart unter dem Zeichen der europäischen Einigung? Otto von Habsburg war nicht nur Zeitzeuge, er hat aktiv eingegriffen, sich gegen die kommunistische Drangsal mit Wort und Tat gewehrt, er hat selbst sein Leben eingesetzt, um Österreich vor der braunen Unterdrückung zu bewahren. Welcher unserer gegenwärtig aktiven Politiker könnte das von sich sagen? Und dennoch ist die Reaktion in politischen Kreisen auf sein Ableben relativ lau, einmal abgesehen von den üblichen Beileidsbekundungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die "Süddeutsche" spricht in typischer herablassender Süffisanz von "Otto dem Letzten", und im ORF ist in unterträglicher Impertinenz stets von "Otto Habsburg" die Rede, so als ob man noch über das Grab hinaus ein Bekenntnis zu den unseligen Habsburgergesetzen ablegen müßte. Mancher scheint seinen Gleichheitsdünkel, die händereibende Genugtuung, daß auch ein Habsburger in das Bürgerliche hinabsteigen mußte, auch jetzt noch auskosten zu müssen. Dabei ist die Crux eben die, daß das dem Sohn des (vorerst) letzten Kaisers von Österreich-Ungarn weniger Kopfzerbrechen bereitet hat als seinen kleinbürgerlichen Kritikern. Seine Mutter, Kaiserin Zita, hatte ihn Pflicht-, Verantwortungsgefühl und vor allem einen festen Glauben gelehrt. Wohin ihn das Schicksal stellte, daraus wußte er das beste zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zahllose Vorträge, viele Bücher und Aufsätze, sein Engagement im Europaparlament in einem Alter, in dem andere EU-Parlamentarier längst ihre Pension verjubeln, all das zeigt, daß Otto von Habsburg sein Leben als Pflichterfüllung im Dienste eines Höheren verstand. So und damit richtig gesehen ist Gottesgnadentum die Verpflichtung, die aus der besonderen Stellung erwächst. Otto von Habsburg lebte in dem Bewußtsein, das ihn seine Mutter und sein tieffrommer Vater, der selige Karl von Österreich-Ungarn, gelehrt haben, daß er dereinst für das, was er im Diesseits getan hat, Rechenschaft würde ablegen müssen. Ein Bewußtsein, das unseren Profipolitikern vollkommen abgeht, das ihn auch nicht mehr verständlich zu machen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sein Vorbild ist eine Mahnung, die man am besten durch Herunterspielen, durch Verweis auf einen angeblichen inexistenten "Habsburg-Mythos" und "Sissi-Sentimentalitäten" zu zerstreuen versucht. Otto von Habsburgs Leben und Leistung sind ein Vorbild für alle jene, denen unsere Gesellschaft am Herzen liegt, eine Gesellschaft, die immer mehr den Technokraten, Bürokraten und Ideologen zu erliegen droht. Wir verneigen uns in Dankbarkeit, Ehrfurcht und Respekt vor einem großen Menschen, Politiker und Christen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Herr lasse ihn ruhen in Frieden, und das ewige Licht leuchte ihm!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/-kLIhPIVz0CY/ThTJ5qPZU7I/AAAAAAAAAL0/3y8UDp58plA/s1600/Otto%2Bvon%2BHabsburg2.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-kLIhPIVz0CY/ThTJ5qPZU7I/AAAAAAAAAL0/3y8UDp58plA/s400/Otto%2Bvon%2BHabsburg2.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5626343826921182130" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-927408530115977862?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/927408530115977862/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2011/07/otto-von-habsburg.html#comment-form' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/927408530115977862'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/927408530115977862'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2011/07/otto-von-habsburg.html' title='Otto von Habsburg'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-sRibUMySMxQ/ThTKGLonACI/AAAAAAAAAL8/NWh9UHXNUqQ/s72-c/Otto%2Bvon%2BHabsburg1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-8700200637927621084</id><published>2011-04-04T23:31:00.000-07:00</published><updated>2011-04-06T01:54:02.860-07:00</updated><title type='text'>Wutchristen, graue Panther und die Zukunft der Kirche</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-I0OCAp1DIoA/TZwPaPjkrcI/AAAAAAAAALg/JRMg2YtWQF4/s1600/Meisner1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 384px; height: 290px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-I0OCAp1DIoA/TZwPaPjkrcI/AAAAAAAAALg/JRMg2YtWQF4/s400/Meisner1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5592361780814065090" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Allenthalben ist ja momentan vom "Wutbürger" die Rede, oder positiver gewendet vom bürgerschaftlichen Engagement (Heiner Geissler), das sich in der Zerstörung von Schutzzäunen vor Stuttgart 21 oder der Vermöbelung von Polizeibeamten äußert. Diese neue Bewegung ist nur deswegen populär, weil sie sich gegen alles richtet, was dem linksliberalen Establishment gegen den Strich geht. Würde die dreifache Zahl an konservativen Wutbürgern auf die Straße gehen und Transparente hochhalten, wäre das dem Hamburger Nachrichtenmagazin oder der süddeutschen Postille keine Zeile wert. Siehe Theologen- bzw. Professoren-Memorandum contra "Pro-Ecclesia": hie unterschrieben etwas mehr als 311 betagte, unbelehrbar vom Konzilsgeist-Enthusiasmus angekränkelte, im Grunde vom Glauben abgefallene "Theologie"-Professoren und "PastoralreferentInnen", dort waren es mehr als 14.000. In der Mainstream-Presse - (fast) kein Kommentar.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daß das Wutbürgerliche ein altersloses Phänomen ist, zeigte sich jüngst auch in Bonn. Kregel und frohgemut erklärten rüstige Senioren der Konzilsgeneration, sie hätten zum erstenmal einen Facebook-Account aufgemacht, wüßten jetzt wie man twittere, und auch eine Demonstration hätten sie schon beim Polizeipräsidenten angemeldet. Doch was treibt die Silberhaarigen an (bei allem Respekt vor dem Alter)? Man höre und staune: Daß der Erzbischof von Köln die Gläubigen an das Wesentliche im Leben, die echte Liebe, erinnert hat, und daß sie einen neuen Pfarrer bekommen haben, der den Protestlern aber nicht passt, weil sie gerne mitbestimmt hätten, wen sie da "vorgesetzt" bekommen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Begeisterung der angeblich meinungsbildenden Medien für den Wutbürger würde sofort auf Null sinken, wenn die (wirklich) katholischen Wutbürger deren Redaktionsgebäude angreifen würden, aus Protest gegen polemisch antikirchliche Artikel, die aus jeder kirchenpolitischen Mücke einen Elefanten zu machen versuchen. Aber da das der Katholik nicht tut, wird gnadenlos auf ihn eingedroschen. So wieder einmal, zum hundertausendsten Mal in der jüngsten Ausgabe des Spiegel. Und der Gegenstand der maßlosen Entrüstung gilt dem "Wachhund" der Kirche, dem Kölner Erzbischof Kardinal Joachim Meisner, der das unglaubliche Verbrechen begangen hat, seine Gläubigen an die Lehre der Kirche zu erinnern. In einem Hirtenbrief "wettere" er, so das Hamburger Magazin, "gegen Sex vor der Ehe". Von wettern kann keine Rede sein. Wer sich den Brief vorurteilslos durchliest, findet nichts von jenem reaktionären Hautgout, den das Magazin unterstellt, vielmehr Sinn für die Probleme unserer Zeit, für die Sehnsucht nach Liebe und erfüllter Sexualität abseits der egoistischen Triebbefriedigung, den uns der Mainstream immer noch vorschreibt. Und den auch die Politik trotz demographischer Katastrophe und sexueller Verwahrlosung der Heranwachsenden durch allzeit verfügbare Internet-Pornographie noch immer nicht als Problem erkannt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es hat schon etwas Komisches an sich, wenn alternde Demonstranten von der Hamburger Postille als die neuen "Wutchristen" vorgestellt werden. Enthaltsamkeit ist nicht ihr Problem, sondern die Wut über eine "diktatorische Personalentscheidung" des Kölner Erzbischofs! Man höre und staune! Da wird landauf, landab über den Priestermangel geklagt, und ein paar "Wutchristen" empören sich darüber, daß sie überhaupt noch einen Kleriker abkriegen. Und die Hamburger Journaille reibt sich die Hände, daß der Wutbürger-Funke auch auf die Laien-Konzilsgeneration der Sechzig- und Siebzigjährigen überspringt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses billige Spiel haben gerade die jungen Katholiken längst durchschaut, von denen viele das Gegen-Memorandum unterzeichnet haben. Merke: Auf Kritik, besonders wenn sie berechtigt ist und noch dazu wenn sie von der Kirche kommt, reagieren vor allem die am empfindlichsten, die sonst jeden Rabauken zum Wutbürger und jeden Wichtigtuer zum Wutchristen hochstilisieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und um sich selbst eine (unverzerrte) Meinung davon zu bilden, was Kardinal Meisner wirklich gesagt hat: http://www.erzbistum-koeln.de/export/sites/erzbistum/dokumente/erzbischof/hirtenworte/jcm_hw_11_fastenzeit.pdf&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-8700200637927621084?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/8700200637927621084/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2011/04/wutchristen-graue-panther-und-die.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/8700200637927621084'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/8700200637927621084'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2011/04/wutchristen-graue-panther-und-die.html' title='Wutchristen, graue Panther und die Zukunft der Kirche'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-I0OCAp1DIoA/TZwPaPjkrcI/AAAAAAAAALg/JRMg2YtWQF4/s72-c/Meisner1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-7494852177328369696</id><published>2011-03-03T02:43:00.000-08:00</published><updated>2011-03-03T03:22:01.511-08:00</updated><title type='text'>Guttenberg und kein Ende</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-AEmoN3eKKQ4/TW94SV_eCoI/AAAAAAAAAKk/UXN9O6Dyhdk/s1600/Guttenberg2.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 301px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-AEmoN3eKKQ4/TW94SV_eCoI/AAAAAAAAAKk/UXN9O6Dyhdk/s400/Guttenberg2.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5579810719871666818" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Man sollte von Politikern ja niemals erwarten, daß sie Heilige wären, daß sie sich auch nur bemühen würden, nach den hohen Prinzipien, die sie stets vor sich hertragen, auch zu leben. Die Linke schwadroniert von Solidarität, Enteignung der Besitzenden, schürt nach Kräften den Sozialneid. Doch kein Gysi oder Ernst geht in Sack und Asche. Für Sozialdemokraten besteht Gerechtigkeit in der permanenten Umverteilung von oben nach unten, der Geldverschwendung mit gutem Gewissen. Und die Christdemokraten führen zwar das Christliche noch im Parteinamen, wollen sich darauf aber nicht mehr wirklich festnageln lassen. Soviel zum Thema Ehre, Anstand und Prinzipientreue in der deutschen Politik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht nur deshalb klingt die Tugenboldigkeit, die gerade Politiker wie Trittin und Konsorten im Falle Guttenberg auf einmal angefallen hat, so doppelbödig, ja verlogen. Kein Fischer, kein Schröder, kein Trittin ist je auf sein Verhältnis zur Staatsgewalt, seine laxe Moral, seine Relativierung der russischen Demokratiedefizite oder die Verherrlichung der RAF derart hart herangenommen worden wie der fränkische Baron. Das sind alles verzeihliche Fehler, weil sie mit gutem, linkem Gewissen geschahen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und da geschieht nun das Unglaubliche: ein gutaussehender junger Politiker, der nicht jeden Satz vom Blatt ablesen muß, der nicht mit scheußlichen Krawatten herumläuft, dem die Anzüge sitzen, und der obendrein noch gute Politik macht, und sich nicht für jeden Satz bei den linken Moralaposteln in der Politik und den Medien entschuldigt, ist beim Volk populär. Und das auch noch, obwohl er Adeliger ist. Die Opposition, die nun alles tut, um ihn abzuschießen, und die sonst dem Volk stets nach dem Maul redet, aber das Gegenteil tut, übt sich in Volksverachtung. Das Volk wüßte es nicht besser, es sehne sich nach einem Idol, das aber ein Luftikus im Maßanzug sei. Sein konservatives Weltbild, das er vor sich hertrage, sei leer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das sagen ausgerechnet die, die Tugenden als sekundär verdammen. Die die Soldaten in Afghanistan links liegen lassen, obwohl die mit Leib und Leben sich für die Sicherheit unserer Gesellschaft einsetzen. Nur deshalb heulte die Medien- und Politikermeute auf, als Guttenberg, diesmal mit Frau, zum wiederholten Male nach Afghanistan aufbrach. Das dumme Geschwätz von Instrumentalisierung sollte nur verdecken, daß es manchem einfach zuwider war, daß um die Soldaten im Einsatz soviel Wirbel gemacht wird. Der Einsatz an sich ist ihnen zuwider, also soll man gefälligst auch so wenig wie möglich darüber reden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Plagiatsgeschichte ist diesen selbstgerechten Herren und Damen vollkommen egal. Ihr Neidkomplex hätte sein Genügen bereits an der ärgerlichen Popularität dieses dünkelhaften Jungschnösels gehabt. Daß Guttenberg ihnen den Gefallen tat, ihnen mit seiner abgekupferten Doktorarbeit den Vorwand zu liefern, ihr kleinliches Mütchen zu kühlen - das ist ihm wahrlich vorzuwerfen. Der Vorwurf fällt aber auf eine Politikerkaste zurück, die sich selbstzufrieden, fett und moralinsauer zum Richter aufwirft, obwohl ihnen das am schlechtesten zu Gesichte steht. Wer an kein jüngstes Gericht, geschweige denn an Sünden glaubt, aber den Tugend-Weltenrichter im hier und jetzt spielt, macht sich lächerlich.   &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Fall Guttenberg hat gezeigt, daß die Demokratie nicht überleben kann, wenn sie nur verwaltet wird. Sie muß auch Identifikationsfiguren haben, Politiker, die diese glanzlose Republik im wahrsten Sinne des Wortes repräsentieren können. Die Politbürokratie grauer Parteimäuse verliert für jedermann sichtbar an Zuspruch. Der überwältigende Zuspruch für Guttenberg ist der sichtbare Protest, der unseren Volksvertretern zu denken geben sollte. Und er bleibt überwältigend populär trotz des Dissertationsproblems, weil die Mehrheit merkt, daß dieses Problem nur vorgeschoben ist. Die Zwerge wußten sich nicht mehr anders zu helfen, um den Riesen zu stürzen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-7494852177328369696?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/7494852177328369696/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2011/03/guttenberg-und-kein-ende.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/7494852177328369696'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/7494852177328369696'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2011/03/guttenberg-und-kein-ende.html' title='Guttenberg und kein Ende'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-AEmoN3eKKQ4/TW94SV_eCoI/AAAAAAAAAKk/UXN9O6Dyhdk/s72-c/Guttenberg2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-7654919966625213031</id><published>2011-02-07T05:38:00.000-08:00</published><updated>2011-02-07T06:12:38.790-08:00</updated><title type='text'>Offener Brief an deutsche Theologen</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TU_701IQxvI/AAAAAAAAAKc/MZZ2S6kAyvY/s1600/Kissler1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TU_701IQxvI/AAAAAAAAAKc/MZZ2S6kAyvY/s400/Kissler1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5570948149114095346" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Kulturjournalist Alexander Kissler hat nach seinem offenen Brief an Bundestagspräsident Lammert, der die Zulassung katholischer verheirateter Männer zum Priesteramt gefordert hatte, heute einen weiteren offenen Brief an die Theologen gerichtet, die das "Memorandum 2011" unterzeichnet haben: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine lieben deutschen Theologen,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;den lieb ich, der Unmögliches begehrt? Wäre es so einfach, wie es das Zitat behauptet, müssten wir alle uns ergriffen an die Brust fassen und eine Träne der Rührung verdrücken und stolz ausrufen: ach, unsere guten deutschen Theologen, wie schön, dass wir sie haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So aber, meine lieben Theologen, ist es nicht, zumindest dann nicht, denke ich speziell an Euch, an jene bisher 193 meist habilitierten und staatlich bestallten Lehrenden, die Ihr ein „Memorandum 2011“ unterzeichnet habt. Ja, Ihr wollt Unmögliches, Ihr wisst es genau, und dennoch fällt es mir schwer, Euch als Himmelsstürmer, Weltenstürzer so hoch einzuschätzen, wie Ihr selbst Euch vermutlich einschätzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihr wisst, dass Eure behend hervorgeholten Forderungen nicht verwirklicht werden. Noch mehr Frauen am Altar, ergänzt durch verheiratete Priester, gerne auch geschieden, gerne auch schwul: Warum sollte diese mit katholischer Tradition komplett brechende Agenda irgendein Bischof in Rom vortragen? Zumal sie aus einem Land stammt, in dem nicht einmal zwei Prozent aller Katholiken leben, von denen wiederum nicht alle Euch applaudieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unmögliches begehrt Ihr, das allein darf man Euch nicht vorwerfen. Vielleicht hat Euch zu später Lebensstunde Sturm und Drang gepackt? Das wäre schön und nicht zu neiden. Aber es sind eben vor allem Exerzitien der intellektuellen Selbstkasteiung, denen Ihr Euch hingebt. Ihr stellt euch – bitte entschuldigt das harte Wort – viel, viel schlichter, als Ihr seid. Ihr spiegelt uns eine Armut im Geiste vor, die keinem von Euch wirklich eigen sein kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kenne Euch, Euch kluge Professoren Biesinger und Bremer, Höhn und Mieth und Striet und Schockenhoff, und Ihr und die 187 anderen wollt uns glauben machen, Ihr hättet ein so schlichtes Gemüt, ein so schwaches Gedächtnis, wie es aus dem „Memorandum“ entgegen schlägt? Ihr müsst es besser wissen. Ihr wisst es besser. Und darum ist Euer Memorandum – entschuldigt bitte abermals – ein Witz, der nicht zündet, eine Maskerade, die nicht glückt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ihr schreibt von einer „beispiellosen Krise“, einer „tiefen Krise unserer Kirche“ anno 2010/2011. Was waren die Christenverfolgungen der Urkirche, waren die Spaltungen im 11. und 16. Jahrhundert, war der Kulturkampf, war die bedrängte Zeit im „Dritten Reich“, war die antikirchliche Staatsdoktrin der DDR? Allesamt waren das demnach minder schlimme Krisen, Kriselchen, denn „beispiellos“ soll nur die Gegenwart sein. Sollte Euch, die Ihr gewiss die hebräische Bibel gelesen habt und die Apokryphen, das Gedächtnis plötzlich nur bis ins Jahr 1990 zurückreichen? Man liest und fühlt sich veralbert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Krise, die Ihr meint, speist sich aus den in der Tat absolut erschütternden Fällen sexuellen Missbrauchs, die in jüngster Vergangenheit ans Licht kamen. Aber wieso, bitteschön, begegnet man den „Ursachen von Missbrauch, Verschweigen und Doppelmoral“ am besten durch einen „offenen Dialog über Macht- und Kommunikationsstrukturen“? Würde das einen kranken, innerlich längst vom Glauben abgefallenen Menschen davor bewahren, einem anderen Menschen wehe zu tun?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, man kann hier fast den Eindruck gewinnen, schlimme Vorfälle dienten zum willkommenen Nagel, an dem noch einmal ein verstaubtes Bild aufgehängt werden soll: das Bild von der ramponierten Kirche, die Ihr, liebe Theologen, mit eigener Hand zurecht biegen wollt. Jeder Klempner ist dem Rohrbruch gut Freund. Wer sich gesund wähnt, hat nur den falschen Arzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Therapeutisch wollt Ihr, liebe Professoren, eingreifen in den Strom der Zeit. Ihr ortet „verknöcherte Strukturen“ – weil Ihr selbst sie nicht ersonnen habt? Und noch einmal: Braucht diese Diagnose nicht das apokalyptische Szenario, das Ihr zeichnet, um nicht sofort als staubtrockener Antrag auf eine innerkirchliche Verwaltungsreform enttarnt zu werden? Man liest, hört die Absicht, ist verstimmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schlichtest erscheint auch die Berufung auf das Zweite Vatikanum, das Ihr gewiss ein und aus studiert habt. Es dient hier als Einwickelfolie für die Forderung, von der „modernen Gesellschaft“ zu lernen. Das Zweite Vatikanum hat aber exakt jene Verfasstheit von Kirche bekräftigt, die Ihr nun überwinden wollt. Warum schreibt Ihr dann nicht, es sei Zeit, sich vom letzten Konzil zu lösen? Das wäre ehrlich und mutig und also das Gegenteil des tatsächlich Gesagten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gläubige bleiben der Gemeinde fern, schreibt Ihr weiter, wenn sie sich nicht „an der Leitung ihrer Gemeinde beteiligen“ dürfen. Woher wisst Ihr das? Kommt der Katholik zur Messe, weil er leiten will? Ist das der Inhalt der Liturgie: Einübung in Leitungskompetenz? Auch hier gilt: Ihr wisst es besser.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und schließlich ist der fordernde Ton aus dem Munde reiferer Herrschaften bemerkenswert. Spricht man so, wenn man sich auf der Speckseite des Lebens angekommen wähnt? Ihr setzt „Sünder“ in Anführungszeichen, reduziert die Bibel auf eine sehr diesseitige „Freiheitsbotschaft“ – wo bleibt übrigens das Alte Testament? –, plädiert für „Befreiung und Aufbruch“ als Resultat eines „Dialogprozesses“, redet aber zugleich im Kasernenton. Es gelte, es müsse, es dürfe nicht: Das „Memorandum“ wirkt wie die Parodie auf einen Einberufungsbefehl. Stillgestanden, reformiert euch, weggetreten!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich werden die 1,17 Milliarden Katholiken deshalb keine schlaflosen Nächte bekommen. Es ist ja nur eine schiefe Maskerade, ein Witzlein aus Germanien. Was aber, frage ich Euch, werdet Ihr nun in Euren Vorlesungen, Übungen, Seminaren tun? Mit doppelter Energie und in kirchlichem Auftrag wider die wunschgemäß als „verknöchert“ entlarvte Kirche wüten?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nein, das werdet Ihr nicht tun. Ihr habt ja geschrieben, ein „echter Neuanfang“ sei nötig und jede Menge „Mut zur Selbstkritik“. Also werdet Ihr ganz anders reden, als Ihr es noch im „Memorandum“ tatet. Ihr werdet neu anfangen in der Disziplin des Dienens und des Glaubens und Euch von niemandem in Eurer Selbstkritik übertreffen lassen. So wird es kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit hoffnungsfrohen Grüßen,&lt;br /&gt;Alexander Kissler.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-7654919966625213031?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/7654919966625213031/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2011/02/offener-brief-deutsche-theologen.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/7654919966625213031'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/7654919966625213031'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2011/02/offener-brief-deutsche-theologen.html' title='Offener Brief an deutsche Theologen'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TU_701IQxvI/AAAAAAAAAKc/MZZ2S6kAyvY/s72-c/Kissler1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-1727786542030677930</id><published>2011-02-05T07:08:00.000-08:00</published><updated>2011-02-05T17:46:56.992-08:00</updated><title type='text'>Der Moment der opportunistischen Superdemokraten</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TU1rcFm_e4I/AAAAAAAAAKU/xEBJ2RHd_gU/s1600/Mubarak1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 374px; height: 250px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TU1rcFm_e4I/AAAAAAAAAKU/xEBJ2RHd_gU/s400/Mubarak1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5570226444413401986" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Vor einigen Tagen hat die versammelte linke Journaille dem deutschen Verteidigungsminister vorgeworfen, er ließe sich von der Bild-Zeitung zu unbedachten Handlungen anstiften. Wenn doch Journalisten nur einmal vor der eigenen Tür kehren würden, oder noch besser: wenn sie einmal nicht nach Tagesmeinung urteilen würden. Aber das würde wohl ihren beschränkten Horizont und ihren Charakter überfordern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denken wir einmal ein paar Jahre zurück. Als der Krieg in Jugoslawien ausbrach, wieviele Journalisten hatten es plötzlich schon immer gewußt, daß Herr Milosevic ein übler Panzerkommunist sei, daß er der Alleinschuldige an der Bosnien- und der Kosovo-Katastrophe wäre. Vor ein paar Jährchen mehr hatte sich mit wenigen Ausnahmen keiner dieser neumalklugen Herren für Milosevic, für die ethnische Gemengelage auf dem Balkan auch nur für eine Sekunde interessiert. Aber auf einmal waren sie alle Balkan-Experten und verfluchten Peter Handke, der es sich erlaubt hatte, auf die Selbstgerechtigkeit und die Ignoranz des Westens zu verweisen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach Ägypten hat der gemeine Journalist auch nur einen kurzen Blick geworfen, als vor ein paar Jahren ein Attentat auf Touristen die Öffentlichkeit aufhorchen ließ. Dann war Ägypten wieder das Land der freundlichen Menschen, der Stabilität, die vielleicht höchstens durch einige Scharfmacher getrübt würde. Mubarak wurde zwar nicht unbedingt als lupenreiner Demokrat vorgeführt, aber als Diktator auch nicht apostrophiert. Kaum sind die Straßen und Plätze in Kairo und Alexandria voll von Demonstranten, haben es alle schon immer gewußt. Unterdrückung, Diktatur, schreien die Opportunisten im Chor. Und jeder Verweis darauf, daß auf der Straße vielleicht nicht nur wohlmeinende Demokraten und Liberale unterwegs sind, wird als westliche Arroganz abgekanzelt. Niemand, der darauf verweist, daß die Hintergründe der öffentlichen Unruhen erst ausgeleuchtet werden müssen, ist eine Freund Mubaraks. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber die Ängste der koptischen Christen in Ägpyten, die schon wieder Opfer eines Anschlags wurden, sind ernst zu nehmen. Auch die der Israelis, die die schiitischen, vom Iran gestützten Radikalen im Libanon ebensowenig kalt lassen kann, wie ein Ägypten, in dem Muslimbrüder die Palästinenser von der Hamas jenseits der Grenze unterstützen. Obama hat sich wenigstens für einen geordneten Übergang ausgesprochen und das ägyptische Militär aufgerufen, dabei mitzuhelfen. Europa sagt entweder nichts oder überschlägt sich in demokratischem Optimismus. Realpolitik sieht anders aus. Aber die kann man auch nicht von Leuten erwarten, die bei jeder neuen Meinungsumfrage und jedem neuen Geschrei von der Straße umfallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was das Jugoslawien-Debakel betrifft, hat sich da und dort eine gewisse Einsicht breit gemacht, wofür es aber schon verdammt lange gedauert hat. Auch das Beispiel Ägypten gibt wenig Grund zur Hoffnung.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-1727786542030677930?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/1727786542030677930/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2011/02/der-moment-der-opportunistischen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/1727786542030677930'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/1727786542030677930'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2011/02/der-moment-der-opportunistischen.html' title='Der Moment der opportunistischen Superdemokraten'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TU1rcFm_e4I/AAAAAAAAAKU/xEBJ2RHd_gU/s72-c/Mubarak1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-8739019534244940619</id><published>2011-02-05T06:06:00.000-08:00</published><updated>2011-02-05T06:28:05.009-08:00</updated><title type='text'>Die Stunde der ewigen Protestanten</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TU1dZDajagI/AAAAAAAAAKM/jasR3ObFjoM/s1600/BenediktXVI.5.jpeg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 266px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TU1dZDajagI/AAAAAAAAAKM/jasR3ObFjoM/s400/BenediktXVI.5.jpeg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5570210999121963522" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Soll man weinen oder lachen? Eigentlich müßte man mit einem Schulterzucken darüber hinweggehen, so abgestanden und tausendmal überholt sind die Forderungen der 100 und einige Professoren, die dieses Memorandum für den Aufbruch der Kirche unterzeichnet haben. Was diese katholischen Gottesgelehrten, die längst in der Wolle gefärbte Protestanten sind, wirklich wollen, gibt es schon längst. Einen protestantischen Gebetsverein, der allen lästigen dogmatischen Ballast abgeworfen hat. Der das Evangelium den Torheiten des Zeitgeistes anpasst. Was diese Herren und Damen treiben, darüber würde sich der alte Luther die Haare raufen! Und wirklich freuen kann er sich auch nicht, daß jetzt selbst die Katholiken seine Forderungen links überholen wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kardinal Brandmüller hat vollkommen recht, wenn er die Forderung nach Aufhebung des Zölibats als fortgesetzte Beleidigung der Mehrzahl der Priester betrachtet, die ihre Berufung anständig leben. Es dürfe nach den unsagbaren Mißbrauchs-Skandalen des letzten Jahres nicht "zur Tagesordnung" übergegangen werden, schreiben die professoralen Revoluzzer. Aha, der Zölibat ist also doch ursächlich für den Mißbrauch. Wie blind und vernagelt muß man sein? Aber es geht eben hier überhaupt nicht um eine wirkliche Reform der Kirche. Der alte Marsch durch die Institutionen, die Besetzung der Positionen, das ist das Ziel. Man will mit Hilfe reformistischer Kader die Kirche und die Lehre weiter unterminieren, bevor die so arg verlästerten "Konservativen" das Ruder übernehmen. Denn die Reformer hatten in den letzten vierzig Jahren mehr als genug Zeit, die Kirche auf den "Kurs in die Zukunft" zu bringen, mittels Entmündigung der Geistlichen durch Pfarrgemeinderäte, über die Entleerung der Dogmen, die Reduzierung der Messe zu einem Ringelpiez und zig andere Reförmchen, die Rom im nachhinein absegnen mußte. Und was hat sich geändert? Die Leute, die den Glauben ernst nehmen, haben die Kirche verlassen. Sie wollten schlicht diese Reform nach dem Parteiprogramm der Zeitgeistler nicht, die die heilige Schrift nur dann interessiert, wenn sie ihre Reformphantasien bedient. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die ProfessorInnen kommen jetzt zum tausendsten Mal mit ihren unerträglich ermüdenden Forderungen, weil sie merken, daß der Wind sich dreht. Die verlästerten "Konservativen" drängen nach. Die Zeit der 68er in der Kirche ist vorbei. Ihre Gesellschaftsexperimente sind gescheitert. Das sozialistische Gleichheitsgedöns hat nicht nur im Osten kaputte Landschaften hinterlassen, die Kirche hat sie im wahrsten Sinne des Wortes ruiniert. Kirchen wurden ausgeräumt, die Lehre entkernt. Aber der Ideologe ruht erst, wenn er vor einem Scherbenhaufen steht. Heiliger Vater bleib standhaft vor dem deutschen Ungeist, an dem die Weltkirche mal wieder genesen soll!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-8739019534244940619?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/8739019534244940619/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2011/02/die-stunde-der-ewigen-protestanten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/8739019534244940619'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/8739019534244940619'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2011/02/die-stunde-der-ewigen-protestanten.html' title='Die Stunde der ewigen Protestanten'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TU1dZDajagI/AAAAAAAAAKM/jasR3ObFjoM/s72-c/BenediktXVI.5.jpeg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-7915430074333285064</id><published>2011-01-25T00:51:00.000-08:00</published><updated>2011-01-25T01:47:22.978-08:00</updated><title type='text'>Schwarzer Schwan</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TT6WPD3QMEI/AAAAAAAAAKA/9E5xWTKg5r4/s1600/BlackSwan2.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 270px; height: 400px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TT6WPD3QMEI/AAAAAAAAAKA/9E5xWTKg5r4/s400/BlackSwan2.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5566051374955769922" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Im Meer der Action-, Kriminal-, Horror- und Metzelfilme ist man über jeden Film froh und glücklich, der den Menschen nicht als Knetmasse futuristischer oder perverser Anwandlungen mißbraucht. Der neue Mensch der Mainstream-Filmwerke ist gegen jede Verletzung gefeit oder ein reines Produkt seiner sozialen Umgebung, ein chemisches Gesamt, das von Kriminalfachleuten sozial und physisch seziert wird. Umso erfreulicher ist ein Film, der den Menschen wieder über sich hinauswachsen läßt. "Black Swan" mit Natalie Portman ist so ein Film. Eine Balletttänzerin, die unter dem Perfektionswahn ihrer Übermutter leidet, die aber diesen soweit verinnerlicht hat, daß sie um jeden Preis den Traum leben will, der ihrer Mutter verwehrt blieb. Ihre Mutter möchte ihre Tochter deshalb auch von jenen schmutzigen Begleiterscheinungen bewahren, die der Ballettbetrieb leider auch mit sich bringt. Ihre Tochter wehrt sich gegen die Verführungsversuche durch ihren Lehrer, gegen die Versuche einer Konkurrentin, sie in den Sumpf ihrer Welt von Betäubung und Drogenkonsum hinunterzuziehen. Dafür muß sie den Preis bezahlen. Sie wird gemobbt, bedrängt, bedroht, solange bis sie Realität und Trauma verwechselt. In einem Angstanfall während der Premiere von "Schwanensee" meint sie schließlich, ihre Konkurrentin umzubringen, während sie tatsächlich sich selbst schwer verletzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genie und Wahnsinn liegen nahe beieinander. Daß sie das tun liegt auch daran, daß die auf Perfektionismus getrimmte Welt des Balletts das Genie zwar ersehnt, herbeiwünscht, aber es mit allen Mitteln bekämpft, mit Neid und Mißgunst, wenn es sich denn hervorwagt. Nichts haßt das Mittelmaß mehr als das Bessere. Das Talent wird aus der Ferne bewundert, aber in der Nähe will man es nicht dulden. Die Beispiele der Menschen sind Legion, deren Genie, weil es die Mitwelt nicht begriff, kleingeredet, angezweifelt, ins Reich des Abseitigen, des Wahnsinigen verschoben wurde.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Black Swan" ist auch eine Paraphrase unserer gegenwärtigen gesellschaftlichen Malaise. In der Kunst, in der Politik, wird bei jeder Gelegenheit der Mangel an Persönlichkeiten beklagt. Doch eine kleingeistige, neiderfüllte Mentalität bewirkt, daß in Schule oder Politik das was das Mittelmaß überragt, nicht hochkommt. Alles andere wäre Elitismus, ereifern sich die Hohepriester der Gleichheit. An dieser Realität zerbrechen diejenigen, die mehr als den kleinsten gemeinsamen Nenner erfüllen könnten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur ganz nebenbei fragt man sich, warum immer mehr angloamerikanische Filme mit ihren originalen Titeln ins Kino kommen. "Black Swan" zu übersetzen ist nun wirklich kein Hexenwerk. Bei Redewendungen oder Neuschöpfungen ließe sich noch darüber reden, den originalen Titel beizubehalten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-7915430074333285064?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/7915430074333285064/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2011/01/schwarzer-schwan.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/7915430074333285064'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/7915430074333285064'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2011/01/schwarzer-schwan.html' title='Schwarzer Schwan'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TT6WPD3QMEI/AAAAAAAAAKA/9E5xWTKg5r4/s72-c/BlackSwan2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-1512663759567000895</id><published>2011-01-06T03:07:00.000-08:00</published><updated>2011-01-06T04:36:03.138-08:00</updated><title type='text'>Das Reizwort Assisi</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TSW2J6tQY8I/AAAAAAAAAJ4/vms2292qHtw/s1600/Z-Assisi.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TSW2J6tQY8I/AAAAAAAAAJ4/vms2292qHtw/s400/Z-Assisi.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5559049596552897474" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;An Assisi scheiden sich die Geister. Für die einen ist es Symbol eines versöhnten Miteinanders der Religionen, für die anderen das Menetekel eines Synkretismus, eines religiösen Indifferentismus, der nach dem zweiten Vatikanum die Kirche erfasst zu haben scheint.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor 25 Jahren, am 27. Oktober 1986, hatte Papst Johannes Paul II. Vertreter christlicher Konfessionen, aber auch unterschiedlichster Religionen zu einem Friedensgebet eingeladen. Um Bedenken auszuräumen, hier würde der Stellvertreter Christi auf Erden die alles überragende Heilsbedeutung des katholischen Glaubens relativieren, wenn er mit Häretikern und Leugnern der Gottheit des Herrn gleichberechtigt betet, hieß es, der Papst hätte nicht mit, sondern nur neben ihnen um den Frieden gebetet. Wegen des Eindrucks des Indifferentismus, ja Synkretismus hatte auch der damalige Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Ratzinger, Bedenken geäußert. Umso mehr überrascht, daß er für dieses Jahr ein neuerliches interreligiöses Treffen in Assisi angekündigt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Problematische an Assisi hat auch die Predigt im Freisinger Dom zum Dreikönigstag offenbart. Einerseits meinte der Geistliche, Epiphanie sei der Tag, der zeige, wem die wahre Anbetung gebühre, dem Herrn, dem alle Herrschaft über die Welt zustehe, obwohl er damals, als ihn die Könige anbeteten, nur ein Kind war. Andererseits meinte er, Assisi sei nichts, was den Vertretern der anderen Religionen, die sich nun, Gott sei's gedankt, in Assisi treffen würden, Angst einjagen müßte, denn der christliche Glaube würde die anderen Religionen "nicht überstrahlen". Genau das tut er, was der Prediger auch im ersten Teil seiner Ausführungen so richtig feststellte. Und genau darum ist auch das gemeinsame Gebet so problematisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es heißt, hier würden die verschiedenen Religionen Bekenntnis zum Frieden ablegen, und schon darum sei das gemeinsame Gebet wichtig und bedeutsam. Es verdunkelt nur zwei wesentliche Tatsachen. Erstens haben die Vorkommnisse in Alexandria, der Anschlag auf die Kopten, bei dem etliche Christen ums Leben kamen, erneut gezeigt, von welcher Religion die Gewalt heute wirklich ausgeht. Um Frieden zwischen den Religionen zu beten ist ansgesichts einer weltweiten Christenverfolgung, die mittlerweile selbst unsere sonst so indifferenten Medien bemerkt haben, zumindest zwiespältig. Ob ein gemeinsames Zeichen die Radikalität einer Religion, deren Vertreter keine glaubwürdigen Anzeichen der Reue geben, wirklich mildern kann, bleibt zu bezweifeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die zweite Tatsache fällt schwerer ins Gewicht. Mag auch das gemeinsame Gebet als innerweltliche, politische Geste im Gedächtnis bleiben, ist ihr religiöses Gewicht doch zu vernachlässigen. Den wahren Frieden kann nur Christus, der die Welt erlöst hat, bringen. Welchen Wert sollte in den Augen Gottes also ein Gebet haben, an dem sich auch die beteiligen, die an die Erlösungstat des Sohnes Gottes nicht glauben, die sie ablehnen und verwerfen?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-1512663759567000895?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/1512663759567000895/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2011/01/das-reizwort-assisi.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/1512663759567000895'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/1512663759567000895'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2011/01/das-reizwort-assisi.html' title='Das Reizwort Assisi'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TSW2J6tQY8I/AAAAAAAAAJ4/vms2292qHtw/s72-c/Z-Assisi.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-7630907307633338796</id><published>2010-12-21T01:29:00.000-08:00</published><updated>2010-12-21T01:51:00.675-08:00</updated><title type='text'>Mangelnde Demut</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TRB4dWS0AuI/AAAAAAAAAJs/BSp23YXlPkE/s1600/Kupferstich1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 295px; height: 400px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TRB4dWS0AuI/AAAAAAAAAJs/BSp23YXlPkE/s400/Kupferstich1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5553070786143847138" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Was lehrt uns Weihnachten? Viele werden antworten, nun, man freut sich, man beschenkt sich, man ist beisammen und läßt sich von Liedern, die jeder Supermarkt die letzten Wochen rauf und runter gedudelt hat, nochmals und glücklicherweise für lange Zeit zum letzten Mal einlullen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soweit so gut oder eher schlecht. Die Geburt des Erlösers sollte uns, meine ich, vor allem eines lehren: Demut. Dieser doch etwas altertümlich klingende Begriff faßt aber alles das zusammen, was dem modernen Menschen so grundlegend abgeht. Er wähnt sich im Allbesitz seiner geistigen Kräfte. Nichts scheint im unmöglich, kein Hindernis zu hoch. Die Geschichte erfüllt sich nicht in der Wiederkunft irgendeines Wanderpredigers, der vor zweitausend Jahren Jünger um sich scharte, sondern in der Selbsterlösung des Menschen durch die moderne Technik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der gläubige Mensch dagegen, der seine Begrenztheit, vor allem seine Endlichkeit akzeptiert, steht staunend und andächtig vor dem Wunder der Schöpfung, die keine unbegrenzte Spielwiese menschlicher Phantasie ist. Das Kind ist ihm kein Zellhaufen, aus dem eben in diesem Fall ein Mensch, in einem anderen ein Lurch entsteht. Er steht andächtig vor dem unbegreiflichen Wunder, daß uns das Leben schenkt, und das der Welt den Erlöser in Gestalt eines Kindes schenkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So hilflos und schutzbedürftig ein Kind ist, so deutlich führt es uns unsere Hilflosigkeit, unsere Schwäche vor Augen. Nicht ein Haar könnten wir aus eigener Kraft schaffen. Umso lächerlicher erscheint die Anmaßung der Life-Science-Technologen und Humangenetiker, die so tun als könnten sie Leben erschaffen, nur weil sie die DNS-Sequenzen entschlüsselt haben. Sie können nur einen Blick in das Wunder der Schöpfung werfen, nichts weiter. Ein Mensch, der sich den Blick durch Selbstuberschätzung noch nicht verstellt hat, müßte in die Knie gehen, so wie die Hirten es vor zweitausend Jahren taten, die auf ihre Weise klüger waren als alle modernen Technokraten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie waren klüger als jene Theologen, die die Tradition von zweitausend Jahren verwerfen, weil sie meinen, "Neues" entdeckt zu haben, und klüger als jene "mündigen" Gläubigen, die bei der Wandlung stehen bleiben, weil ihnen ein selbstverliebter Theologe erklärt hat, man müsse das nicht mehr tun. Die Hirten gingen vor dem Wunder der Inkarnation in die Knie, so wie es Millionen von Gläubigen im Laufe der Jahrhunderte vor dem Wunder der Gegenwart des Herrn im Sakrament des Altares getan haben. Weihnachten sollte uns Demut lehren, und Dankbarkeit dafür, daß der Sohn Gottes Mensch wurde, gerade weil er wußte, wie hochmütig die Menschheit sein kann.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-7630907307633338796?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/7630907307633338796/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/12/mangelnde-demut.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/7630907307633338796'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/7630907307633338796'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/12/mangelnde-demut.html' title='Mangelnde Demut'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TRB4dWS0AuI/AAAAAAAAAJs/BSp23YXlPkE/s72-c/Kupferstich1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-5976769886216155645</id><published>2010-12-12T05:03:00.000-08:00</published><updated>2010-12-12T05:34:51.822-08:00</updated><title type='text'>Da beisst sich doch die Katze...</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TQTM7cZMI_I/AAAAAAAAAJk/kxEQuhpBRbQ/s1600/Zebra.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 268px; height: 400px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TQTM7cZMI_I/AAAAAAAAAJk/kxEQuhpBRbQ/s400/Zebra.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5549785962433487858" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nicht nur die angeblich buergerliche FAZ, fast alle Mainstream-Medien waren sich einig, dass die Kirche nach den Aeusserungen des Papstes zum Kondomgebrauch nun "in der Gegenwart", ja "in der Wirklichkeit" angekommen waere. Christian Geyer, der in der FAZ regelmaessig mit aehnlich doppelboedigem Geschwurbel glaenzt, meinte gar, der Papst haette wohl in diesem Moment erkannt, "dass nichts so sehr seine Lehrautoritaet gefaehrdet wie das ueberkommene katholische Kalkuel der augenzwinkernden Duldung bei gleichzeitigem Festhalten an lebensfremder Norm".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Art von Opportunismus moegen moderne, zeitgeistige Theologen und Kleriker fuer die angezeigte Art halten, mit dem Glauben umzugehen. Diese Schizophrenie ist aber niemals Sache des derzeitigen Pontifex. Das Glaubensgut kann niemals Gegenstand einer gesellschaftlichen Abwaegung sein, es sei denn, der Papst wolle sich von seinem Auftrag emanzipieren. Die vielbeschworene gesellschaftliche Realitaet kann es auch nicht sein. Andernfalls wuerde sich das Christentum selbst aufgeben. Denn die Kirche lehrt seit Jahrhunderten, dass der Zeitgeist nicht das Mass der Dinge sein kann. Dieses Mass scheint eher mancher deutsche Pfarrer, Bischof oder Pfarrgemeinderatsvorsitzende fuer den rechten Weg zu halten. Die normative Kraft des Faktischen ist ihnen wichtiger als der Wortlaut des Evangeliums. Nach dem Motto: Wir waeren ja schon "weiter", aber Sie wissen ja: Rom..."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie wissen aber oder sollten es eigentlich wissen, dass Rom und auch sie selber nicht anders koennen als die Kirche und die Tradition es seit jeher gelehrt haben. Alles andere waere Selbstbetrug, ja Schizophrenie. Man muss sich ohnehin fragen, was die Herren Dauerreformer eigentlich wollen? Einerseits versichern sie, dass das was die Kirche gestern gelehrt hat, heute ohnehin nicht mehr ernst zu nehmen sei. Andererseits belagern sie Rom, verlangen stoerrisch nach Reformen des Ueberlieferten, und freuen sich ueber jedes auch noch so kleine Anzeichen einer Anpassung an den Zeitgeist. Eigentlich koennte es ihnen vollkommen egal sein, ob der Papst den Gebrauch des Kondoms freigegeben hat oder nicht, da die "augenzwinkernde Duldung" ihnen, nicht dem Papst zur Regel geworden ist. Da beisst sich die Katze doch in den Schwanz...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-5976769886216155645?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/5976769886216155645/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/12/da-beisst-sich-doch-die-katze.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/5976769886216155645'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/5976769886216155645'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/12/da-beisst-sich-doch-die-katze.html' title='Da beisst sich doch die Katze...'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TQTM7cZMI_I/AAAAAAAAAJk/kxEQuhpBRbQ/s72-c/Zebra.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-6485653084186741560</id><published>2010-08-30T23:00:00.001-07:00</published><updated>2010-08-30T23:40:22.424-07:00</updated><title type='text'>Thilo Sarrazin</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/THyivErbFSI/AAAAAAAAAJc/JJnqs02tDHM/s1600/Sarrazin2.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 267px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/THyivErbFSI/AAAAAAAAAJc/JJnqs02tDHM/s400/Sarrazin2.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5511458973588067618" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Kann das deutsche öffentlich-rechtliche Fernsehen noch tiefer sinken? Kann der Tiefpunkt der Diskussionskultur noch unterschritten werden? Es kann bzw. er kann - leider!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich hatten wir gedacht, die unsägliche Abrechnung mit einer bekannten Tagesschausprecherin wäre das Menetekel einer Diskussionunkultur, die nicht mit einem Diskussionsgast, sondern nur über ihn redet, weil man nicht mit ihm reden will. Doch gestern nacht bei Beckmann wiederholte sich das überwunden Geglaubte. Der Moderator, der sonst für alles und jeden Verständnis hat, der sich in die Seele jedes Verstörten zu schleichen, zu talken vermag, gebärdete sich als hätte er es mit dem Gottseibeiuns persönlich zu tun. Nur ja kein allzu langes Statement des Verfemten zulassen, nur ja nicht dem Gelegenheit geben sich zu erklären, der sich nicht mehr erklären darf!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dem Bundesbankier wurde mehrmals das Wort rüde abgeschnitten, Zitate an die Wand geworfen, die er nicht erläutern durfte. Als Sarrazin Zahlen aus der Statistik, die jedem zugänglich sind, nennen wollte, um seine Ansicht zu untermauern, hob der Verständnisvolle die Arme und heuchelte Verständnislosigkeit: "Wer soll das alles noch begreifen?" Das war keine Diskussion, denn das Ergebnis bzw. das Urteil stand schon vorher fest.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daß das so war, bestätigte ein Blick in die Diskussionsrunde. Da war niemand, der Sarrazin auch nur im Ansatz beispringen konnte, wenn man einmal von Herrn Jogeschwar absieht, der wenigstens die Grundsätze ziviler akademischer Diskussion zu wahren versuchte. Die Äußerungen von Frau Künast, Frau Özkan und dem Hamburger SPD-Vorsitzenden fielen so holzschnittartig und berechenbar aus wie der Regen in England. Und der Brustton der Überzeugung senkte sich auch nicht, als Sarrazin Frau Künast mehrmals nachwies, dies oder jenes niemals so formuliert, gesagt oder geschrieben zu haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ebenso berechenbar war die Zuschaltung einer offenbar aus dem orientalischen Kulturkreis stammenden Soziologin, die prompt und wie zu erwarten feststellte, Sarrazins Äußerungen seien "kontraproduktiv". Genausogut könnte man in einer Diskussion über den Wahrheitsgehalt von Ostfriesenwitzen einen ostfriesischen Experten fragen, was er von solchen Witzen hielte. Er müßte schon sehr viel Humor oder Selbstkritik besitzen, um nicht negativ zu replizieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die türkisch-deutsche Islamkritikerin Necla Kelek besitzt diese Selbstkritik oder sollte man eher sagen die Fähigkeit, die Dinge von einer Metaebene zu betrachten, die das Problem sieht und der Sache dient. Frau Merkel war schnell mit dem Urteil bei der Hand, Sarrazins Thesen seien "nicht hilfreich". Daß sie das Buch Sarrazins nur ebenso oberflächlich bis gar nicht gelesen haben konnte wie Frau Künast störte nicht. Es zählt allein die richtige moralische Gesinnung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und hier ist das Problem: man muß Sarrazins Thesen nicht gutheißen, man kann sie aus vollem Herzen ablehnen! Aber man soll dann auch begründen können, warum man seine Thesen ablehnt. Der Gestus der moralischen Entrüstung, die Reduzierung komplexer Thesen auf tabuisierte Begriffe soll bewußt nicht der Wahrheitsfindung dienen, sondern der Aburteilung. Das ist einer angeblich offenen Gesellschaft so unwürdig wie die Tatsache, daß es in einer angeblich weltoffenen Stadt wie Berlin Parallelgesellschaften gibt, in denen Frauen Menschen zweiter Klasse sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sarrazin sagte bei der Vorstellung seines Buches, er sei ein Gestaltungsoptimist und er glaube an den öffentlichen Diskurs. Wer daran nach der öffentlichen Diskursverweigerung der letzten Tage noch glaubt muß ein heilloser Optimist sein.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-6485653084186741560?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/6485653084186741560/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/08/thilo-sarrazin.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/6485653084186741560'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/6485653084186741560'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/08/thilo-sarrazin.html' title='Thilo Sarrazin'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/THyivErbFSI/AAAAAAAAAJc/JJnqs02tDHM/s72-c/Sarrazin2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-5218322699012218288</id><published>2010-07-02T10:34:00.000-07:00</published><updated>2010-07-02T11:58:10.027-07:00</updated><title type='text'>Die angezählte Regierung</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TC410bSSJBI/AAAAAAAAAJM/VzNIwnu8kw8/s1600/Merkel-2.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 270px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TC410bSSJBI/AAAAAAAAAJM/VzNIwnu8kw8/s400/Merkel-2.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5489384170605126674" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Auf das Drama folgt die Travestie, die Wiederkehr des Gescheiterten im tragikomischen Gewande. Das trifft leider auch auf das zu, was auf das Bundespräsidentenwahldebakel  folgte. Bestes Beispiel: die Talkrunde bei Maybritt Illner. Die beiden geladenen Herren der Regierungskoalition taten so als sei eigentlich nichts geschehen. Zwar schwierig, drei Wahlgänge, und dann das noch mit den wahlverweigernden Linken, die eben noch nicht in unserer Republik angekommen wären. Aber im Grunde: man solle sich nicht so haben, ein Ergebnis hätte wir nun, Wulff ist der neue Bundespräsident, und werde ein guter Präsident sein. Übergang zur Tagesordnung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daß die Kommentatoren nicht so gnädig waren, ob im In- oder im Ausland, kümmerte die Schönredner nicht. Und die Analytiker und erst recht die Historiker werden erst recht kein Gnade walten lassen. Gnade wolle man, heißt es nun landauf, landab in Union und bei den Liberalen, nur mit den Abweichlern nicht walten lassen - das Wort "Verräter" erstarb ihnen rechtzeitig auf der Zunge: mit jenen Bösewichten, die an Frau Merkel ihr "Mütchen kühlen" wollten. Die ganze machtgesättigte Kaltschnäuzigkeit, der es schon lange nicht mehr um politische Inhalte geht, zeigt sich daran, daß ein Unions-Grande nach dem ersten gescheiterten Wahlgang meinte, die Botschaft hätte man verstanden, nun sei es aber mal gut!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hätte man die Botschaft verstanden, die ganze aufgestaute Unzufriedenheit der Konservativen und Liberalen in der Koalition mit einer zur Götzin ihrer selbst erstarrten Bundeskanzlerin, für deren Programmatik selbst ein Bierfilz zu groß wäre, hätte man sie wirklich verstanden, hätte man schon früher etwas unternehmen können. Aber man will es nicht oder kann es schon längst nicht mehr. Das ist die ganze Tragik der schwarz-gelben Koalition. Man kann nur noch in maßloser Arroganz nach den Spielverderbern fahnden, die Frau Merkel die Gefolgschaft versagt haben, weil sie noch etwas wie eine eigene Meinung, ein demokratisches Gewissen hatten, das sich dagegen wehrte, das höchste Staatsamt zur Manipulationsmasse "Muttis" verkommen zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erinnert sich in der Union keiner mehr an den Fall Ypsilanti? Der Unmut war damals zu Recht groß, daß die Vorsitzende der hessischen Sozialdemokraten bereit war,mit Unterstützung der Linken den CDU-Ministerpräsidenten Koch aus dem Amt zu drängen. Drei Abweichler verweigerten Frau Ypsilanti die Gefolgschaft, weil sie ihren Kurs aus gutem Gewissen für fatal hielten. Darauf setzte eine Hexenjagd ein, die jeder Gutwillige verurteilen mußte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beide Fälle sind freilich nicht zur Deckung zu bringen. Aber sie zeigen etwas Wesentliches: wenn Konzepte fehlen, wenn man eigentlich nicht mehr weiter weiß, und die Macht nur noch verwaltet, aber nichts mehr aus ihr macht, und selbst das Gerede von der Tagesordnung die Unruhe nicht mehr verbergen kann, dann wird der Knüppel ausgepackt. Eine politische Bankrotterklärung, die nach der parteipolitischen Instrumentalisierung dem Amt des Bundespräsidenten zusätzlichen Schaden zufügt. Daß die Regierung und allen voran die Bundeskanzlerin allerspätestens seit diesem Wahldebakel angezählt ist, pfeifen die Spatzen national und international von den Dächern. Aber die Koalitonäre wissen nichts besseres zu tun als frohe Liedlein zu pfeifen...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-5218322699012218288?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/5218322699012218288/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/07/die-angezahlte-regierung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/5218322699012218288'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/5218322699012218288'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/07/die-angezahlte-regierung.html' title='Die angezählte Regierung'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TC410bSSJBI/AAAAAAAAAJM/VzNIwnu8kw8/s72-c/Merkel-2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-8469811699801386776</id><published>2010-06-30T15:33:00.000-07:00</published><updated>2010-06-30T16:01:22.459-07:00</updated><title type='text'>Eine Sternstunde der Demokratie</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TCvLdhX0Y0I/AAAAAAAAAJE/HsrSNsTWhfc/s1600/Merkel-1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 267px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TCvLdhX0Y0I/AAAAAAAAAJE/HsrSNsTWhfc/s400/Merkel-1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5488704278915998530" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nach dem was sich heute im Bundestag abgespielt hat, bedarf es eigentlich keines weiteren Beweises, daß diese Regierung jede Bodenhaftung, jeden Kontakt zum Wahlvolk verloren hat. Man muß sich nicht nach Volkes Meinung richten, man soll als Politiker eine Linie vorgeben, wenn man eine solche als richtig und zukunftsweisend erkannt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn aber eine Regierung, die bisher noch jeden Huster der Tagesmeinung als neueste Erkenntnis verkauft hat, nun einen der ihren ins höchste Staatsamt hievt, obwohl die vox populi eindeutig zugunsten des Gegenkandidaten sprach, und dieser auch noch vor nicht allzu langer Zeit selbst von einer der Regierungsparteien ins Gespräch gebracht worden war, darf man wohl mit Fug und Recht argwöhnen, daß etwas faul ist im Staate Dänemark.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frau Merkel hätte angesichts ihrer hundsmiserablen Umfragewerte, die ein katastrophales Urteil über das Vertrauen des Wahlvolks in die Parteiendemokratie sind, eigentlich dringendst einem Konsenskandidaten das Wort reden müssen. Zumal Herr Gauck nicht unbedingt das war, was man den idealen Kandidaten der Oppositionsparteien nennt. Als Bürgerrechtler, scharfer Kritiker der DDR-Schönredner und als Mann, der in klaren Sätzen eine im Grunde klassische bürgerliche Weltsicht offenbart, war er ein Kandidat, zu dem sich, wie gesagt, schon einmal die CDU-Schwesterpartei bekennen zu können glaubte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daß die Bundeskanzlerin dennoch auf Herrn Wulff bestand, offenbart ihre flagrante politische Kurzsichtigkeit. Sie mißachtet die Lebensleistung eines bürgerlichen Hoffnungsträgers, der das Beste der DDR-Bürgerrechtsbewegung verkörpert. Sie mißachtet den Wählerwillen, der in Internetauftritten und unzähligen spontan gebildeten Unterstützungsgruppen zum Ausdruck kam. Und das alles nur, um innerparteiliche Rechnungen zu begleichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selten ist so kaltschnäuzig das höchste Staatamt, das überparteilich sein sollte, für parteipolitische Taktiererei mißbraucht worden. Angesichts des Vertrauensverlustes der Bürger in die Parteiendemokratie ist jenes Geschlossenheitsgeplänkel und die Sektlaune, die die Regierungsparteien nach der Hängepartie zur Schau trugen, so etwas wie der Tanz auf dem Vulkan. Die Parteien wirken bei der politischen Meinungsbildung "mit", heißt es im Grundgesetz. Daß ihnen die Meinung mittlerweile egal ist, hat sich heute im Bundestag gezeigt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-8469811699801386776?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/8469811699801386776/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/06/eine-sternstunde-der-demokratie.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/8469811699801386776'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/8469811699801386776'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/06/eine-sternstunde-der-demokratie.html' title='Eine Sternstunde der Demokratie'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TCvLdhX0Y0I/AAAAAAAAAJE/HsrSNsTWhfc/s72-c/Merkel-1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-4595071664831932564</id><published>2010-06-26T06:14:00.001-07:00</published><updated>2010-06-26T06:49:15.621-07:00</updated><title type='text'>Die große Verwirrung</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TCYFNx6c1dI/AAAAAAAAAI8/bLU0IuDLPog/s1600/Marx2.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TCYFNx6c1dI/AAAAAAAAAI8/bLU0IuDLPog/s400/Marx2.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5487078930292463058" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;In diesen Tagen möchte man eigentlich nur noch die Augen und Ohren verschließen und nichts mehr sehen und hören. Die Zeitungen und Fernsehsendungen überbieten sich gegenseitig in der "Aufdeckung" neuer, schmutziger Details der ach so verdorbenen Kirche. Da hilft nur das, was der Christ, wenn er in Bedrängnis ist, und ganz besonders wenn die Kirche Christi in Bedrängnis ist, seit jeher getan hat - er betet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kraft des Gebets ist etwas, was dem Bösen in der Seele zuwider ist, denn der, der betet, glaubt fest daran, daß es eine Macht des Guten gibt, die ihm in seiner Pein helfen kann, daß Gott ihn gegen die Mächte des Bösen nicht allein läßt. Daß es das Böse an sich gibt, ist Dogma der Kirche. Unter dem Einfluß modernen Denkens mag dieser Glaube relativiert worden sein, dahin, daß das Böse Ausfluß sozialer Verhältnisse und daher zu bessern sei. Aber gerade heute, da die Kirche einer Hetze ohnegleichen ausgesetzt ist, wird schlagend klar, daß man mit dem Bösen rechnen muß, in der Kirche selbst wie außerhalb.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch in die Kirche hat sich das Böse eingeschlichen, in Gestalt jener Priester, die ihre Weihegnaden, ihre Berufung in der schlimmsten Weise verraten haben und damit, wie der Papst gesagt hat, Christus selbst ins Gesicht schlagen. Ihnen den Prozess zu machen, ist nur zu berechtigt. Wenn aber mit Hilfe dieser Frevler die katholische Kirche an sich in Frage gestellt wird, dann zeigt sich die Fratze des Diabolus, des  "Durcheinanderwerfers", des großen Verwirrers.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx, hat heute morgen in seiner Predigt zur Priesterweihe von vier jungen Männern im Freisinger Dom, gesagt, heute käme es darauf an, sich nicht verwirren zu lassen, und treu zu Christus und seiner Kirche zu stehen. Genau das ist es. Diejenigen, die jetzt angeblich in Scharen aus der Kirche austreten, haben etwas Wesentliches nicht verstanden. Die Kirche ist keine Versammlung der Heiligen, es soll aber jeder, der ihr angehört, sich bemühen, heilig zu werden. Wer gefehlt hat, kann auf Barmherzigkeit hoffen, wenn er nur seinen Fehler einsieht und ihn aufrichtig bereut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dafür braucht es aber einen klaren moralischen Rahmen, den die Kirche auch eisern verteidigt. Sie kann das schreiende Unrecht, das Schutzbefohlenen angetan wurde, niemals entschuldigen. Daß ausgerechnet eine Gesellschaft, die bereit ist, alles und jedes zu entschuldigen und jede Art verbindlicher Moral als überholt verwirft, nun mit Fingern auf die Kirche zeigt, ist schlicht und einfach reine Heuchelei. Wer sich nicht den Blick vom Rauch der medialen Kirchenfeinde vernebeln läßt, muß klar erkennen, daß die "Aufdeckung" der Mißbrauchsfälle in der Kirche nichts mit Aufklärung, aber verdammt viel mit der diabolischen Absicht zu tun hat, die Kirche als moralische Instanz abzuschaffen. Eine Instanz, die ihre Normen nicht wechselnden Moden, positivistischer Rechtssetzung, einem fortwährenden Plebiszit verdankt, sondern sich auf Gott selbst berufen kann. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das unterstrich auch der Münchner Erzbischof, als er in seiner Predigt sagte, der Priester sei kein Sozialarbeiter, wie das manche meinen, er vertritt den Herrn am Altar, er soll die Botschaft Christi ohne Abstriche verkünden, und vor allem ohne Angst vor den bösen Mächten dieser Welt, die Christus und seiner Kirche seit jeher übel wollen. Das einzige was an diesem Freudentag der Weihe von vier neuen Priestern etwas traurig stimmt, ist die Tatsache, daß die Diözese von München und Freising gerade in diesen schweren Zeiten nur vier Geistliche in den Weinberg des Herrn schicken kann. Aber woher sollten sie in einer weitgehend gottfernen deutschen Gesellschaft auch kommen? Daß es sie noch gibt, ist Zeichen genug, daß die Pforten der Hölle die Kirche nicht überwältigen werden - et portae inferi non praevalebunt adversus eam.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-4595071664831932564?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/4595071664831932564/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/06/die-groe-verwirrung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/4595071664831932564'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/4595071664831932564'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/06/die-groe-verwirrung.html' title='Die große Verwirrung'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TCYFNx6c1dI/AAAAAAAAAI8/bLU0IuDLPog/s72-c/Marx2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-4566730848307327108</id><published>2010-06-17T00:27:00.000-07:00</published><updated>2010-06-17T00:53:27.363-07:00</updated><title type='text'>Veranstaltungshinweis: Pfarrer Oberkofler spricht heute abend in Freising über sein Buch "Der Antichrist"</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TBnTDgD4upI/AAAAAAAAAI0/1d-u-QXG1ls/s1600/Oberkofler-Antichrist1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 170px; height: 261px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TBnTDgD4upI/AAAAAAAAAI0/1d-u-QXG1ls/s400/Oberkofler-Antichrist1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5483646078399593106" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Teufel, der Deibel kommt vom antiken Diabolus, dem "Durcheinander-Werfer", dem großen Verwirrer. Das vergangene Jahrhundert wurde Zeuge der allergrößten Verwirrung der Geister, ihrer Einschwörung auf rein diesseitige Erlösungslehren, die allein den Menschen im Mittelpunkt haben und von einer höheren Existenz, von Gott nichts wissen wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den Menschheitskatastrophen des 20. Jahrhunderts war das Böse sehr konkret geworden, und dennoch scheute sich die Theologie das Böse namhaft zu machen. Die irdischen, menschlichen Verkörperungen des Bösen beherrschten die Presse und Fernsehmagazine, vom Hamburger Nachrichtenmagazin bis zu den Knopp'schen Geschichtsdramen. Das Böse war irdisch und weltlich geworden wie die Theologie, die sich immer mehr von soziologischen Begriffen leiten ließ. Das Böse sei ein Ausfluß des Sozialen, und mit dessen Verbesserung zu beseitigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die heilige Schrift weiß es besser, und sie allein kann den Menschen aus seiner fatalen Ich-fixiertheit befreien. Die immanentistischen, anthropozentrischen Befreiungslehren, die auch nach dem Kollaps der modernen Groß-Ideologien nicht tot sind, geben dem Menschen keine Antwort auf die großen Fragen seines Lebens: woher komme ich, wohin gehe ich, wie lebe ich recht, um dereinst weiterleben zu können? Sie  machen ihm nur Hoffnung auf ein angeblich glückliches Leben hinieden, eine Hoffnung, die in letzter Instanz trügerisch ist, weil sie das Wesen des Menschen verfehlt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das menschliche Wesen hat Teil an Gottes Existenz - Gott ist schließlich Mensch geworden - er trägt aber auch die Tendenz zum Bösen in sich. Da der moderne Mensch, und leider auch die moderne Theologie, aber mit dieser Größe nicht mehr rechnet, steht sie hilflos vor aktuellen Entwicklungen. Die Selbstvergötzung des Menschen hat heute angsterregende Ausmaße erreicht. Sie geht buchstäblich über Leichen und kennt keinerlei Skrupel, den fertigzumachen, der sich dieser Abkehr von der Wahrheit, die in Gott ist, entgegenstellt - siehe die geifernden Angriffe auf den Papst. Sie hat sich selbst in die Kirche eingeschlichen, wie die Reaktion der "Brüder im Bischofsamte" auf die Forderung Mixas nach Rehabilitierung beweist: daß dieser sich in psychiatrische Behandlung begeben habe, sei ein erster, wichtiger Schritt. Perfider und böser kann man einen Menschen medial nicht hinrichten!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Münchner Pfarrer und promovierte Theologe Friedrich Oberkofler hat ein luzides Buch zu diesem Themenkomplex geschrieben, der viel zu sehr vernachlässigt wurde. Anhand des großen englischen Kardinal Newman, der das zerstörerische Werk des Antichristen für seine Zeit beschrieben hat, versucht Oberkofler dies für unsere Zeit und kommt zu erhellenden Einsichten. Ein höchst lesenswertes Buch, das er heute abend in Freising vorstellen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Ort: Gasthaus zur Gred, Beginn: 20 Uhr.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-4566730848307327108?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/4566730848307327108/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/06/veranstaltungshinweis-pfarrer.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/4566730848307327108'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/4566730848307327108'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/06/veranstaltungshinweis-pfarrer.html' title='Veranstaltungshinweis: Pfarrer Oberkofler spricht heute abend in Freising über sein Buch &quot;Der Antichrist&quot;'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TBnTDgD4upI/AAAAAAAAAI0/1d-u-QXG1ls/s72-c/Oberkofler-Antichrist1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-2495200269937711984</id><published>2010-06-15T08:33:00.000-07:00</published><updated>2010-06-15T09:02:46.574-07:00</updated><title type='text'>Amerikanische Benediktinerinnen</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TBeiNUDyX2I/AAAAAAAAAIc/iBjX5exVnx8/s1600/Nuns3.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 266px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TBeiNUDyX2I/AAAAAAAAAIc/iBjX5exVnx8/s400/Nuns3.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5483029420953460578" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die monastische Tradition im christlichen Europa schwächelt genauso wie jenes "ehemals christliche Europa" - zu diesem für manche vielleicht erschütternden Satz braucht es eigentlich nicht viel Einsicht. Man braucht nur die Augen aufzumachen. Die Eintrittszahlen sind katastrophal niedrig, die Überalterung erschreckend, und viele Klöster halten sich nur noch mit Wellness, Joga und inter- und areligiöser Esoterik über Wasser. Man sollte eigentlich langsam erkennen, daß die von den Funktionärskatholiken immer noch gefeierte Öffnung, die Anpassung an die Zeit nichts gebracht hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor kurzem hat die letzte verbliebene deutsche Trappisten-Abtei Mariawald einen großen Schritt gewagt - zum erwartbaren Mißvergnügen des Ortsbischofs - und hat nicht nur die alte, überlieferte Messe wieder eingeführt, sondern auch eine Annäherung an die alte Disziplin begonnen. Und siehe da: die Interessenten stellten sich selbst für die dem durchschnittlichen Mitteleuropäer kaum mehr zumutbare Lebensweise der Trappistenmönche ein!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die neue Welt ist uns verklemmt am Neuen und Neuesten klebenden deutschen Katholiken in dieser Hinsicht ohnehin längst weit voraus. Vor kurzem legten in Kansas City die Benediktinerinnen des Ordens "Queen, Mary of the Apostles" ihre ewigen Gelübde ab. Und nun kommt's: Der Orden ist nicht etwa 1870 oder 1905 gegründet worden, sondern 1995, vor 15 Jahren in Pennsylvania! Und im Unterschied zu Deutschland, wo die Bischöfe jedem, der auch nur ein Wörtchen Latein kann, unterstellen, er wolle die Kirche ins Mittelalter zurückbeamen, hatte der Bischof von Kansas City-St. Joseph, Seine Exzellenz Robert W. Finn, den Orden 2006 hochoffiziell in seine Diözese eingeladen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TBeixabw3ZI/AAAAAAAAAIk/PLDzh0e2NKU/s1600/Nuns2.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 295px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TBeixabw3ZI/AAAAAAAAAIk/PLDzh0e2NKU/s400/Nuns2.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5483030041139928466" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie ließen sich nieder und gediehen. Vor allem weil die Schwestern nicht bei jeder Gelegenheit beweisen wollen, daß sie auch von "dieser Welt" seien, daß "auch sie" selbstbewußte Frauen seien. Sie sind es und sie wissen, daß es der weiß, der allein zählt, und dem sie ihr Leben geweiht haben. Auf ihrer Webseite [www.benedictinesofmary.org] beschreiben sie ihren Orden als "traditional monastic community of women who desire to imitate the Blessed Virgin Mary in the giving of herself to God to fulfill His Will, especially in her role of assistance by prayer and work to the Apostles, first priests of the Catholic Church".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sieht man sich die fröhlichen Gesichter der zahlreichen jungen Schwestern an, weiß man wieder, daß die Zukunft der Kirche ihre Tradition ist - das was gestern, heute und immer gilt...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TBejSx134yI/AAAAAAAAAIs/zWQVYHOOin8/s1600/Nuns4.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 249px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TBejSx134yI/AAAAAAAAAIs/zWQVYHOOin8/s400/Nuns4.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5483030614359139106" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-2495200269937711984?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/2495200269937711984/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/06/amerikanische-benediktinerinnen.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/2495200269937711984'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/2495200269937711984'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/06/amerikanische-benediktinerinnen.html' title='Amerikanische Benediktinerinnen'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TBeiNUDyX2I/AAAAAAAAAIc/iBjX5exVnx8/s72-c/Nuns3.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-575694136212918925</id><published>2010-06-07T01:23:00.000-07:00</published><updated>2010-06-07T05:47:58.267-07:00</updated><title type='text'>Zur Abwechslung etwas Schönes</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TAzoVRKJ-yI/AAAAAAAAAIU/D3YKhuT3_qg/s1600/HilaireBelloc2.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 400px; height: 267px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TAzoVRKJ-yI/AAAAAAAAAIU/D3YKhuT3_qg/s400/HilaireBelloc2.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5480010298683947810" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;            &lt;span style="font-style:italic;"&gt;(George B. Shaw, Hilaire Belloc und Gilbert K. Chesterton)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im schrecklichen Angesichte der galoppierenden Staatsverschuldung, der "Hauptsache-ich-bin-im-Amt"-Mentalität unserer Bundeskanzlerin und der realitätsverweigernden Flucht in den lästerlichen "Fußball-Gott-Wahnsinn" ist es höchste Zeit, sich dem Guten, Wahren und Schönen zuzuwenden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der gestern in einer bewegenden und erheiternden Feier geehrte Großkritiker Reich-Ranicki meinte in seiner Dankesrede, er schätze gerade die polnische Lyrik, was ihm die polnischen Literaturkritiker wiederum verübeln würden, weil er damit die polnischen Romane - "die tatsächlich nicht gut sind" (Reich-Ranicki) - stillschweigend aburteilen würde. Der Kommentator setzte nach und erwähnte die deutsche literarische Avantgarde, der es nie gefallen hätte, daß Reich-Ranicki das Verständliche und Intelligente dem Verquasten, Möchtegern-Intellektuellen stets vorgezogen hätte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Verquaste, Prinzipienlose, die Flucht auf Nebenschauplätze mag vorherrschen im hier und heute. Umso mehr seien die geschätzt und hochgelobt, die das Schöne und zugleich Wahre in Sätzen oder Versen von zeitloser Schönheit auszudrücken verstanden und verstehen. Der Anfang sei hier mit zwei kurzen Gedichten des großen und heute leider viel zu selten zitierten katholischen Engländers Hilaire Belloc gemacht. Nicht nur das erzählende und essayistische Werk dieses Zeitgenossen und Bruders im Geiste von Gilbert Keith Chesterton ("Pater Brown") ist großartig, auch seine tiefen und oft genug zugleich heiteren Verse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;A Trinity&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Of three in One and One in three&lt;br /&gt;My narrow mind would doubting be&lt;br /&gt;Till Beauty, Grace and Kindness met&lt;br /&gt;And all at once were Juliet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight:bold;"&gt;The Catholic Sun&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wherever the Catholic sun doth shine,&lt;br /&gt;There’s always laughter and good red wine.&lt;br /&gt;At least I’ve always found it so.&lt;br /&gt;Benedicamus Domino!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-575694136212918925?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/575694136212918925/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/06/zur-abwechslung-etwas-schones.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/575694136212918925'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/575694136212918925'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/06/zur-abwechslung-etwas-schones.html' title='Zur Abwechslung etwas Schönes'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TAzoVRKJ-yI/AAAAAAAAAIU/D3YKhuT3_qg/s72-c/HilaireBelloc2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-6453317012706677150</id><published>2010-06-01T03:47:00.000-07:00</published><updated>2010-06-01T04:33:07.997-07:00</updated><title type='text'>Katholiken für Israel</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TATuxaa1TvI/AAAAAAAAAH8/AoXBfw5Ox_o/s1600/Israel-Gethsemane2.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TATuxaa1TvI/AAAAAAAAAH8/AoXBfw5Ox_o/s320/Israel-Gethsemane2.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5477765579462233842" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der altgediente Großmeister des weltpolitischen Journalismus, Peter Scholl-Latour, vermerkte in seinem Frankreich-Buch einen Gedanken, der ihm im Gespräch mit französischen Adeligen und Résistance-Veteranen nach dem Ende des Weltkrieges kam, und der leider nach wie vor aktuell klingt. Der Haß auf das jüdische Volk speise sich, so Scholl-Latour, aus dem alten Haß auf das Volk, aus dem die Muttergottes hervorging und das uns den Erlöser schenkte. Die Kräfte des Antichristen müßten dieses Volk hassen und verfolgen, weil mit ihm die Kirche, das Christentum, die Erlösung in die Welt kam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Henryk Broder, ein anderer großer Hellsichtiger unserer Tage, meinte mit Blick auf das nach wie vor angespannte Verhältnis der Deutschen zu Israel, Broder-typisch zugespitzt, sie könnten einfach den Juden den Holocaust nicht verzeihen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt eine Art, mit den Problemen Israels bzw. mit dem "Problem Israel" umzugehen, die sich rational nicht erklären läßt, die auf tieferliegende Affekte deutet. Andernfalls würde nicht nach jedem Vorfall sofort, ja reflexartig auf Israel als dem Schuldigen gezeigt werden. Die Meldung über die Aktion des israelischen Militärs gegen die "Hilfslieferungen" waren kaum über den Äther, schon waren Politiker rund um den Globus bestürzt, schockiert, es wurde verurteilt und von einem grundlosen Angriff orakelt, wie es der Präsident des Europaparlaments, Jerzy Buzek, tat. Daß die arabischen Staaten, die Türkei und natürlich die Palästinenser die Erregungskurve nach oben trieben, liegt im politischen Kalkül. Von großtürkischen Politikern und radikalislamistischen Hamas-Funktionären kann man kein Verständnis dafür erwarten, daß Israel jede Versorgung mit Lebensmitteln und eben auch Waffen mit allen Mitteln unterbinden wird, solange die Attacken auf israelisches Staatsgebiet anhalten. So hart die Lage im Gaza-Streifen sein mag, es gibt keine Indizien, daß Israel dessen Bewohner verhungern lassen wollte. Es ging einzig und allein darum, Israel in den Rücken zu fallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und daran sind ausgerechnet Politiker der deutschen Linken beteiligt, die keine Skrupel kennen, die zweite deutsche Diktatur bei jeder sich bietenden Gelegenheit zu relativieren, sich mit stolzgeschwellter Brust zu ihrem kleinbürgerlichen Atheismus zu bekennen und jeden, der nicht ihre Meinung teilt, als Faschisten zu verunglimpfen. In Israel sei ja auch ein "klerikal-faschistisches Regime" an der Regierung. Die Zitate von Broder und Scholl-Latour kommen einem da unwillkürlich in den Sinn.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das sind die Leute, die angeblich nur eine humanitäre Aktion zugunsten der geknechteten Palästinenser organisieren wollten. Die geknechteten Palästinenser sind diesen Leuten vollkommen gleichgültig. Sie sind nur Mittel zum Zweck. Israel steht für sie für alles das, was ihnen in der Seele zuwider ist: die jüdisch-christlich verfasste westliche, freiheitliche Zivilisation, die obendrein die imperialistischen Vereinigten Staaten unterstützen. Daß das Modell Israel, so kritikwürdig es im einzelnen auch sein mag, immer noch tausendmal besser ist als die Alternativen der Nachbarstaaten Israels, kommt ihnen in ihrer Verblendung nicht in den Sinn.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-6453317012706677150?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/6453317012706677150/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/06/katholiken-fur-israel.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/6453317012706677150'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/6453317012706677150'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/06/katholiken-fur-israel.html' title='Katholiken für Israel'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TATuxaa1TvI/AAAAAAAAAH8/AoXBfw5Ox_o/s72-c/Israel-Gethsemane2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-1132531466865359220</id><published>2010-05-31T01:49:00.000-07:00</published><updated>2010-05-31T03:43:07.602-07:00</updated><title type='text'>Bekennermut vor Königsthronen</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TAORddXd_aI/AAAAAAAAAH0/lFVMUEjS07c/s1600/Soutane1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 225px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TAORddXd_aI/AAAAAAAAAH0/lFVMUEjS07c/s320/Soutane1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5477381507097951650" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wer kennt sie nicht, die Geistlichen, die nicht als solche zu erkennen sind, die lieber in Anzug und Krawatte oder mit einem verschämt auf dem Kragen getragenen kleinen Kreuz daherkommen? Das sind diejenigen, die sich bei jeder Gelegenheit auf das zweite Vatikanum berufen, obwohl das ohne wenn und aber die Priester daran erinnert hat, als Geistliche auch an ihrer Kleidung erkennbar zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Kleidung soll sie als Anprechpartner der Suchenden erkennbar machen, und vor allem Zeichen in einer Welt sein, die die Botschaft Christi und seiner Kirche gerne weit an den Rand verbannen würde - Hoffnungs- und Widerspruchszeichen in einem. Macht euch nicht dieser Welt gleich, spricht der Völkerapostel Paulus. Viel eher scheint die Furcht im Klerus vorzuherrschen, sich den Kräften der vielgeschmähten "Tradition" gleichzumachen. Ein junger Geistlicher, der die Soutane demonstrativ abgelegt hatte und auch keinen römischen Kragen mehr zu tragen bereit war, entgegnete auf den Einwand des Schriftstellers Julien Green, die Soutane würden nur Integralisten tragen. Green vermerkte in seinem Tagebuch, wobei man das Kopfschütteln deutlich mitlesen kann, das sei das Kleidungsstück gewesen der Märtyrer und Heiligen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese waren noch zum Zeugnis bereit, nicht nur durch das Wort, sondern auch durch ihre schlichte Existenz, die niemandem verborgen bleiben sollte. Die freiwillige Ehelosigkeit ist ebenfalls ein Bekenntnis zur höheren Ordnung, die deshalb auch angefeindet wird. Der Priester soll nicht mehr Diener der ewigen, sondern der zeitlichen Ordnung sein, ein Sozialarbeiter, Gemeindevorsteher, Bibelkreisleiter und Pfarrnachmittagsorganisator, der ab und an etwas zur Ungerechtigkeit in der Welt sagen darf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der politischen Rhetorik der ehemals christlichen Unionsparteien ist dieses Immanenzgehabe bei weitgehender Transzendenzblindheit ebenfalls längst angekommen. Nicht anders kann man sich die Meinung des CDU-Bundestagsabgeordneten Ruprecht Polenz erklären, der vor kurzem meinte, der Zölibat hätte zwar mit Mißbrauch nichts zu tun, aber die Bevölkerungsmehrheit sehe bzw. fühle dennoch einen Zusammenhang. Die Kirche könne Vertrauen nur zurückgewinnen, wenn sie den Zölibat fallenließe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit ist mit wenigen Worten nicht die Malaise der Kirche, sondern einer Umfragen-gesteuerten Unionspolitik beschrieben, die nicht mehr treibend, sondern nur noch getrieben ist. Angst vor ihrer eigenen Tradition, hechelnde Anbiederung an den Zeitgeist, Mitte-Huberei ohne jedes Profil. Der Priesterkragen ist ein eindeutiges Gegensymbol gegen die Gesinnungslosigkeit. Und diejenigen, die heute Priester werden, bekennen sich in wachsender Zahl auch in der Kleidung zu ihrem Glauben und ihrer Mission. Das verschämt-naive "ich bin ja katholisch, aber weltoffen" oder "die Union ist ja gar nicht konservativ", gehört hoffentlich bald ebenso der Vergangenheit an wie der weiße Hemdkragen über schwarzem Pullover...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-1132531466865359220?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/1132531466865359220/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/05/bekennermut-vor-konigsthronen.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/1132531466865359220'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/1132531466865359220'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/05/bekennermut-vor-konigsthronen.html' title='Bekennermut vor Königsthronen'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/TAORddXd_aI/AAAAAAAAAH0/lFVMUEjS07c/s72-c/Soutane1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-5489917445583474039</id><published>2010-05-23T02:35:00.000-07:00</published><updated>2010-05-23T03:23:17.876-07:00</updated><title type='text'>Der pfingstliche Geist aller Zeiten</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_j8anni3II/AAAAAAAAAHI/7bEcBQh-6Tw/s1600/Z-AlexandraRomanova1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 271px; height: 320px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_j8anni3II/AAAAAAAAAHI/7bEcBQh-6Tw/s320/Z-AlexandraRomanova1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5474402881310481538" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Heute schreien sie wieder, wie sie so oft in der Geschichte schon geschrien haben - die Kirche müsse sich wandeln, sich "reformieren", mit der Zeit gehen. Die üblichen, bis zum Überdruß durchgehechelten Forderungen folgen umgehend. Der Zölibat sei nicht mehr zeitgemäß, die Morallehre der Kirche müsse auf den Prüfstand, überhaupt hätte die Kirche jene glückvolle Öffnung zur Welt, die angeblich das letzte Konzil erklärte hätte, endlich konsequenter zu praktizieren - so als hätte es keine Missionsorden, keine Jesuiten, die nach Indien und China gingen, keine barmherzigen Schwestern und all jene Katholiken nicht gegeben, die an ihrem Platz, in ihrer Welt die frohe Botschaft verkündigt haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie verkündigten ihn im Geist aller Zeiten, jenem der heiligen Schrift und der ewigen Tradition der Kirche, nicht in jenem Geist, dessen Verfallsdatum schon morgen überschritten sein kann. Der Geist von heute oder morgen gibt keinen Halt. Wenn wir nur ihn hätten, wären wir ein Spielball wechselnder Mächte. Genau das ist es, was jene Mächte wollen - der Christ war diesen schon immer verdächtig, weil er sich nicht für das Heutige, Moderne, Beliebte einfach begeistern läßt, weil es heutig, modern und beliebt ist. Daher der zorngerötete Kampf der roten und brauen Barbaren gegen das katholische Christentum, die nicht derart leicht auf die Lehren nationaler Potentaten festzunageln waren, sondern eher auf das übernationale Rom hören wollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Will man wissen, wie das Zeitgeistige im Religiösen aussieht, wenn man es konsequent zu Ende denkt, braucht man sich heute nur den Zustand der Evangelischen Kirche Deutschlands anzusehen. Jede neue und oft schon sehr alte, längst widerlegte Flause des Zeitgeistes wird zum Wehen des heiligen Geistes erklärt - siehe jene unsägliche Anbiederung der Frau Käßmann im Münchner Liebfrauendom an Pharmaindustrie und die grau gewordenen pressure groups des Feminismus um jeden Preis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So ist mit Kirche höchstens Staat zu machen, aber der Berufung des Christlichen nur ein Bärendienst zu erweisen. Diese Berufung haben gerade jene klar und deutlich erkannt, die den Zeitgeist des vergangenen Jahrhunderts in seiner schlimmsten Form erleben mußten. Der russische Adelige Ivan von Kologrivov, der lange genug lebte, um die rote Diktatur mit ihrer mörderischen Weltverbesserungslehre und deren braune Verwandte zu erleben, widmete sein Buch "Das Wort des Lebens" seiner "unvergeßlichen, in Gott verewigten Zarin, am 16./17. Juli 1918 in Jekaterinburg ermordet". In diesem Buch schreibt er:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Es genügt, das Wort vom Geist und die Form vom Inhalt zu trennen! Wer nicht weiß, was Sünde und Erlösung ist, wem Jesus von Nazareth nicht Gottes Sohn ist, von Ewigkeit zu Ewigkeit, wer in der Kreuzigung nur eine bedauerliche und eigentlich überflüssige Hinrichtung sieht und nicht weiß und glaubt, daß hier die Substanz der Schöpfung von Sünde und Tod gereinigt wurde, wer denkt, daß es nur um soziale Güte, um menschliche Tugend geht und nicht um das ewige Leben, um die Teilnahme am Leben Gottes, dem ist das Christentum eine bloß geschichtliche Erscheinung, die dazu noch ihr Alter und ihren Ursprung gegen sich hat: "eine Religion" neben anderen. Es ist nicht die ewige Wahrheit, die Offenbarung Gottes, die in Jesus geschehen ist."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diesen überzeitlichen Stachel will man auch heute der Kirche wieder nehmen. Der Streit um Zölibat und scheinbar periphere Lehrfragen erscheint nur auf den ersten Blick als Nebenkriegsschauplatz. Er zielt ins Herz der Kirche und des christlichen Glaubens.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-5489917445583474039?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/5489917445583474039/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/05/der-pfingstliche-geist-aller-zeiten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/5489917445583474039'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/5489917445583474039'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/05/der-pfingstliche-geist-aller-zeiten.html' title='Der pfingstliche Geist aller Zeiten'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_j8anni3II/AAAAAAAAAHI/7bEcBQh-6Tw/s72-c/Z-AlexandraRomanova1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-5185363073236275221</id><published>2010-05-17T03:48:00.000-07:00</published><updated>2010-05-18T00:37:15.098-07:00</updated><title type='text'>Der Ichling von Oberammergau</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_JDmJoxExI/AAAAAAAAAHA/08rWLOvF3hI/s1600/Z-Oberammergau1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_JDmJoxExI/AAAAAAAAAHA/08rWLOvF3hI/s320/Z-Oberammergau1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5472510819909571346" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der katholische Zeitkritiker Erik von Kuehnelt-Leddihn prägte zwei sehr eigene Begriffe, um die Mailaise der Modernen auf den Begriff zu bringen - die "Ichlinge", die ihre begrenzte Weltsicht zum Maßstab machen, und die "Ibkas" - "Ich bin katholisch, aber..."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Begriffe können einem in den Sinn kommen, wenn man das derzeitige Treiben im schönen Oberammergau verfolgt. Die Vorväter der heutigen Darsteller leitete noch das Gelübde, das man vor dem Herrgott abgelegt hatte, nicht die Selbstverliebtheit eines Münchner Volkstheater-Regisseurs. Das Gelübde sei nur "historischer Background", ein "netter Glaube", eine "schöne Geschichte", die heute keiner mehr nachvollziehen könne. Diese Geschichte, das Passionsspiel, werde nur weiterbestehen, meinte Stückl, "wenn wir uns darum immer wieder raufen", "wenn wir versuchen, [es] neu zu erzählen".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So spricht der Herr des modernen Regietheaters auch, wenn er Lessing, Kleist oder Kroetz inszeniert. Ein Passionsspiel verlangt aber mehr, möchte man meinen. Stückl wehrt sich dagegen, Jesus auf den Leidenden zu reduzieren - "Man darf Jesus nicht reduzieren." Stückls Rede von "Jesus" ist schon Reduktion, weil sie den Christius ausblendet, den Auferstandenen, der, der uns von Sünde und Tod erlöst hat. In Stückls Passions-Inszenierung ist auch mehr vom "menschlichen Umdenken", zu der Jesus aufgefordert hätte, von den "Ideen" die Rede, die Jesus, so Stückls Meinung, ans Kreuz gebracht hätten. Die Opfertheologie, die Grundlage der Erlösung ist - Christus starb stellvertretend für unsere Sünden am Kreuz - beseitigt Stückl mit einem Federstrich: "Ich glaube nicht an einen Jesus, den der liebe Gott - das lieb sei schon in Frage gestellt - auf die Erde schickt, damit er geschlachtet werden kann - und durch dieses Schlachtopfer soll dann die Menschheit befreit sein."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit wenigen Worten schiebt Stückl alles beiseite, was das Gelübde der Oberammergauer vor mehr als dreihundert Jahren ausmachte, was Kern der Passionstheologie und Dogma der Kirche ist. Und der offiziell für die Passionsspiele bestallte Theologe und auch der Münchner Erzbischof nicken dazu. Der eigentliche, der historische Jesus sei der Wesentliche, erklärt Stückl. Er könne nur den Menschen darstellen, alles andere, der Verweis auf das Göttliche sei einfach nur Behauptung, reine katholische Eitelkeit, die sich gegenüber anderen schon auf der sicheren Seite wüßte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das hat mit Aktualisierung, mit Neubelebung des Gelübdes, wie der emeritierte Pastoraltheologe und Berater der Passionsspiele, Ludwig Mödl, meint, nichts mehr zu tun. Das ist auch keine Neuerfindung mehr, das ist offene Verfälschung, die die alten, lebten sie denn noch, als solche erkennen würden, und gegen die sich stellenweise auch heute Widerstand unter den Oberammergauern regt. Aber was vermag solcher Protest gegen das feministische Gerede Stückls von den starken Frauen, die mehr Mut bewiesen hätten als die Männer? Der zeitgeistige Ehrgeiz wird nachgerade lächerlich, wenn eine Frau Pilatus die Geißel aus der Hand reißen und sagen darf, er solle aufhören. Stückl findet das "total gut". Auch daß die Dan-Brown-Mär von der Liebesbeziehung zwischen Jesus und Maria Magdalena spielerisch angedeutet wird, oder daß eine verheiratete Frau heute die Muttergottes spielen darf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1990, als das erstmals geschah, hätten gerade die Frauen am meisten geschimpft, was Stückl befremdet hätte. Für diese Frauen war damals das Passionspiel noch Ausdruck des Gelübdes, kein reines Theater. Es war die Anstrengung eines ganzen Dorfes, das Opfer Christi am Kreuz so weit wie irdisch möglich nachzuvollziehen, um sich damit das Wohlgefallen Gottes zu erwerben. Heute ist es tatsächlich, wie Stückl meinte, ein "soziales Event" geworden. Dazu passt auch, daß vor der Premiere ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert wurde statt einer heiligen Messe, in der das, was auf der Bühne später gezeigt wird, tatsächlich, wenn auch in unblutiger Weise stattfindet. Unter Stückl ist das Spiel immer mehr reines Theater geworden, womit Kritik an theologischen Irrwegen, populistischem Feminismus oder Muslimen, Protestanten und aus der Kirche Ausgetretenen, die am Spiel mitwirken, obsolet geworden ist - so obsolet wie das Gelübde.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-5185363073236275221?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/5185363073236275221/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/05/der-ichling-von-oberammergau.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/5185363073236275221'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/5185363073236275221'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/05/der-ichling-von-oberammergau.html' title='Der Ichling von Oberammergau'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_JDmJoxExI/AAAAAAAAAHA/08rWLOvF3hI/s72-c/Z-Oberammergau1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-7161460641736212503</id><published>2010-05-14T12:48:00.000-07:00</published><updated>2010-05-17T03:39:53.339-07:00</updated><title type='text'>ÖKT und die große Seelenmassage</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_EcxzY2-zI/AAAAAAAAAG4/C7pGr3tuX30/s1600/Z-%C3%96KT2.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 226px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_EcxzY2-zI/AAAAAAAAAG4/C7pGr3tuX30/s320/Z-%C3%96KT2.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5472186664165505842" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Schriftsteller Martin Mosebach ist der lebende Beweis dafür, daß es trotz all der geifernden Papstfeinde, aufgekratzten Kirchen-von-unten-Funktionäre und ewigen Reformsalbader noch Menschen gibt, die sich ihren Sinn für das Katholische bewahrt haben. In einem Interview mit dem Magazin einer (nur nach der Auflage) großen süddeutschen Zeitung meinte er, ihm gehe der Ökumenische Kirchentag schon deswegen gegen den Strich, weil "Kirche nichts von einem Wellnessausflug haben darf".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der bayerische Ministerpräsident, die Bundeskanzlerin und auch der ehemalige EU-Parlamentsvorsitzende Poettering waren anderer Meinung. Vom Kirchentag gehe ein Glaubenssignal aus - so der CSU-Chef auf dem Kirchentagsempfang von CSU und CDU am vergangenen Freitag. Nach Diktatur und Krieg hätten sich die deutschen Christen in "ökumenisch verfassten Parteien" zusammengefunden, weil sie eingesehen hätten, daß die Zeiten des Konfessionellen vorbei wären. Man frage einmal Adenauer, ob er sich als Chef einer "ökumenischen" Partei gesehen hätte oder nicht vielmehr einer überkonfessionellen, was einen gewaltigen Unterschied ausmacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn im Unterschied zur selbst protestantisch alles andere als gefestigten aktuellen Bundeskanzlerin war sich der katholische Adenauer und dessen protestantische Parteikollegen ihres Glaubens sicher. Der Glaube war für sie kein beliebiges Werte-Einerlei, das man in einem gemeinsamen Topf kräftig umrührt, damit dann das, was die Kanzlerin als Kernbestand des Christlichen beschrieb, herauskäme - Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Katholische bzw. Christliche wird auf einen weltlichen Gestaltungsauftrag reduziert - Mitmenschlichkeit, Nachhaltigkeit, Friede, Freude, Eierkuchen. So kann dann selbst die mittlerweile nicht mehr allzu christliche Politik der Unionsparteien das Christliche prägen, wie die Kanzlerin in gewohnter Platitüdenhaftigkeit meinte. So schön und wichtig das alles ist, verfehlt es doch das Wesen der christlichen Botschaft, die ohne das Transzendente eine Jungfrau ohne Kopf ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Freilich, nichts fürchtet der zeitgeistige Christ und Politiker mehr als für nicht weltlich, für fromm, also weltfern gehalten zu werden. Man müsse sich einmischen, man dürfe die Menschen nicht auf das Jenseits vertrösten, schallt es monoton auch aus den Pressestuben der Bischofspalais. Die Weltverliebheit, das Wellness-hafte, das ewige Wohlgefühlige, das wird vom Ökumenischen Kirchentag übrigbleiben, kein Glaubenssignal. Denn die Dauerfröhlichkeit, das "Sektenlächeln", von dem Mosebach spricht, hat mit dem wahren Wesen des Glaubens und der Kirche, mit dem Ernst der Entscheidung, vor der wir im Angesicht der ehrfurchtgebietenden Größe, aber auch der Barmherzigkeit Gottes stehen, nichts zu tun.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-7161460641736212503?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/7161460641736212503/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/05/okt-und-die-groe-seelenmassage.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/7161460641736212503'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/7161460641736212503'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/05/okt-und-die-groe-seelenmassage.html' title='ÖKT und die große Seelenmassage'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_EcxzY2-zI/AAAAAAAAAG4/C7pGr3tuX30/s72-c/Z-%C3%96KT2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-6159840542237307362</id><published>2010-05-12T05:43:00.000-07:00</published><updated>2010-05-12T06:07:30.763-07:00</updated><title type='text'>ÖKT und andere Verwirrungen</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S-qne3NWCuI/AAAAAAAAAGw/Gpx2vmxtGBs/s1600/Z-%C3%96KT1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 226px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S-qne3NWCuI/AAAAAAAAAGw/Gpx2vmxtGBs/s320/Z-%C3%96KT1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5470368846052723426" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wenige Stunden bevor sich der Vorhang über dem religiösen Großereignis hebt ließ sich der evangelische Landesbischof vernehmen. Man sei hoffungsfroh, denn die Gemeinsamkeiten zwischen den Konfessionen seien doch groß. Den Menschen von heute seien die konfessionellen Unterschiede ohnehin nicht mehr zu erklären.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hat man es denn versucht? Oder liegt das Problem nicht eher darin, daß man sich mittlerweile weniger als geistlichen Faktor, als Kirche denn als sozialpolitische Organisation sieht. Die Unterschiede müsse man begraben, so der Landesbischof, ansonsten werde man gesellschaftlich nicht mehr wahrgenommen. Die Kirche nicht als Heilsvermittlungsinstanz, sondern als weltliche Sinnvermittlungsagentur, die aus Tradition noch gewisse Transzendenzen mitschleppt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kein Wunder, kann man nur sagen, daß die Hirtenworte der Bischöfe ob protestantischer oder katholischer Couleur immer mehr nach den Programmpapieren der Bundespolitiker klingen. Man müsse mehr auf den sozialen Ausgleich achten. Der Staat dürfe nicht über seine Verhältnisse leben. Die Umwelt dürfe über allem Gewinnstreben nicht vergessen werden, usw. usf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Politiker, die dafür gewählt sind, verlieren sich schon in allgemeinem Phrasendreschen, ohne daß ihnen der Wähler noch zutraut, etwas voranzubringen. Und nun verlegt sich auch noch das Kirchenpersonal, das niemand dafür gewählt hat, auf ein Feld, auf das sie nur begrenzten Einfluß haben, und läßt das im Stich, was ihre Kernkompetenz ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber diese Kernkompetenz sei ja nur Theologengezänk, das der heutige Mensch nicht mehr nachvollziehen könne. Man hört's und ist erstaunt. Daß Luther die römische Kirche angeklagt hatte, sie verfehle den Sinn der Heiligen Schrift, den die neue, protestantische Bewegung wieder freigelegt und damit den Menschen befreit hätte - davon kein Wort. Daß die Protestanten sich vom Heil entfernt haben, weil sie die Kirche, wie sie der Heiland wollte, ablehnen - davon hört man auch von den katholischen Bischöfen kein Wort mehr. Denn schließlich zählt viel mehr, daß man noch gesellschaftlich positioniert ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kein Wunder, daß die Leute der/den Kirche(n) den Rücken kehren. Wer so mit seinem heilsgeschichtlichen Auftrag umgeht, den er noch vor kurzem mit aller Verve verteidigt hat, darf sich nicht wundern, wenn er unglaubwürdig wird - der selbstgemachte Abstieg von der alleinseligmachenden Lehre zur Parteimeinung.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-6159840542237307362?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/6159840542237307362/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/05/okt-und-andere-verwirrungen.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/6159840542237307362'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/6159840542237307362'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/05/okt-und-andere-verwirrungen.html' title='ÖKT und andere Verwirrungen'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S-qne3NWCuI/AAAAAAAAAGw/Gpx2vmxtGBs/s72-c/Z-%C3%96KT1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-7672288851125682681</id><published>2010-05-09T23:45:00.000-07:00</published><updated>2010-05-10T01:29:48.707-07:00</updated><title type='text'>Biedermänner und BrandstifterInnen</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S-fBsBoqSvI/AAAAAAAAAGo/jdEYPQZM8dQ/s1600/Z-Kirchenkritik1.gif"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S-fBsBoqSvI/AAAAAAAAAGo/jdEYPQZM8dQ/s320/Z-Kirchenkritik1.gif" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5469553234562140914" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wer nicht merke, daß die Massenmedien momentan eine Kampagne gegen die Kirche führen, der hätte Tomaten auf den Augen - so der Papst-Biograph und Bestseller-Autor Peter Seewald. Die Massenmedien wollen davon natürlich nichts wissen. Sie würden ja nur der Aufklärung dienen, so das scheinheilige Gerede der Biedermänner.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer die krassen Einseitigkeiten der Berichterstattung kritisiert, sieht sich schnell ins Aus gedrängt. Der ehemalige Sprecher Mixas, Dirk Hermann Voß, hätte in der "Katholischen Sonntagszeitung" ein "verquastes Rückzugsgefecht" geführt. Solchen konservativen Apologeten, die Mixa "weiter als Opfer einer Medienkampagne" verteidigten, stünden die Gläubigen gegenüber, die auf erhellende Antworten aus dem Domkapitel warten würden, heißt es in einem Kommentar einer großen süddeutschen Zeitung vom Wochenende.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Darauf brauchen die nicht mehr zu warten. Den Stab hat die Zeitung längst gebrochen. Die Überschrift eines Artikels lautet denn auch "Nun noch ein Verdacht auf sexuellen Mißbrauch" - so als wäre das Sündenregister schon lang genug. In den folgenden Artikeln verschwimmt der Verdacht unter der Hand zur Gewißheit. Diese Art journalistischer "Aufklärung" wird noch verschlimmert durch die Illoyalität und Selbstgerechtigkeit manches Klerikers, der nichts bessers zu tun weiß als seinen schon am Boden liegenden Oberhirten noch zu treten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von "unseligem Treiben" redet ein "Moraltheologe" von der Universität Augsburg. Eine Rückkehr Mixas läßt in einem Artikel zitierte Pfarrer "frösteln", denn dann ginge die Abstimmung mit den Füßen weiter: "Wir verlieren so viele Gläubige, dass wir unsere Sonntagsgottesdienste dann nur noch in der Seitenkapelle abhalten können". Was einen wirklich frösteln läßt ist die unchristliche Selbstgerechtigkeit, die aus diesen unerleuchteten, überheblichen Worten spricht. Für diesen Klerus ist es scheinbar besser, mit der Meute zu heulen, wenn man nur als geduldetes Anhängsel einer kirchenfernen Gesellschaft im Kirchenschiff bleiben darf.  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob Mixa schuld ist, daß seine Schuld noch erwiesen werden müßte, daß das Verfahren erst eingeleitet wurde - das spielt alles keine Rolle. "Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet!" Daß eine kirchenfeindliche Medienmeute kein gutes Wort für einen Kirchenmann findet, der der modernen, verblendeten Gesellschaft, deren Sprachrohr diese Medien sind, immer wieder ins Gewissen redete, kann nicht verwundern. Aber daß aus den eigenen Reihen aus kleinlichsten Motiven geschossen wird, das ist und bliebt eine Schande.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es kann auch niemanden verwundern, daß die ewig Kirchenbewegten, die "Kirchen-von-unten"-Krakeler und "Wir-sind-Kirche"-Hobby-Häretiker und die permanenten Gesellschaftsveränderer sich in unterirdischsten Anwürfen überbieten - nur der hysterische, maßlose Tonfall macht frösteln. So hatte doch die Grünen-Bundesvorsitzende Roth, die Mixa schon als "durchgeknallten Fundi" beschimpft hatte, die Stirn, von "einer nicht für möglich gehaltenen moralischen Verkommenheit und bodenlosen Scheinheiligkeit" zu reden - mit der Einschränkung, "wenn sich die jetzt erhobenen Vorwürfe" bestätigen würden. Das sagt ausgerechnet die Vorsitzende eines politischen Vereins, der jede moralische Verkommenheit vom Ruch des gesellschaftlich Anstößigen befreien will und das auch über weite Strecken geschafft hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Christian Weisner von "Wir sind Kirche" meinte in maßloser Selbstüberschätzung entsprechend dem anmaßenden Titel seiner "Reformbewegung", der gegen Mixa erhobene Verdacht sei "eine schockierende Nachricht". Sie werfe "dunkle Schatten auf die gesamte katholische Kirche in Deutschland". Hans-Ulrich Jörges vom "Stern" hatte unlängt von der Kirche als einer Verbrecherorganisation gesprochen. Peter Wensierski vom "Spiegel" hatte gefragt, wie lange der Staat sich noch eine fundamentalistische, Rom-ergebene und rückwärtsgewandte Kirche, wie sie sich der derzeitige Papst vorstelle, leisten wolle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das sind, wenn es nicht so platt wäre, die alten Parolen der uralten, verstaubten, aber heute wieder taufrischen "Los-von-Rom"-Bewegung, die fatale Jünger hatte. Gemeinsam ist ihnen allen der Haß auf eine Institution, die die ewige Wahrheit gegen den immer wieder auftretenden Wahn des Zeitgeistes verteidigt. Zu diesem Wahn gehört die flagrante Selbstgerechtigkeit, die jemanden schuldig spricht, nicht weil er schuldig wäre, sondern weil seine Ideen mißliebig sind. Das macht wahrhaft frösteln...        &lt;br /&gt;          &lt;br /&gt;Sollte Mixa freigesprochen werden, wird sich irgendwo ein kleiner Eintrag im hinteren Teil jener Zeitungen finden, denen kein Grund zu billig war, einen verdienten Menschen, weil er Kirchenmann ist, öffentlich hinzurichten. Der Augsburger Diözesanratsvorsitzende Helmut Mangold, der freilich auch vorauseilend "schockiert" war, sagte richtigerweise: "Unabhängig davon, wie die Vorermittlungen ausgingen, bleibe allerdings sicher viel hängen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und nur darum geht es den "Aufklärern": Aliquid semper haeret!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-7672288851125682681?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/7672288851125682681/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/05/biedermanner-und-brandstifterinnen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/7672288851125682681'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/7672288851125682681'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/05/biedermanner-und-brandstifterinnen.html' title='Biedermänner und BrandstifterInnen'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S-fBsBoqSvI/AAAAAAAAAGo/jdEYPQZM8dQ/s72-c/Z-Kirchenkritik1.gif' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-6112381258707054723</id><published>2010-04-23T03:05:00.000-07:00</published><updated>2010-04-23T03:36:21.394-07:00</updated><title type='text'>Mixa und die journalistische Schäbigkeit</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S9F3IYtIGwI/AAAAAAAAAGg/olRAvIatiYM/s1600/Mixa2.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 253px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S9F3IYtIGwI/AAAAAAAAAGg/olRAvIatiYM/s320/Mixa2.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5463278808931506946" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wer wird als nächstes zum Abschuß freigegeben? Über wen darf die Presse als nächstes herfallen, und der öffentlichen Verachtung preisgeben? Gilt in diesem Staat noch die Unschuldsvermutung, oder reicht es, daß jemand einen Priestertalar oder Mitra trägt, um ihn zur Unperson zu erklären?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das sind Fragen, die sich jeder stellen sollte, dem nicht unbedingt die Kirche, aber unsere Kultur am Herzen liegt. Um diese Kultur zu schützen, gilt das Prinzip "in dubio pro reo" - im Zweifel für den Angeklagten. Doch im Fall Mixa reichten Verdachtsmomente, die die Journaille genüßlich auswalzte. Es mag unglücklich gewesen sein, daß sich der Augsburger Bischof zuerst nicht erinnen konnte, und dann nachschob, es könne durchaus sein, daß ihm einmal die Hand ausgerutscht sei. Aber es ist eine ausgemachte Sauerei, wenn das von der Presse ohne jeden konkreten Hinweis in die Nähe des Kindesmißbrauchs gerückt wird!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit solchen Unterstellungen sollte der Bischof öffentlich unmöglich gemacht werden. Er wurde, man kann es nicht anders sagen, medial hingerichtet. Wen trifft es als nächsten? Wer wird als nächstes der Kanaille zum Fraß vorgeworfen, weil er Dinge ausspricht, die die verfasste Meinung nicht hören will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Momentan ducken sich die Herren Marx und Zollitsch, und die Herren von der christlichen Partei heulen mit der Meute. Mixas "Amtsbrüder" und auch sich christlich nennende Politiker hätten ihm beispringen sollen. Die Sorge, sich selbst aus der Schußlinie zu bringen, überwog. Doch es ist höchste Zeit, daß die Herren merken, daß man nicht nur auf einen Einzelnen der Ihren zielt. Man zielt in das Herz der Kirche. Man will sie als Ganzes und mit ihr den Glauben diskreditieren.       &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deshalb ist es so verlogen, wenn Herr Deckers von der angeblich seriösen "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" schreibt, es bleibe eine Kirche, "in der Priester wie zur Zeit der Reformation dem Generalverdacht ausgesetzt sind, unter dem Deckmantel ihres geistlichen Amtes allzu Weltliches zu treiben. Nun hat ein Bischof durch sein Verhalten auch das Bischofsamt in einen Misskredit gebracht. Die Auswirkungen sind noch nicht abzuschätzen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer hat den Generalverdacht in die Welt gesetzt, und wer heizt ihn noch ständig mit Insinuationen an?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-6112381258707054723?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/6112381258707054723/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/04/mixa-und-die-journalistische.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/6112381258707054723'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/6112381258707054723'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/04/mixa-und-die-journalistische.html' title='Mixa und die journalistische Schäbigkeit'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S9F3IYtIGwI/AAAAAAAAAGg/olRAvIatiYM/s72-c/Mixa2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-2479642853898963706</id><published>2010-03-25T02:34:00.000-07:00</published><updated>2010-03-25T04:07:13.920-07:00</updated><title type='text'>Medienschelte</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S6tCPiarR0I/AAAAAAAAAGY/5PZaQBJS2Fc/s1600/Z-Aurelius.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 213px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S6tCPiarR0I/AAAAAAAAAGY/5PZaQBJS2Fc/s320/Z-Aurelius.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5452524608566282050" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Medien haben in unserer Gesellschaft den wichtigen Auftrag, der zugleich eine ungeheuere Verantwortung bedeutet, politische, wirtschaftliche und andere Vorgänge von Belang kritisch zu beobachten und wenn nötig Protest einzulegen, wo Mißbrauch oder Schlimmeres vermutet wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier haben wir schon das Stichwort. Mißbrauch sollte man als Journalist nicht nur grundsätzlich beim anderen unterstellen, sondern ihn auch in den eigenen Reihen erkennen können. Andernfalls liegt die Selbstgerechtigkeit, die Versuchung nahe, sich als höheres Gewissen zu gebärden, obwohl man selbiges schon längst an andere Interessen abgegeben hat - an die Auflagenhöhe oder die Sensationslust der Massen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nichts anderes hat dieser Tage der Regensburger Bischof kritisiert, und das vollkommen zu recht. Wenn Chorknaben der Domspatzen nicht mehr suggestiv, sondern brutal und direkt von sogenannten Journalisten gefragt werden, wie sie es denn in diesem "Sündenpfuhl" aushalten könnten, erübrigt sich jede Diskussion über Moral und Anstand der schreibenden Klasse.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber wie reagiert die? Niemand, dem die Mißbrauchsopfer am Herzen liegen, kann sich gegen Aufklärung wehren. Der Papst hat selbst in seinem Brief an die irischen Bischöfe die Schuld bekannt, die Täter an ihre schwere Schuld vor Gott und den Menschen erinnert, und sich zu jeder Form der Zusammenarbeit mit den staatlichen Stellen bereit erklärt. Jeder Mensch guten Willens muß, wenn er den Brief liest, erkennen, daß der Papst gar nicht anders kann als den Mißbrauch als Verbrechen gegen alles was der Kirche heilig ist zu verurteilen. Der Papst erkennt aber auch die wahre Tragweite des Problems. Wir müssen alle in uns gehen, um dem Mißbrauch in der Kirche und der Gesellschaft zu begegnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber genau das scheint die Herren von der Presse zu stören. Alles wird mit unerträglicher Impertinenz auf die Kirche allein, einzig und ausschließlich zugespitzt. Selbst Alice Schwarzer ermahnte die deutsche Justizministerin, sich nicht auf die Kirche zu kaprizieren, sondern das Thema Mißbrauch als globales gesellschaftliches Problem anzugehen. Denn mit der pauschalen Kirchenschelte ist keinem der Opfer gedient, nur denen, die sich schon immer ihr Mütchen an der ach so verknöcherten, rückständigen Kirche kühlen wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und das darf man denen, die Priester unter Generalverdacht stellen, die jeder Klosterschwester üble Motive unterstellen, die sich nicht scheuen, die Kirche als "kriminelle Organisation" darzustellen, nicht vorhalten? Man darf sie nicht an ihre Pflicht zur sachlichen Aufklärung erinnern? Wenn man das tut, betreibe man eine "unterträgliche Medienschelte"! Wohin sind wir gekommen, daß sich die Medien für unfehlbar erklären?      &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Folgen des faktenresistenten, emotions- und ressentimentgesteuerten Journalismus machen sich bereits bemerkbar. In Dinkelsbühl wurde ein Reliquienschrein zerstört und das Sekelett des Märtyrers Aurelius geschändet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bild: Abendzeitung&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-2479642853898963706?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/2479642853898963706/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/03/medienschelte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/2479642853898963706'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/2479642853898963706'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/03/medienschelte.html' title='Medienschelte'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S6tCPiarR0I/AAAAAAAAAGY/5PZaQBJS2Fc/s72-c/Z-Aurelius.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-3186199642894117297</id><published>2010-03-23T05:55:00.000-07:00</published><updated>2010-03-23T06:31:51.620-07:00</updated><title type='text'>Furor teutonicus II</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S6jAAoNB-7I/AAAAAAAAAGQ/3QmFmmRn2fQ/s1600-h/Z-BigBrother.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 272px; height: 320px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S6jAAoNB-7I/AAAAAAAAAGQ/3QmFmmRn2fQ/s320/Z-BigBrother.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5451818465956592562" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Sprache ist ja absolut entlarvend. Wer mit ihr Schluder treibt, dessen Gedankengänge sind meist auch nicht klar. Er macht sich nicht bewußt, daß jedes Wort, das er benutzt und wie er es benutzt, einen Einblick in sein Innenleben zuläßt. Dabei wollen wir uns gar nicht bei den alltäglichen Sprachverhunzereien aufhalten à la "das macht Sinn" und den unseligen Anglizismen. Hier soll es uns konkret darum gehen, daß vielen Katholiken offenbar das Verständnis für die Kirche völlig abhanden gekommen zu sein scheint.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer heute den Aufgeregten über die Mißbrauchsfälle zuhört, die nun angeblich in Massen aus der Kirche austreten, der kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß sie nicht aus der Kirche Jesu Christi, sondern aus einem Hasenzüchterverein austreten. Über den Papst wird geschimpft als ob es zwischen ihm und dem Vorstandvorsitzenden eines Dax-Unternehmens keinen Unterschied gäbe. Die Verfehlungen und Verbrechen des "Personals" der Kirche werden abgehandelt wie auf der Jahressitzung des Kleingärtnervereins.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Bewußtsein, daß die Kirche an sich in eine höhere Ordnung gehört, scheint verschwunden. Jeder Papst, jeder Priester wie auch jeder Gläubige kann fehlen, kann sich versündigen, kann ein Verbrechen begehen, für das sich jeder einzelne zu verantworten hat. Aber in letzter Instanz eben nicht vor einem irdischen Gericht, das genauso fehlbar ist und keine absolute Gerechtigkeit kennen kann, sondern vor dem ewigen Richter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier liegt die Kurzsichtigkeit und der alte, anscheinend nicht zu beseitigende Irrglaube gerade der Deutschen, auch der deutschen Katholiken, an weltliche Institutionen. Daß die Versuchung zum Menschen gehört, daß uns der Herr davor bewahren möge, wie man als Christ jedesmal im Vaterunser betet, das wird vollkommen vergessen. Nun seien die Therapeuten gefragt, die Kontrolleure, die Staatsanwälte, der große Bruder - die ewige autoritäre Versuchung der Deutschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stattdessen wäre es an der Zeit, endlich aus den grauenhaften Mißbrauchsfällen zu lernen - daß keine noch so gute Kontrolle uns vor uns selbst schützen kann, es sei denn die Einsicht in unsere Versuchungen, unsere Fehlbarkeit, unsere Neigung zum Schlechten. Das hat uns Christus gesagt, als er die Ehebrecherin in Schutz nahm: Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Aber gerade "zeitgemäße" Schriftausleger haben uns immer wieder zu verstehen gegeben, daß die Ehebrecherin keine Lehren zu ziehen hätte, daß uns Gott "so annehmen würde wie wir sind".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Böse ist für sie keine Kategorie mehr, genausowenig wie das Heilige, und deshalb verstehen sie auch die Kirche nicht mehr. Sie sagen ihr Ade wie ihrem Sportverein. Daß sie den brauchen, um Fußball spielen zu können, ist ihnen sofort klar. Daß man glauben und ein besserer Mensch werden könne ohne die Kirche, da nicken die meisten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-3186199642894117297?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/3186199642894117297/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/03/furor-teutonicus-ii.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/3186199642894117297'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/3186199642894117297'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/03/furor-teutonicus-ii.html' title='Furor teutonicus II'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S6jAAoNB-7I/AAAAAAAAAGQ/3QmFmmRn2fQ/s72-c/Z-BigBrother.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-4660538069927779031</id><published>2010-03-16T06:56:00.000-07:00</published><updated>2010-03-16T07:38:09.884-07:00</updated><title type='text'>Die Zeichen an der Wand</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S5-WrdltU2I/AAAAAAAAAGI/ZKK6RyMbM3o/s1600-h/Z-OswaldSpengler.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 212px; height: 320px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S5-WrdltU2I/AAAAAAAAAGI/ZKK6RyMbM3o/s320/Z-OswaldSpengler.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5449239747562918754" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Man muß nicht bei jeder Gelegenheit den Untergang des Abendlandes beschwören. Es gibt Betroffenheits-Rhetoriker, die das ständig tun und uns dadurch nur noch auf die Nerven gehen. Man sollte aber auch nicht in das andere Extrem verfallen, wie kürzlich ein FAZ-Redakteur, der den Papst als "grottenschlechten Geschichtsphilosophen" verunglimpfte, nur weil ihm dessen Verfallsgeschichte der Moderne nicht passte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch die Zeichen mehren sich täglich, die nicht unbedingt auf eine Besserung der Dinge hinweisen. Das Thema Kindesmißbrauch und katholische Kirche wird von den Medien, mit wenigen rühmlichen Ausnahmen, auf einen Siedepunkt getrieben, der mit seriösem Journalismus wenig, aber sehr viel mit Kampagne und Polemik zu tun hat. Wer vor kurzem auf einem Nachrichtensender die "Diskussion" mit dem katholischen Journalisten Martin Lohmann, einem Stern-Redakteur und einem hinlänglich bekannten Moderator verfolgte, konnte es mit der Angst zu tun bekommen. Was dort geboten wurde, war keine Diskussion, das war ein reines Kesseltreiben - dem jedoch Lohmann couragiert widerstand. Suggestivfragen schraubten die Polemik und die kalte Aggression in eine unerträgliche Höhe, die nur noch ein Ziel vor den verblendeten Augen hatte: nicht die mißhandelten Kinder, sondern das Haßobjekt Kirche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und damit nicht genug: die nächste Sendung, die angekündigt wurde, sollte sich dem Thema "Arm und Reich" widmen. Suggestive Bilder von sektschlürfenden Nichtsnutzen wurden mit schwer arbeitenden Krankenschwestern kontrastiert, untermalt von düster-drohender Musik. Im Geschichstunterricht ist uns beigebracht worden, daß die Weimarer Republik nicht an ihren Institutionen oder ihrer Verfassung zugrundegangen wäre, sondern daran, daß ihr die Republikaner ausgingen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Demokratie lebt nur dann, wenn Probleme offen und sachlich diskutiert werden, wenn nicht das Schwarz-Weiß überwiegt - hier die Guten, die Schuldigen, dort die Bösen. Momentan nimmt jedoch eine öffentliche, will heißen mediale Diskussions-Unkultur überhand, die genau so arbeitet. Man muß Westerwelle nicht mögen. Aber die Art, wie seit Tagen ein Kesseltreiben veranstalt wird, nur weil er ein echtes Problem ungeschickt angesprochen hat, ist schlicht unerträglich. Die schlimme Botschaft wird nicht besser, wenn man den Überbringer öffentlich hinrichten läßt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein bedenkliches Zeichen ist es auch, wenn eine Gesellschaft, die vor dem Problem des Kindesmißbrauchs bis gestern noch die Augen verschloß und tausend Ausflüchte und Entschuldigungen fand bis hin zur Forderung nach Abschaffung von Straftatbeständen bei sexuellen Kontakten zu Minderjährigen, wenn dieselbe Gesellschaft heute auf ein Häuschen zeigt und lauthals Feuer schreit, während die eigene Burg lichterloh in Flammen steht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kirche hat bisher noch die schlimmsten Zeiten überstanden. Demokratische Gesellschaften sind dagegen zerbrochen, weil ihre Prinzipien zu leeren Hülsen verkamen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-4660538069927779031?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/4660538069927779031/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/03/die-zeichen-der-wand.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/4660538069927779031'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/4660538069927779031'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/03/die-zeichen-der-wand.html' title='Die Zeichen an der Wand'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S5-WrdltU2I/AAAAAAAAAGI/ZKK6RyMbM3o/s72-c/Z-OswaldSpengler.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-1399584499553014709</id><published>2010-03-11T01:31:00.000-08:00</published><updated>2010-03-11T04:53:26.438-08:00</updated><title type='text'>Ecrasez l'infame!</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S5jKC5RncFI/AAAAAAAAAGA/KhzfpK1wne0/s1600-h/Z-Grab3.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S5jKC5RncFI/AAAAAAAAAGA/KhzfpK1wne0/s320/Z-Grab3.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5447325900387872850" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Es sollte hinlänglich bekannt sein, die Geschichte zeigt es, dennoch wird es ebenso gern unterschlagen: der Staat, der im 19. und 20. Jahrhundert sich eine Allmacht zuschrieb, die vorher unbekannt war, kann weltanschauliche Konkurrenz nicht ertragen. Die "Lufthoheit über den Kinderbetten", von denen vor nicht eben langer Zeit die Rede war, ist ein Beispiel dafür, genauso wie das Betreuungsgeld, das nur Familien erhalten, die ihre Kinder nicht selbst erziehen. Der Staat maßt sich einen Allvertretungsanspruch an, der durch die Realität nicht gedeckt ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ideologisch wird das seit jeher durch Kampagnen gegen den großen Gegner der "Aufklärung", der Emanzipation von geistiger Enge, untermauert, gegen jenen Gegner, gegen den sich die versammelte Meute der Journalisten und Bessermeinenden dieser Tage versammelt hat - gegen die katholische Kirche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit Tagen und Wochen werden die Schlagzeilen schreiender, ja im Grunde unverschämter. Es herrscht eine Stimmung, die jedem, der ein gutes Wort der Verteidigung für die Kirche findet, sofort Komplizenschaft unterstellt. Als gestern bei "Maischberger" der Salzburger Bischof Laun darauf hinwies, daß es in der Schwesterkirche durchaus mehr Mißbrauchsfälle gäbe, wurde er niedergeschrien. Daß eine Gesellschaft, die sich all das zugute hält, wogegen sich die Kirche angeblich wehrt, ein Vielfaches an Opfern häuslicher und anderweitiger Gewalt aufweist, fällt stillschweigend unter den Tisch. Apropos Schweigen, das ja gerade der Kirche vorgeworfen wird - ein katholischer Bischof meinte sehr treffend: "Das Verschweigen findet seit Jahrhunderten statt, nicht nur in der Kirche. Es findet statt in den Familien, in den Gemeinden, in den Gesellschaften. Warum pickt man sich nur die Kirche heraus?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denn eines dürfte jedem mittlerweile klar werden: es geht der aufgehetzten, selbstgerechten Öffentlichkeit nicht um die Opfer des Mißbrauchs. Sie sind nur billige Staffage einer Empörung, der die Kirche an sich ein Dorn im Auge ist. Wer studieren will, wie sich eine feindselige Stimmung aufbaut, in der Argumente und sachliche, ausgleichende Worte ins Leere laufen, in der der Generalverdacht herrscht, ohne Ansehung der Person und der Umstände, der hat dieser Tage alle Gelegenheit dazu. Denk ich an Deutschland in der Nacht...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-1399584499553014709?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/1399584499553014709/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/03/ecrasez-linfame.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/1399584499553014709'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/1399584499553014709'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/03/ecrasez-linfame.html' title='Ecrasez l&apos;infame!'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S5jKC5RncFI/AAAAAAAAAGA/KhzfpK1wne0/s72-c/Z-Grab3.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-2314710699774101253</id><published>2010-03-10T04:13:00.000-08:00</published><updated>2010-03-10T05:17:24.425-08:00</updated><title type='text'>Ein Brunnen für Bodenmais</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S5eabwyGwXI/AAAAAAAAAFw/c0ID95Mbut8/s1600-h/Z-Moderne.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 320px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S5eabwyGwXI/AAAAAAAAAFw/c0ID95Mbut8/s320/Z-Moderne.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5446992076070109554" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Sie lassen es sich nicht nehmen, uns, die einfachen Bürger aufzurütteln, zu verstören und unsere Sehgewohnheiten in Frage zu stellen. So oder ähnlich lautet das was jedesmal aus Künstlermund über den Äther tönt oder aus den Spalten des Kunstfeuilletons zu uns dringt, wenn ein neues Kunstwerk den öffentlichen Raum bereichern darf. Wohlwollend-herablassend wird dann auch jedesmal von den Unverständigen und Unaufgeschlossenen berichtet, die gegen dieses oder jenes moderne Kunstwerk protestieren. Das hat einen zweifachen Nutzen: Die Protestanten dienen als Projektionsfläche, um sich der eigenen "Modernität" zu versichern - seht her, da krakelen die, die daheim den röhrenden Hirsch über dem Esstisch haben - und der Künstler darf sich in der beliebten und geschäftsfördernden Gloriole sonnen, "umstritten" zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kunst hätte ja schon immer verstört, Sehgewohnheiten in Frage...wissen wir schon, mag schon sein, aber mit einem wesentlichen Unterschied: die heutige Kunst tut nichts anderes. Michelangelo hat mit seinem David den Menschen seiner Zeit ganz sicher ein anderes, neues Bild vom Menschen gegeben; wie auch die Gemälde eines Tischbein, Ingres oder Franz von Lenbach eine neue Vorstellung vermittelten. Aber es ging ihnen vor allem darum, ihre Kunstfertigkeit, ihren Genius am Objekt zu zeigen und ganz sicher auch darum, die Welt schöner zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Davon kann im Falle des neuen Brunnens in Bodenmais keine Rede sein. Da war niemand am Werk, der das Material, mit dem er arbeitet, liebt, der sich Gedanken darüber gemacht hat, ob sein Werk in die gewachsene Umgebung passt. Für die Moderne ist ohnehin typisch, daß sie auf Harmonie keinerlei Rücksicht nimmt. Angefangen von Architekten, die nichts dabei finden, ihre kahlen, ausdruckslosen Fassaden zwischen schöne, alte Gebäude zu kleistern, bis zu Künstlern, die von Regeln und Tabus nichts mehr wissen wollen, reicht die Liste der modernen Bilderstürmer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als in der Münchner Theatinerkirche ein weiterer moderner Bildstürmer zwischen spätbarocken Stuck seine kahle Altarinsel setzen wollte, erhob sich der Protest des Kirchenvolkes. Der Bildsturm um des Bildersturms willen wird nicht mehr hingenommen, auch weil die spätpubertäre Attitüde der modernen Kunst schlicht langweilig geworden ist. Das Regietheater ergeht sich in den immer gleichen Nuditäts- und Wahnsinnsorgien, und Malereien, die man so oder anders schon tausendmal gesehen hat, werden stereotyp als provokativ vorgeführt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S5eW24c2hLI/AAAAAAAAAFo/AEEiUzIFNeg/s1600-h/Z-BrunnenBodenmais.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S5eW24c2hLI/AAAAAAAAAFo/AEEiUzIFNeg/s320/Z-BrunnenBodenmais.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5446988143938405554" /&gt;&lt;/a&gt;              &lt;br /&gt;Wer heute gegen den Brunnen in Bodenmais ist oder gegen die hundertste "provokative" Inszenierung des Hamlet, ist nicht rückständig. Er ist weiter als die Propheten des ewigen Neuen um jeden Preis, nicht zuletzt um den der Schönheit - die ja in der Kunst irgendwann irgendwo noch einmal etwas gegolten haben soll.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-2314710699774101253?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/2314710699774101253/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/03/ein-brunnen-fur-bodenmais.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/2314710699774101253'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/2314710699774101253'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/03/ein-brunnen-fur-bodenmais.html' title='Ein Brunnen für Bodenmais'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S5eabwyGwXI/AAAAAAAAAFw/c0ID95Mbut8/s72-c/Z-Moderne.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-8704151434824076783</id><published>2010-03-01T05:45:00.000-08:00</published><updated>2010-03-01T10:02:06.301-08:00</updated><title type='text'>Der dunkle Schatten Roms</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S4vT9603qtI/AAAAAAAAAFQ/NGeFwW2wIO4/s1600-h/Z-Index4.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S4vT9603qtI/AAAAAAAAAFQ/NGeFwW2wIO4/s320/Z-Index4.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5443677635323865810" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Kulturkolumnist der Süddeutschen Zeitung und diverser anderer renommierter Printmedien, Alexander Kissler, der sich unter anderem ausführlich mit der verblödenden Wirkung des Fernsehens beschäftigt hat, meinte vor kurzem, das ZDF sei entbehrlich, denn sein Informations- und Unterhaltungswert tendiere gegen Null. Das verwundert nicht weiter, haben sich doch die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten nicht erst gestern in den allgemeinen Nivellierungs-Wettbewerb nach unten gestürzt - siehe den Techno-Hype um das neue heute-Studio, dem kein Content-Hype gegenübersteht. Die Gebührenmillionen kommen nicht mehr dem eigentlichen Zweck zu, für den die öffentlich-rechtlichen Sender geschaffen wurden - der seriösen Information und anspruchsvollen Unterhaltung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem "Ereignis- und Dokumentationskanal der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten" (Phoenix) lief gestern abend eine "Dokumentation" mit dem sprechenden Titel "Index - die schwarze Liste des Vatikan". Unser Fernsehonkel vom Dienst, Wolf von Lojewski, der einst das "heute journal" mit der "Sendung mit der Maus" kreuzte, stellte darin ebenso aufgekratzt-naiv dem Münsteraner Kirchenhistoriker Hubert Wolf Fragen zum Index der verbotenen Bücher, die dieser mit rollenden Augen und aufgeregt-theatralischer Geste beantwortete. Von "Beantworten" kann jedoch keine Rede sein, denn die Antworten lagen schon in Lojewskis Fragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Zuschauer weiß schon vorher, daß die Kirche den Dichter Heinrich Heine nur deshalb als Finsterling verfolgen ließ, weil er für Gedankenfreiheit und Demokratie eintrat. Wenn Lojewski den Index herauszieht, in dem eigentlich der Name Marx und dessen "Kapital" verzeichnet sein sollten, ahnt man/frau schon, daß die dort nicht stehen werden, und auch der Chef der braunen Mordbanden mit seinem "literarischen Machwerk" ist dort nicht zu finden, wundert sich Lojewski und schüttelt die schütteren Locken. Warum das so ist, erschließt sich auch sofort, da die römische Kirche zwar die beiden Totalitarismen des 20. Jahrhunderts verurteilte (siehe "Mit brennender Sorge"), aber doch den einen eher gewähren ließ als den anderen - siehe den "umstrittenen" Papst Pius XII. und dessen "Schweigen", das zwar hundertfach widerlegt ist, aber sich genauso zäh hält wie die Mär von der Wissenschaftsfeindschaft der Kirche im Fall Galilei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Informativ wäre die Sendung gewesen, wenn sie nicht Stereotypen bediente, sondern erklären würde. Zum Beispiel, daß die Kirche zuerst nach dem Gesetz des Seelenheils funktioniert. Die Kirche setzte Heine eben nicht auf den Index, weil sie dessen Glauben an die Republik nicht teilte - von der Sorte gab es genug Literaten, die nicht auf dem Index landeten -, sondern weil er vom Beichtsakrament bis zur Messe das Sanctissimum des Katholischen seinem wohlfeilen Spott preigab. Die Machwerke der Massenverführer aus Trier und Braunau sind im Index nicht zu finden, weil Rom sehr gut wußte, daß man einer totalitären Massenbewegung nicht mit Leseverboten beikommt. Aus den Dokumenten sei die Frage, warum Marx und Hitler nicht auf dem Index stünden, nicht zu beantworten, meinte Professor Wolf, denn die Dokumente zum Dritten Reich seien "noch nicht freigegeben", wobei er unterschlug, daß Rom umfangreiche Dokumentensammlungen zu den 1930er und 40er Jahren schon lange publiziert hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies und anderes interessierte nicht. Rom und sein "Geheimarchiv" und seine Glaubenskongregation erschienen von fataler Dunkelheit umhüllt, in der Geistes- und Fortschrittsfeindschaft gediehen, untermalt von unheildrohender Musik und bevölkert von Soutanenträgern mit verkniffenen Gesichtern. Hier fehlten nur noch Frau Ranke-Heinemann und der "Startheologe" aus der Schweiz, Hans Küng, der sich zum tausendsten Mal darüber beklagen durfte, daß der nach dem zweiten Vatikanum abgeschafften Indexkongregation irgendwann der Geduldsfaden gerissen war - angesichts eines Theologen, der merkte, daß er mit kirchenkritischer Theologie mehr verdient als mit kirchentreuer. Kein anderes Motiv steht hinter der raunenden Index-Schmonzette der Herren von ZDF und Phoenix, die den Zuschauer nicht klüger macht. Also, besser abschalten und Karlheinz Deschner, Hochhuth oder Dawkins lesen - die sind wenigstens unterhaltsam.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-8704151434824076783?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/8704151434824076783/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/03/der-dunkle-schatten-roms.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/8704151434824076783'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/8704151434824076783'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/03/der-dunkle-schatten-roms.html' title='Der dunkle Schatten Roms'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S4vT9603qtI/AAAAAAAAAFQ/NGeFwW2wIO4/s72-c/Z-Index4.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-332266850643357989</id><published>2010-03-01T04:25:00.001-08:00</published><updated>2010-03-01T04:57:27.452-08:00</updated><title type='text'>Es lebe die (Frauen)Quote!</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S4u4kx5_hRI/AAAAAAAAAFI/2i3Rzwlj5aU/s1600-h/Merkel6.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S4u4kx5_hRI/AAAAAAAAAFI/2i3Rzwlj5aU/s320/Merkel6.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5443647516618753298" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nun hat sie auch die CSU entdeckt, oder genauer gesagt die Justizministerin der CSU, Frau Beate Merk, die noch vor kurzem den Augsburger Bischof Mixa vor ungerechtfertigten Anwürfen zum Thema Kindesmißbrauch in Schutz genommen hat. Muß man die Tatsache, daß viele Frauen (und auch Männer) Zustimmung zur Frauenquote signalisieren, schon als Indiz deuten, daß die Sache überfällig sei, auch für die CSU, oder ist das nur die Allüre einer CSU-Frau, die gestern noch auf konservativ gemacht hat und deshalb heute dem Zeitgeist huldigen muß, gewissermaßen zur Beruhigung der Gemüter?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Hamburg sinkt der CDU-Bürgermeister immer weiter in der Gunst seiner Klientel, und das obwohl die Kanzlerin schwarz-grün als mögliches Zukunftsmodell in Erwägung zu ziehen bereit wäre. Bei ihr erscheint ja nichts im Indikativ, bevor nicht die bundesdeutsche Meinungslage das angezeigt erscheinen läßt - nach dem Motto, wir sind so modern wie uns die veröffentlichte und statistisch erfasste Meinungsmehrheit haben will. Konservativ sei die CDU ja nicht, erklärte erst vor kurzem Volker Kauder, die rechte Hand der Kanzlerin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So ist es nur konsequent, wenn nun auch die bayerische Schwesterpartei über ein weiteres Element aus dem Gemischtwarenladen politischer Beliebigkeit, die Frauenquote, nachdenkt. Wäre es nicht vernünftiger und einer gut konservativen, also realistischen, nicht ideologischen Wunschbildern nachhängenden Partei würdiger, Abstand zu nehmen von sozialistischer Zwangsbeglückung und Gleichheit um jeden Preis, die nur neue Ungleichheit zur Folge hat?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Kanzler der Einheit hatte es versäumt, beizeiten fähigen Nachwuchs nach oben kommen zu lassen. Seine von ihm erkorene Nachfolgerin, groß geworden in einem sozialistischen Gesellschaftsexperiment, verdrängte bisher auch jeden, der konzeptionell mehr zu bieten hatte, und glänzt selbst mit passiver Konzeptionslosigkeit. Es ist höchste Zeit, für die Union eine Zwangsquote einzuführen - für konservative, christlich fundierte Querdenker, natürlich ohne Rücksicht auf das Geschlecht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-332266850643357989?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/332266850643357989/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/03/es-lebe-die-frauenquote.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/332266850643357989'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/332266850643357989'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/03/es-lebe-die-frauenquote.html' title='Es lebe die (Frauen)Quote!'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S4u4kx5_hRI/AAAAAAAAAFI/2i3Rzwlj5aU/s72-c/Merkel6.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-6989165522014961093</id><published>2010-02-24T03:46:00.000-08:00</published><updated>2010-02-24T08:07:44.374-08:00</updated><title type='text'>Frau Käßmann und die Schuld</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S4UaSyUa9WI/AAAAAAAAAFA/TaU8I4gmHn4/s1600-h/K%C3%A4%C3%9Fmann3.png"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 231px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S4UaSyUa9WI/AAAAAAAAAFA/TaU8I4gmHn4/s320/K%C3%A4%C3%9Fmann3.png" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5441784634794505570" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Sünde und Schuld seien keine Kategorien mehr, klagte vor kurzem der Spiegel-Redakteur Matthias Matussek. Die Reaktionen auf die Trunkenheitsfahrt der EKD-Ratsvorsitzenden Margot Käßmann scheinen diese These zu bestätigen. Nachdem die "Bischöfin" mit 1,54 Promille am Steuer eine rote Ampel überfahren hatte, meinte der ehemalige bayerische Ministerpräsident Beckstein, mit einem verkniffenen Seitenblick auf die katholischen Würdenträger, in der evangelischen Kirche sei ein Bischof kein Heiliger. Er bzw. sie wäre kein(e) "Säulenheilige(r)", unkte ein anderer evangelischer Funktionär, ganz anders als die katholischen Bischöfe, die ihre Heiligkeit wie eine Monstranz vor sich hertrügen. Frau Käßmann sei schlicht "menschlicher" und spreche den Menschen aus der Seele, wenn sie zum Beispiel den Afghanistaneinsatz kritisiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Spricht sie ihnen aus der christlichen Seele oder eher nach dem politischen Mund? Die Orthodoxie, die den Kontakt mit ihr abbrach, ist letzterer Meinung. Frau Käßmanns Positionen seien die einer politisch korrekt gewendeten EKD, die sich auf weite Strecken nicht mehr mit der Heiligen Schrift rechtfertigen lassen. Dafür wurde sie gewählt, auch für eine Moralauffassung, die Verfehlungen nicht als Problem sieht, als Sünde, sondern als "Fehler" entschuldigt, die halt eben zum Menschsein gehören. Daß dieser Fehler - wenn ich die Ampel bei Rot betrunken überfahre - einen Menschen das Leben kosten kann, daß die verschwommenen Moralvorstellungen - siehe die Stichtagsverschiebung, die die EKD mitgetragen hat - Menschen tatsächlich und tagtäglich das Leben kosten, steht nicht zur Debatte. Wer solches anmahnt, sieht sich als moralinsaurer Säulenheiliger an den Pranger gestellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man kann durchaus auch mit zwei Maß Bier noch Auto fahren, wie Beckstein einst meinte. Aber sollte man es auch tun? Ein verantwortungsbewußter Christ, ob evangelisch oder katholisch, bedenkt die Folgen seiner Handlungen für sich und seine Umwelt. Wenn er dies konsequent tut, im Bewußtsein der Gnade Gottes, ist er auf dem Weg zur Heiligkeit, zu dem wir alle berufen sind. Wer es nicht tut, und sich das auch noch als Vorzug anrechnen läßt, lebt nicht das, was er/sie zu leben vorgibt. Für eine gewählte evangelische Funktionärin, die gerade das rechte Leben nach dem Evangelium für sich in Anspruch nimmt, ist das im Grunde eine Bankrotterklärung. Aber nicht erst die Orthodoxie hat erkannt, daß im deutschen Protestantismus, soweit er nicht evangelikal ist, schon lange Anspruch und Wirklichkeit weit auseinanderklaffen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-6989165522014961093?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/6989165522014961093/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/02/frau-kamann-und-die-schuld.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/6989165522014961093'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/6989165522014961093'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/02/frau-kamann-und-die-schuld.html' title='Frau Käßmann und die Schuld'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S4UaSyUa9WI/AAAAAAAAAFA/TaU8I4gmHn4/s72-c/K%C3%A4%C3%9Fmann3.png' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-3285566638027750982</id><published>2010-02-23T09:25:00.000-08:00</published><updated>2010-02-23T12:06:07.114-08:00</updated><title type='text'>Der rote Staatsmann</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S4Q0Gr-Zy2I/AAAAAAAAAE4/QSDG5fIbbl8/s1600-h/HelmutSchmidt2.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 269px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S4Q0Gr-Zy2I/AAAAAAAAAE4/QSDG5fIbbl8/s320/HelmutSchmidt2.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5441531539258723170" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Während seines Wahlkampfs um das Kanzleramt meinte Franz Josef Strauß einmal, es sei an der Zeit, daß Helmut Schmidt nur noch Klavier spiele. Heute gilt Schmidt seines Alters wegen, und auch weil die veröffentlichte Meinung Helmut Kohl gerne ausblendet, als der große elder statesman - eine Qualifizierung, über die Strauß wahrscheinlich lächeln würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Talksendung "Beckmann" meinte Schmidt lakonisch, den Unterschied zwischen Arm und Reich müsse man durch eine Erhöhung der Einkommenssteuer oder auch der Erbschaftssteuer überbrücken. Das ist die Art von Finanzpolitik, die schon Strauß auf die Palme brachte. In den 1970er Jahren war es noch möglich, wenn auch natürlich nicht legitim, der arbeitenden Bevölkerung eine stets wachsende Steuerlast aufzubürden, weil die Demographie noch stimmte. Aber Familienpolitik war noch nie das Steckenpferd der SPD. Die Familie als Hort der Reaktion, Klüngelei und Vermögensanhäufung befindet sich dank einer ideologisch verirrten Politik in einer Schrumpfungskur. Und mit ihr müßte auch die alte Umverteilungspolitik an ihr Ende kommen, die uns das heutige Schlamassel eingebrockt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber weit gefehlt: die Melkkuh ist zwar deutlich kleiner geworden, die Einsicht in die Irrtümer von vorgestern aber nicht größer. Schmidt erklärt mit der Attitüde des altgedienten Staatsmannes, die Rente werde sicher das nächste und auch das übernächste Jahr noch sicher sein. So kurz sind die Fristen schon geworden, um den Schein zu wahren. Sein Politkollege Blüm redet heute ähnlich. Keine Entschuldigung für das "die-Rente-ist-sischer"-Gerede, keine Korrektur. Das wäre weise und eines Staatsmannes würdig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie sagte sein weiser Zeitgenosse, der leider schon 1988 aus dieser Welt schied: Eher legt sich ein Dackel einen Wurstvorrat an als daß ein Sozialdemokrat mit Geld umgehen kann.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-3285566638027750982?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/3285566638027750982/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/02/der-rote-staatsmann.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/3285566638027750982'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/3285566638027750982'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/02/der-rote-staatsmann.html' title='Der rote Staatsmann'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S4Q0Gr-Zy2I/AAAAAAAAAE4/QSDG5fIbbl8/s72-c/HelmutSchmidt2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-84133906593057708</id><published>2010-02-19T01:25:00.000-08:00</published><updated>2010-02-19T05:59:33.083-08:00</updated><title type='text'>Der furor anticatholicus teutonicus</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S35nin6ShtI/AAAAAAAAAEg/SqJNdaypYLs/s1600-h/Bild1.gif"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 231px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S35nin6ShtI/AAAAAAAAAEg/SqJNdaypYLs/s320/Bild1.gif" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5439899244436817618" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Als der deutsche Kardinal Joseph Ratzinger Papst wurde, überschlugen sich seine Landsleute vor Begeisterung. "Wir sind Papst", titelte die Zeitung mit den großen Buchstaben. Heute schreibt sie ganz anders, wie immer am Puls der Zeit und des Volkes, wie immer unüberbietbar knapp und polemisch. Von "Sexpriestern" ist die Rede wie sonst von der "Russen-Mafia", eine weitere genialische Wortschöpfung aus dem Hause Diekmann. Eben jener konnte noch vor kurzem seitenweise über den Niedergang Deutschlands, seiner Werte und seiner politischen Kultur philosophieren, um wenig später schon in das gleiche Horn zu stoßen wie das berühmt-berüchtigte Hamburger Nachrichtenmagazin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daß dieses mit Pauschalurteilen ebenso schnell zur Hand ist, vor allem wenn es um die katholische Kirche geht, ist hinlänglich bekannt. Auf dem Titelbild einer seiner jüngeren Ausgaben prangt denn auch ein Prälat im Talar. In der einen Hand hält er ein Gebetbuch, die andere schiebt sich unterhalb der Gürtellinie in das geistliche Gewand. "Die Andeutungshaftigkeit dieser Ikonographie ist überwältigender und emotionalisierender als jede sachliche Illustration der jetzt in Frage stehenden konkreten Fälle des Missbrauchs", schreibt die "Tagespost". Will heißen, durch eine derart plakative Darstellung verhänge ich den Generalverdacht über einen ganzen Berufsstand, obwohl solches sich in unserem Rechtsstaat eigentlich verbieten sollte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man stelle sich nur vor, das Magazin hätte statt des Prälaten einen schwerbewaffneten Taliban abgebildet und ebenfalls "die Scheinheiligen" darübergeschrieben, und statt des Untertitels "Die katholische Kirche und der Sex" - "Der Islam und die Friedfertigkeit". In Hamburg müßte man daraufhin wahrscheinlich die Schotten dichtmachen. In jeder Großorganisation gibt es Kriminelle, Betrüger, Verbrecher, auch und nicht zuletzt in jener Großorganisation, die sich Gesellschaft nennt. Und auch die Kirche ist Teil dieser Gesellschaft und kann sich deren Einflüssen nicht entziehen, will es auch oft gar nicht, wie die Entwicklung der letzten vierzig Jahre zeigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eben darauf wollte der momentan vielgescholtene Bischof von Augsburg hinweisen. Darf eine Gesellschaft, in der tagtäglich schreckliche Verbrechen, gerade im Familienkreis passieren, mit dem Finger auf eine Organisation zeigen, in der das auch, aber in wesentlich geringerem Ausmaß passiert? Ohne die Kirche zu exkulpieren, versucht sich da nicht jemand zu exkulpieren, der selbst in sich gehen sollte?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die immer dann aus der Versenkung hervorgeholte Frau Ranke-Heinemann, wenn die Hamburger mal wieder einen intellektuell-theologischen Tiefschlag brauchen, meinte ganz in diesem Sinne, der Augsburger Bischof reagiere nach dem Grundsatz "Hauptsache, jemand anders ist verantwortlich." Boulevard und Magazinjournalismus handeln dieser Tage eben nach dem Grundsatz, im Zweifel ist die Kirche schuld, mit ihren verstaubten Moralvorstellungen, mit ihrem theologischen Hokuspokus ist sie der Nährboden allen Übels.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Papst hat die irischen Bischöfe nach Rom zitiert, Bischöfe wurden zum Rücktritt gezwungen, eine unabhängige Fachfrau wurde mit der Aufklärung der Mißbrauchsfälle beauftragt und nicht zuletzt hat der Rektor des Berliner Canisius-Kollegs für Aufklärung gesorgt. Es fragt sich, wer hier wirklich zur Selbstkritik und zum "Ausmisten des eigenen Stalls" unfähig ist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-84133906593057708?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/84133906593057708/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/02/der-furor-anticatholicus-teutonicus.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/84133906593057708'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/84133906593057708'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/02/der-furor-anticatholicus-teutonicus.html' title='Der furor anticatholicus teutonicus'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S35nin6ShtI/AAAAAAAAAEg/SqJNdaypYLs/s72-c/Bild1.gif' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-6222189629524489363</id><published>2010-02-18T04:21:00.000-08:00</published><updated>2010-02-18T05:54:12.243-08:00</updated><title type='text'>Die Republik und ihr adeliges Oberhaupt</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S30-k5PQEAI/AAAAAAAAAEQ/cPYW2hAGEG4/s1600-h/Habsburg-UlrichH-Lothringen.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 241px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S30-k5PQEAI/AAAAAAAAAEQ/cPYW2hAGEG4/s320/Habsburg-UlrichH-Lothringen.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5439572728494428162" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Es fängt an mit der kleinlich-spießigen Weglassung des Adelsprädikats und es endet mit einer flagranten Menschrechtsverletzung: sowohl der älteste Sohn des letzten Kaisers, Otto, wie auch einer seiner zahlreichen Verwandten, Ulrich, müssen es sich gefallen lassen, von einer kleinkarierten Kaste österreichischer Politiker als "Otto Habsburg" und "Ulrich Habsburg-Lothringen" tituliert zu werden. Das wäre noch zu verschmerzen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein ausgewachsener Skandal ist es jedoch, daß eine Republik, die bei jeder Gelegenheit von Toleranz und Gleichheit vor dem Gesetz schwadroniert, eine Familie kollektiv diskriminiert, weil sie einmal auf dem Thron gesessen hat. Die Familie Habsburg darf per Gesetz, gemäß den schandbaren sogenannten "Habsburgergesetzen", für kein politisches Amt kandidieren. Mitglieder der Familie durften auch erst nach Österreich einreisen, und selbst das nur unter größten Schwierigkeiten, nachdem sie offiziell auf ihre Thronrechte verzichtet hatten. Zugleich kennt die Republik Österreich bekanntlich keinerlei Scham, von jenen Relikten alter Größe zu profitieren, die es ohne die Habsburger niemals gäbe. Klinisch nennt man so etwas Schizophrenie, politisch Opportunismus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die Gattin des letzten Kaisers, Zita aus dem Hause Bourbon-Parma, mußte sich der spätere spanische König Juan Carlos einsetzen, damit jene 1971 zur Beisetzung ihrer Tochter Adelhaid nach Tirol einreisen durfte. Otto von Habsburg, ausgewiesener Europäer und langjähriges Mitglied des Europa-Parlaments, wurde noch 1960 an der Einreise in jenes Land gehindert, das seine Familie groß gemacht hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was steht hinter dieser Diskriminierung, die sich heute darin manifestiert, daß ein Ulrich von Habsburg-Lothringen, grüner Kommunalpolitiker aus Kärnten, daran gehindert wird, für das Amt des österreichischen Bundespräsidenten zu kandidieren, nur weil er einen Namen trägt, den Politiker wie Faymann oder Fischer offenbar mehr scheuen als der Teufel das Weihwasser? Wohl sicher auch die Angst, daß die farblosen, prinzipienlosen Politfunktionäre neben einem Habsburger reichlich blaß aussehen könnten; daß die alte schwarz-weiß-Propaganda von den ach-so-volksfernen Aristokraten, die stets nur das Volk ausgebeutet hätten, angesichts von verschleuderten Steuermilliarden nicht mehr verfangen könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ähnlicher Verdacht könnte auch den bayerischen Stimmbürger beschleichen, wenn er das Trauerspiel um die Kaltenberger Brauerei des Prinzen Luitpold von Bayern verfolgt. Die Stadt München und mit ihr der Freistaat begehen dieses Jahr im großen Stil das 200. Jubiläum eines Festes, das es wohlgemerkt ohne die Hochzeit des Wittelsbacher Kronprinzen Ludwig mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen vor 200 Jahren nicht gäbe. Dennoch kennt die Stadt keinerlei Scham, unter fadenscheinigsten Vorwänden den Nachfahren dieses Kronprinzen nach wie vor von der Festwiese fernzuhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S30-umC6hRI/AAAAAAAAAEY/fqJCmEae9Z0/s1600-h/Wittelsbach1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 229px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S30-umC6hRI/AAAAAAAAAEY/fqJCmEae9Z0/s320/Wittelsbach1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5439572895141102866" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Über den Fall des Ulrich von Habsburg-Lothringen wird demnächst der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg entscheiden. Über die Politik der Stadt München, das Oktoberfest zu einem Bier-Ballermann ohne jede Tradition verkommen zu lassen, stimmen die Bayern bereits mit den Füßen ab. Warum sollte man/frau auch das sündteure Industriebier internationaler Brauerei-Konzerne saufen (Augustiner ausgenommen!) -, die nur noch nominell ihren Sitz in München haben, und daraus ein sehr dünnes Recht auf ein Zelt auf der Theresienwiese ableiten - und das unter geisttötender Dauerbeschallung, die so wenig mit bayerischer Musik zu tun hat wie Politik mit...aber diesen Vergleich überlassen wir jedem selbst.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-6222189629524489363?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/6222189629524489363/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/02/die-republik-und-ihr-adeliges-oberhaupt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/6222189629524489363'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/6222189629524489363'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/02/die-republik-und-ihr-adeliges-oberhaupt.html' title='Die Republik und ihr adeliges Oberhaupt'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S30-k5PQEAI/AAAAAAAAAEQ/cPYW2hAGEG4/s72-c/Habsburg-UlrichH-Lothringen.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-7918768852264879939</id><published>2010-02-12T03:39:00.001-08:00</published><updated>2010-02-12T04:17:59.503-08:00</updated><title type='text'>Das ewige deutsche Sorgenkind Schule</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S3VFwVoJCiI/AAAAAAAAAEA/viDh8GqtJNk/s1600-h/Schule1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 224px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S3VFwVoJCiI/AAAAAAAAAEA/viDh8GqtJNk/s320/Schule1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5437328821861288482" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Mit Ausnahme des Steuersystems wird in Deutschland seit den 1970er Jahren über nichts so leidenschaftlich und fruchtlos diskutiert wie über die Schule. Warum brauchen die Schüler heute zu Tausenden Nachhilfeunterricht, fragte heute eine Sendung des Bayerischen Rundfunks. Die Antwort war für die meisten Mitdiskutanten wie für den anwesenden Experten klar: die Schüler seien überlastet, es fehle an "individueller Förderung", die Lehrer seien schlecht ausgebildet, sie würden sich modernen Lerntechniken verweigern, und vor allem sei "der Staat" nicht bereit, das nötige Geld "in die Hand zu nehmen", um endlich, endlich die Dinge zum Besseren zu wenden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Stand der Diskussion hat sich augenscheinlich seit den 70ern nicht verändert. Es ist nur eines verwunderlich: seit vierzig Jahren wird ohne Unterlaß reformiert, diskutiert, Professoren haben sich goldene Nasen mit immer neuen pädagogischen Konzepten verdient, doch das vielgescholtene "System" ist immer noch nicht in jenem anvisierten Idealzustand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Woran liegt es also? Liegt es nicht vielmehr an einem Webfehler, den die ewigen Reformatoren nicht einsehen wollen - daß es intellektuelle Unterschiede zwischen den Schülern gibt, die man auch durch die beste Pädagogik nicht beseitigen kann. Daß es schlicht ein zielloses Unterfangen ist, jede und jeden zum Abitur zu bringen. Die Konsequenzen dieses Webfehlers sind jedem sichtbar, nur denen nicht, die weiter in ihrem pädagogischen Wolkenkuckucksheim leben wollen: daß ein Hauptschüler fast keine Chance mehr hat, eine Lehrstelle zu bekommen; daß an Universitäten abgestufte Bachelor-Abschlüsse eingeführt werden müssen, weil viele Abiturienten nicht mehr wirklich reif für die Universität sind, usw. usf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Grundproblem ist also nicht unter all den seit Jahrzehnten mantrahaft wiederholten Problemen zu suchen. Ein Schüler, der in den 1950er Jahren in die Schule ging, hatte klare Hürden zu überwinden, um in eine höhere Schule zu kommen. Überwand er sie nicht, weil seine Talente zum Beispiel eher im Praktischen lagen, fand er auch seinen Platz in der Gesellschaft. Die Lösung unseres "Schulproblems" scheitert schlicht am Gleichheitswahn, der einen Professor für eine höhere Lebensform als einen Metzger hält, obwohl beide für den Bestand einer Gesellschaft wichtig sind. Und sie scheitert nicht zuletzt daran, daß Fleiß und Gehorsam zu Sekundärtugenden herabgewürdigt wurden, ohne die aber Erfolg nicht möglich ist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-7918768852264879939?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/7918768852264879939/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/02/das-ewige-deutsche-sorgenkind-schule.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/7918768852264879939'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/7918768852264879939'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/02/das-ewige-deutsche-sorgenkind-schule.html' title='Das ewige deutsche Sorgenkind Schule'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S3VFwVoJCiI/AAAAAAAAAEA/viDh8GqtJNk/s72-c/Schule1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-5987878208837653639</id><published>2010-02-11T06:16:00.000-08:00</published><updated>2010-02-11T06:20:03.671-08:00</updated><title type='text'>Abschied von I.K.H. Regina von Habsburg</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S3QR8Gry7MI/AAAAAAAAAD4/X4rnlLgJGeU/s1600-h/Regina2.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S3QR8Gry7MI/AAAAAAAAAD4/X4rnlLgJGeU/s320/Regina2.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5436990374427159746" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. drückte anläßlich des Ablebens von Erzherzogin Regina in einem Telegramm Dr. Otto von Habsburg sein Beileid aus:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beileidstelegramm von Papst Benedikt XVI. zum Tode von Erzherzogin Regina:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit tiefer Anteilnahme habe ich davon Kenntnis erhalten, dass Gott, der Herr über Leben und Tod, Ihre verehrte Gemahlin Erzherzogin Regina, geborene Prinzessin von Sachsen-Meiningen, zu sich gerufen hat. Angesichts dieses schmerzlichen Verlusts versichere ich Sie meiner Nähe im Gebet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir wissen die liebe Verstorbene, die sich in ihrem irdischen Leben stets für das Wohl ihrer Familie wie für die Anliegen der Menschen und der Kirche eingesetzt hat und vielen Bedürftigen eine einfühlsame Helferin war, in der nie endenden Liebe des himmlischen Vaters geborgen. Möge der Herr ihr vielfältiges Wirken reichlich lohnen. Allen, die für das ewige Heil von Erzherzogin Regina beten und opfern, erteile ich von Herzen den apostolischen Segen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Papst Benedikt XVI.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-5987878208837653639?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/5987878208837653639/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/02/abschied-von-ikh-regina-von-habsburg.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/5987878208837653639'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/5987878208837653639'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/02/abschied-von-ikh-regina-von-habsburg.html' title='Abschied von I.K.H. Regina von Habsburg'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S3QR8Gry7MI/AAAAAAAAAD4/X4rnlLgJGeU/s72-c/Regina2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-5855445803994484035</id><published>2010-02-08T01:35:00.000-08:00</published><updated>2010-02-08T03:43:19.169-08:00</updated><title type='text'>Spott tötet</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S2_3hILCUZI/AAAAAAAAADw/GBA34MMdrcc/s1600-h/anneWill4.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S2_3hILCUZI/AAAAAAAAADw/GBA34MMdrcc/s320/anneWill4.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5435835423760994706" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Schlimmer als die schlimmste Retourkutsche - das weiß jeder aus schmerzlicher Erfahrung - ist der Spott, das verräterische Grinsen, das die Worte begleitet, und jedem laut und unübersehbar verkündet, der andere sei nicht ganz ernst zu nehmen. Auch Talkmaster, die für sich die Seriosität des Sonntagabendtermins in Anspruch nehmen, sind dagegen nicht gefeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob sie denn Steuersünder laufen lassen würden, da sie gegen die Unmoral des Datenklaus sind, fragte bewußte Dame und das spöttische Lächeln wich nicht mehr von ihren Lippen. Die Antwort ist in diesem Moment schon irrelevant, der Antwortende schon als Anwalt der Reichen und Steuerbetrüger entlarvt. Und um auch dem letzten vor Augen zu führen, mit welcher Klientel sich der Anwalt des Bankgeheimnisses und der Steuerflüchtigen abgibt, wird einer jener unseligen, mittlerweile allgegenwärtigen Filmchen eingespielt, die Argument durch Suggestion ersetzen. Pelzbehangene, Diamantberingte Damen höheren Alters, dicke Nobelkarossen fahrende Senioren und ähnliche Vertreter der "Plutokratie" dürfen sich über hohe Steuersätze mockieren. Suggestivfragen provozieren den gewünschten entlarvenden Eindruck. Seht her, wir haben es mit einer Klasse von Schmarotzern und Dieben von "Volksvermögen" zu tun, zu deren Überführung der Diebstahl durchaus legitim ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses klassenkämpferische, moralfreie Denken einer um Einschaltquoten buhlenden Medienochlokratie, nach dem Grundsatz, der Zweck heilige die Mittel, zerstört den Rechtsstaat. Er macht den Staat, wie schon der Heilige Augustinus wußte, zu einer Bande von Räubern: "Remota itaque iustitia quid sunt regna nisi magna latrocinia?" Das Wasser muß einem Staat höher als nur bis zum Hals stehen, damit er Vertrauen und Freiheit aufs Spiel setzt. Und das um einiger Millionen willen, die im Vergleich mit den Milliarden, die ein ineffizientes Steuersystem und eine den Mittelstand erdrosselnde Wirtschaftspolitik provozieren, wahrhaft Peanuts sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Herren Henkel, Sprenger und von Bechtolsheim machten klar, daß es in der Datenklau-Affäre nicht um eine dünne Schicht von Superreichen geht - die haben ihr Geld längst in sichereren Häfen als der Schweiz -, sondern um die produktive und arbeitgebende Klasse insgesamt, vom Handwerker bis zum Unternehmenschef, die den Hauptteil unseres "Volksvermögens" erwirtschaftet, und nun kollektiv als "Volksschädlinge" an den Pranger gestellt werden. Daß von der Union nur ein alternder, langsam endgültig links verwirrter Berufsnachdenklicher wie Heiner Geissler aufgeboten wird, stimmt nachdenklich, ganz zu schweigen von der spöttischen Hatz, zu der sich eine angeblich seriöse Sonntagabend-Talkshow hergibt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-5855445803994484035?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/5855445803994484035/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/02/spott-totet.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/5855445803994484035'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/5855445803994484035'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/02/spott-totet.html' title='Spott tötet'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S2_3hILCUZI/AAAAAAAAADw/GBA34MMdrcc/s72-c/anneWill4.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-7381832750008051629</id><published>2010-02-05T01:05:00.000-08:00</published><updated>2010-02-05T03:11:08.563-08:00</updated><title type='text'>Die Rückkehr von Tradition und Form</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S2v5IxNyvcI/AAAAAAAAADI/7sr2x3fy5Ww/s1600-h/Mosebach1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S2v5IxNyvcI/AAAAAAAAADI/7sr2x3fy5Ww/s320/Mosebach1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5434711304398093762" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Vor nicht allzu langer Zeit erregte das Buch eines renommierten deutschen Schriftstellers und begnadeten Stilisten Aufsehen - "Die Häresie der Formlosigkeit" von Martin Mosebach. Seine These lautet kurz und vereinfacht, daß zwischen dem Niedergang der Liturgie und dem Niedergang des Glaubens ein nicht zu leugnender Zusammenhang bestehe. Die Formen sind nicht eitler Schnickschnack, sondern Ausdruck einer inneren Haltung. Wer vor dem Allerheiligsten nicht mehr in die Knie geht, wer den Kelch mit dem Blut Christi auswischt als sei er ein Küchenutensil legt zumindest den Verdacht nahe, daß ihm auch der Glaube an die Realpräsenz abhanden gekommen ist - "Häresie der Formlosigkeit".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Proteste konnten nicht ausbleiben, weil die Zielrichtung klar war. Die Gralshüter der Reform waren verstimmt, auch weil das doch eigentlich esoterische Werk des Frankfurter Autors eine Auflage nach der anderen erlebte. Der regierende Papst hat wiederholt klargemacht, daß er mit der Freigabe der alten Messe die alte, wohlbegründete Regel wieder ins Gedächtnis bringen will: Lex orandi, lex credendi - das Gesetz des Betens ist das Gesetz des Glaubens. Die Liturgie ist gelebter Ausdruck des Glaubens. Daran solle sich auch die neue Messe messen lassen, und beide Formen, alt wie neu, aneinander wachsen und voneinander lernen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Absicht des Heiligen Vaters zeigt sich auch in seiner Besetzungspolitik. Man munkelt, daß nächster Präfekt der Bischofskongregation der Erzbischof von Sydney, George Kardinal Pell, werden könnte. Pell unterstützt die Absichten des Papstes - auch in Bezug auf die alte Liturgie, für deren Wiedergewinnung nach den Vorgaben von "Summorum Pontificum" er sich einsetzt. Er hat selbst schon mehrfach Pontifikalämter im alten Ritus zelebriert. Auch Bischof Fernando Guimarães von Garanhuns in Brasilien, neues Mitglied der "Signatura", des kirchlichen Verfassungsgerichtshofs, hat mehrfach ein gutes Wort für die überlieferte Liturgie eingelegt. Und nicht zuletzt ist Erzbischof Raymond Burke, ein erklärter Anhänger der alten Messe, Präfekt der Signatura. Das Gewicht, das die liturgische Tradition unter Papst Benedikt XVI. personell in der Kurie erhält, ist unübersehbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S2v5fDLWqKI/AAAAAAAAADQ/6DMZLO3F0lM/s1600-h/Galen1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 210px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S2v5fDLWqKI/AAAAAAAAADQ/6DMZLO3F0lM/s320/Galen1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5434711687176824994" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Clemens August Kardinal von Galen bei einer Ansprache in Münster (1946)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dazu eine kleine, aber was die Form betrifft, nicht unwichtige Fußnote: Erzbischof Burke hat vor kurzem in einem italienischen Ort namens Artallo ein Pontifikalamt gehalten und dabei ein klerikales Kleidungsstück getragen, das man heute höchst selten bis gar nicht mehr zu Gesicht bekommt und das früher selbstverständlich zur "Garderobe" der Prälaten gehörte - die sogenannte "Cappa Magna". Sie ist nicht unerläßlich, eigentlich überflüssig - wie das Schöne an sich, das Ausdruck des Respekts und der inneren Freude ist, wenn wir zum Altare Gottes treten: "Introibo ad altare Dei qui laetificat iuventutem meam."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S2v6VqZy0II/AAAAAAAAADo/U8qTxtVOLis/s1600-h/Burke-Artallo2.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 214px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S2v6VqZy0II/AAAAAAAAADo/U8qTxtVOLis/s320/Burke-Artallo2.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5434712625419309186" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Erzbischof Raymond Burke in Artallo&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-7381832750008051629?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/7381832750008051629/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/02/die-ruckkehr-von-tradition-und-form.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/7381832750008051629'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/7381832750008051629'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/02/die-ruckkehr-von-tradition-und-form.html' title='Die Rückkehr von Tradition und Form'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S2v5IxNyvcI/AAAAAAAAADI/7sr2x3fy5Ww/s72-c/Mosebach1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-6081438864601761226</id><published>2010-02-04T06:38:00.000-08:00</published><updated>2010-02-04T07:05:24.583-08:00</updated><title type='text'>Eine Hauptsünde feiert unfröhliche Urstände</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S2rhl-YKhSI/AAAAAAAAADA/1o9LTbdDQQY/s1600-h/Neid.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 236px; height: 320px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S2rhl-YKhSI/AAAAAAAAADA/1o9LTbdDQQY/s320/Neid.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5434403942891685154" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Kirche bezeichnet zu Recht Charakterschwächen wie Geiz, Hochmut, Zorn oder eben auch Neid als Ursachen der Todsünde. Der Neid macht blind zur Unterscheidung, er unterstellt dem anderen, daß er sich Besitz grundsätzlich unrechtmäßig angeeignet hat. Für die Politik in ihrer linken bis linksextremen Spielart ist diese Unterstellung ein Glaubenssatz. Sie mag das jüngste Gericht, die Hölle, ja auch den Himmel abgeschafft haben, aber daß Vermögen den Ruch des Illegalen, des Angemaßten haben, daran glaubt sie mit inquisitorischer Verve, und ist dafür auch bereit, die Freiheit zu opfern - wie die unselige Vergangenheit des kommunistischen Gesellschaftsexperiments beweist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als man vor Jahresfrist den ehemaligen Telecom-Chef Zumwinkel vor laufenden Kameras abführte, manifestierte sich dieser Generalverdacht, um das Mütchen der "einfachen Steuerzahler" zu kühlen. Diese übersahen dabei, daß sie selbst vorgeführt wurden, daß ein Staat, der jemand wie einen Schuldigen abführen läßt, dessen Schuld noch nicht erwiesen ist, damit nur abschrecken will. Er weiß, wieviele "einfache Steuerzahler" ihre Steuererklärungen frisieren, wieviele ihr Bad schwarz kacheln lassen. Der Staat macht mit solchen "Schauprozessen" unmißverständlich klar, daß jeder prinzipiell verdächtig ist, daß jedem Einkommen mehr oder weniger der Geruch des Unrechtmäßigen anhaftet. Dieses "linke" Prinzip hat sich eine "konservativ-liberale" Regierung zu eigen gemacht, die eigentlich "in dubio pro libertate" entscheiden sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie hat sich für das Mißtrauen, für die Kontrolle entschieden, und ist dazu auch bereit, elementare Rechtsgrundsätze zu brechen. Die Schweiz, ein im Grundsatz calvinistisch-protestantisches Gemeinwesen, setzt dagegen auf das Prinzip Vertrauen. Nichts anderes besagt das Bankgeheimnis. Man kann es freilich auch so auslegen, daß wer nichts zu verbergen hat, auch kein Bankgeheimnis brauche. Aber hier beginnt der Abbau der Freiheit. Die Überwachung der Computerdaten ist analog gerechtfertigt worden. Aber ein freier Bürger ist jemand, der selbst über seine Daten wie auch sein Vermögen bestimmen darf. Er muß dem Staat nur soweit Eingriff erlauben als dieser im höheren Sinne gerechtfertigt ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn aber ein Staat seinen leistungsfähigen Bürgern unverhältnismäßge Steuerquoten abverlangt oder seine Daten zu anderen als den bestimmten Zwecken benutzt, ist diese Grenze eindeutig überschritten. Hier beginnt das Ende der bürgerlichen Freiheit, die Grundlage unserer Marktwirtschaft und unserer demokratischen Grundordnung ist. Diese Grenze hat die Merkel-CDU mit ihrer moralisch höchst fragwürdigen Entscheidung überschritten. Das "gesunde Volksempfinden" dafür als Freibrief zu benutzen, läßt Schlimmes ahnen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-6081438864601761226?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/6081438864601761226/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/02/eine-hauptsunde-feiert-unfrohliche.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/6081438864601761226'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/6081438864601761226'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/02/eine-hauptsunde-feiert-unfrohliche.html' title='Eine Hauptsünde feiert unfröhliche Urstände'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S2rhl-YKhSI/AAAAAAAAADA/1o9LTbdDQQY/s72-c/Neid.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-666493116929578757</id><published>2010-02-03T04:09:00.000-08:00</published><updated>2010-02-03T04:22:13.440-08:00</updated><title type='text'>Regina von Habsburg gestorben</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S2lp3CRTIQI/AAAAAAAAACw/x1nJDp9Vgbg/s1600-h/Habsburg-Regina2.gif"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 249px; height: 320px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S2lp3CRTIQI/AAAAAAAAACw/x1nJDp9Vgbg/s320/Habsburg-Regina2.gif" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5433990819622363394" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Regina von Habsburg, Ehefrau von Dr. Otto von Habsburg, ist heute morgen um 8 Uhr 40 in ihrem Haus in Pöcking verstorben. Dies gab der älteste Sohn, Karl von Habsburg, im Namen seines Vaters und seiner Geschwister bekannt. Regina von Habsburg (geb. als Prinzessin von Sachsen-Meiningen am 6.Januar 1925 in Würzburg) litt bereits seit längerer Zeit an Herzbeschwerden. Heute starb sie im Kreise ihrer Familie, versehen mit den Sterbesakramenten der katholischen Kirche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Regina und ihre jüngste Tochter Walburga sagten einmal über ihren Mann und Vater, Otto von Habsburg, daß er vor allem zwei Hauptmaximen in der Erziehung zu verwirklichen suchte: Er lebte den Kindern den katholischen Glauben vor und war immer bereit, mit ihnen über theologische und religiöse Fragen zu diskutieren, die er dann altersgerecht beantwortete, und er schaffte es, zwischen allen Kindern Verbindungen zu knüpfen, die über rein geschwisterliche Beziehungen hinausgehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das galt ganz sicher auch für Regina von Sachsen-Meiningen, die 1951 den ältesten Sohn des letzten Kaisers von Österreich-Ungarn heiratete. Ihr ältester Sohn Karl sagte heute morgen, seine Mutter Regina wäre eine großartige Persönlichkeit gewesen, "die uns durch ihren unerschütterlichen Glauben und ihre positive Lebenseinstellung geprägt hat."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S2lp-wAtOPI/AAAAAAAAAC4/gqkX6Ub8B9A/s1600-h/Habsburg-Regina1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 252px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S2lp-wAtOPI/AAAAAAAAAC4/gqkX6Ub8B9A/s320/Habsburg-Regina1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5433990952159885554" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Regina von Habsburg wurde am 6. Januar 1925 als drittes Kind von Herzog Georg zu Sachsen-Meiningen und seiner Frau Klara geb. Gräfin Schmising-Kerssenbrock gen. Korff geboren. Sie wuchs weitgehend auf dem Sitz der Familie der Heldburg in Südthüringen auf und absolvierte später in Bamberg ein Studium der Sozialfürsorge.&lt;br /&gt;Im August 1945 wurde ihr Vater, der als Richter am Gericht im naheliegenden Meiningen tätig war, von den Sowjets verschleppt, er starb wenige Monate später im Januar 1946 völlig entkräftet im Lager Tscherepowetz in Russland. Reginas Mutter musste selbst im Herbst 1945 die Heldburg fluchtartig in Richtung Bamberg verlassen. Ein Bruder Reginas, Prinz  Anton Ulrich war bereits in den ersten Tagen des Westfeldzugs gefallen, der andrere Bruder Prinz Friedrich entschied sich, ins Kloster zu gehen, zunächst in die Benediktinerabtei Niederaltaich, später wurde er Karthäusermönch in der grossen Karthause in Frankreich, später in Vermont/USA. Herzogin Klara und Tochter Regina zogen nun nach Seeheim am Starnberger See.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einem ungarischen Flüchtlingsheim in München, in dem sie als Sozialfürsorgerin arbeitete, lernte Regina im Herbst 1949 Otto von Habsburg kennen, der dort seine ungarischen Landsleute besuchte. Ein Jahr später erfolgte die Verlobung. Otto von Habsburg war zu jenem Zeitpunkt noch die Einreise nach Österreich verwehrt und so entschied sich das Paar, in Nancy, der alten lothringischen Metropole zu heiraten. Am 10. Mai 1951 wurde die Hochzeit glanzvoll in der Eglise des Cordeliers gefeiert. Mit ihrer Eheschließung wurde Regina zur Habsburgerin und damit galt auch für sie das Einreiseverbot durch die Habsburgergesetze.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurze Zeit lebten Otto und Regina in Frankreich und bezogen im Jahr 1954 ein Haus am Starnberger See, um ihren Kindern das Aufwachsen im deutschen Sprachraum und in der Nähe zu Österreich zu ermöglichen. Tochter Andrea war bereits geboren (1953), es folgten sechs weiter Kinder:  Monika und Michaela (1954), Gabriela (1956), Walburga (1958), Karl (1961) und Georg (1964). Mittlerweile hat das Paar 22 Enkelkinder und eine Urenkelin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Otto von Habsburg betonte oft, wie viel er seiner Frau zu verdanken habe. Sie habe sich in bewundernswerter Weise der Familie gewidmet und ihm damit viele seiner Tätigkeiten erst ermöglicht. Regina von Habsburg war in  zahlreichen karitativen Einrichtungen aktiv. Dem Sternkreuzorden stand sie als oberste Schutzfrau vor, seit 1994 hatte sie die Schirmherrschaft über die Münchner Tafel e.V. inne. Darüber hinaus war sie vielen Menschen in Pöcking und Umgebung bekannt, da sie  bis ins hohe Alter regelmäßig Alte und Kranke in Heimen und Krankenhäusern besuchte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Wende galt ihr besonderes Augenmerk erneut dem Ort ihrer Kindheit, der Heldburg. Ein besonderes Anliegen war ihr, die Gruft der Heldburg ihrer eigentlichen Bestimmung wieder zuzuführen. Im Jahr 2005 konnten die sterblichen Überreste ihrer Mutter Herzogin Klara und ihres Bruders Prinz Anton Ulrich in der Gruft beigesetzt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kinder, Schwiegerkinder und Enkelkinder trauern um eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die durch ihre große Religiosität und ihre tätige Nächstenliebe tief beeindruckt hat sowie ein großes Vorbild war.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-666493116929578757?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/666493116929578757/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/02/regina-von-habsburg-gestorben.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/666493116929578757'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/666493116929578757'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/02/regina-von-habsburg-gestorben.html' title='Regina von Habsburg gestorben'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S2lp3CRTIQI/AAAAAAAAACw/x1nJDp9Vgbg/s72-c/Habsburg-Regina2.gif' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-900649975697750601</id><published>2010-01-27T10:14:00.000-08:00</published><updated>2010-01-27T11:28:19.250-08:00</updated><title type='text'>Adenauer, Merkel, Marx und die C-Frage</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S2CQELEkELI/AAAAAAAAACo/6E8XvO0wWuY/s1600-h/Adenauer-77.Katholikentag-Wendel.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 320px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S2CQELEkELI/AAAAAAAAACo/6E8XvO0wWuY/s320/Adenauer-77.Katholikentag-Wendel.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5431499551974625458" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der erste deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer war bekanntlich ein bekennender und frommer Katholik, der es sich zum Beispiel nicht nehmen ließ, an Weihnachten persönlich verfaßte Ansprachen über den Rundfunk zu halten. 1957 sagte er: "Ich glaube, wir alle denken zu wenig daran, daß zuerst Gott die Ehre gebührt. Wir alle, gleich wo wir stehen, gleich was wir tun, müssen ihm zuerst die Ehre geben, damit uns allen Friede werde." Mit Adenauer hatte das Christliche in der Union seinen unbestrittenen Platz. Das hat sich geändert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx, fühlte sich kürzlich veranlaßt, angesichts des mehr und mehr verblassenden C der Unionsparteien "ein dezidiertes Bekenntnis zum christlichen Glauben und zur Kirche" anzumahnen. Anlaß dieser achtbaren Intervention des Münchner Erzbischofs war nicht allein die problematische Kritik der Bundeskanzlerin am Papst, sondern vor allem die allzu wolkige Rede von den "christlichen Werten". Die Relativierung der Ehe gegenüber anderen Lebensformen, die Forschung mit befruchteten Eizellen, die Forschungsministerin Schavan noch vorantreibt, sind für Marx kein Ausweis eines wahren Bekenntnisses zu "christlichen Werten".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für den praktizierenden Katholiken Adenauer waren diese leitend, wenn er sich auch als Politiker bemühte, die Union zu einer überkonfessionellen Partei zu machen, deren christliches Fundament aber nie in Frage stand. Das scheint sich geändert zu haben. Auf Marx' Einwand, Christus müsse im CDU-Grundsatzprogramm zumindest Erwähnung finden, meinte Frau Schavan, daß das eine unzulässige Vereinnahmung wäre. Adenauer hat auch als Bundeskanzler Christus "vereinnahmt", wenn er 1957 sagte: "Denken wir an das Kind im Stalle, das den Menschen das Heil brachte." Aber selbst die "christlichen Werte" scheinen für Frau Schavan zur Disposition zu stehen: "Wer sich selbst treu bleiben will, muß sich verändern. Das gilt im übrigen in gleicher Weise für die Kirche." Daß sich die Kirche treu bleiben würde, wenn sie Grundprinzipien wie das Lebensrecht zur Disposition stellt, das kann Frau Schavan nicht ernstlich unterstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch jene Allerweltsthese, die Union könne die Lehre der katholischen Kirche nicht "politisch eins zu eins umsetzen" darf als intellektuell allzu leichtgewichtig gelten. Es geht Marx wie Mixa und anderen kirchlichen Mahnern in der C-Frage mittlerweile um das "Eingemachte", um den Kernbestand des Christlichen und welchen Stellenwert er noch in der Union hat. Im Falle der Stammzelldiskussion oder der eindeutigen Entscheidung des Papstes, daß Katholiken an "Donum Vitae" nicht mitwirken dürfen, mißt der Münchner Erzbischof keinen Unions-Politiker daran, ob er jeden Buchstaben des Katechismus in seiner Politik beherzigt. Er mißt ihn daran, ob er das große Ganze noch beherzigt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-900649975697750601?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/900649975697750601/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/01/adenauer-merkel-marx-und-die-c-frage.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/900649975697750601'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/900649975697750601'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/01/adenauer-merkel-marx-und-die-c-frage.html' title='Adenauer, Merkel, Marx und die C-Frage'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S2CQELEkELI/AAAAAAAAACo/6E8XvO0wWuY/s72-c/Adenauer-77.Katholikentag-Wendel.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-2662849476498364953</id><published>2010-01-25T10:01:00.000-08:00</published><updated>2010-01-25T11:44:43.387-08:00</updated><title type='text'>Ein neuer Altar für Röhrmoos</title><content type='html'>Wenn in einer Kirche ein neuer Altar geweiht wird, ist das stets ein großer Festtag, schon deshalb, weil eine solche Weihe nicht alle Tage vorkommt. So auch in Röhrmoos im Landkreis Dachau, wo Weihbischof Haßlberger den neuen Volksaltar für die renovierte Pfarrkirche St. Johannes weihte. Mit der dezenten und schlichten Art werde das Besondere am neuen Altar deutlich, sagte der Weihbischof in seiner Predigt. Nicht alle Gläubigen der Pfarrei schienen diese Ansicht zu teilen, wie der Münchner Merkur in seinem Bericht einräumt: es hätte durchaus auch kritische Stimmen zu dem modernen Altar gegeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S130C5rOIlI/AAAAAAAAACg/jOQwCAGnybA/s1600-h/Altarweihe-StJohannes-R%C3%B6hrmoos4.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 214px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S130C5rOIlI/AAAAAAAAACg/jOQwCAGnybA/s320/Altarweihe-StJohannes-R%C3%B6hrmoos4.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5430765056357704274" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Ästhetik des neuen Volksaltars ist sicher kritikabel. Doch viel schwerer wiegt die Tatsache, daß ein Tisch mit derart dünnem Fuß für die doch unerlässliche Reliquie keinerlei Raum bieten kann - daher auch die Regeln für die Gestalt des Altars. Pius XII. schrieb in "Mediator Dei", es würde vom rechten Weg abirren, wer dem Altar die alte Form der Mensa, des Tisches, wiedergeben wollte. Und in der Konzilskonstitution über die heilige Liturgie ist zwar vom "Tisch" des Herrenleibes die Rede, womit aber keine Aussage über die Gestalt des Altars getroffen ist. Wie wir schon mehrfach in diesem Blog angemerkt haben, geht keine Konzilsbestimmung von etwas anderem aus als dem in den Kirchen damals bereits Vorhandenen, kurz gesagt, vom Hochaltar. Auch als der Volksaltar mit der Liturgiereform von 1969 aufkam, orientierte er sich in seiner Grund-Gestalt am Hochaltar. Er war also weniger Tisch als Steinquader, um der Reliquie Platz bieten zu können.                 &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber zurück zur Ästhetik - und für deren moderne Verfehlung gibt es genügend Beispiele. Als in der Klosterkirche von Bronnbach (Main-Tauber-Kreis)im Mai 2003 ein neuer Altar eingeweiht wurde - obwohl ein barocker Hochaltar bereits vorhanden war - hieß es in der Pressemitteilung, der neue Zelebrationsaltar aus grünem Sandstein bilde "ein Gegengewicht zu dem prachtvoll gestalteten Barockaltar". Nur bleibt die bange Frage, was verstand der Verfasser der Mitteilung unter "Gegengewicht"? Wohl in erster Linie Kontrast zwischen Neu und Alt, mag er auch noch so schmerzhaft sein.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S13zuj0oVWI/AAAAAAAAACY/THA5YtKgkHc/s1600-h/AltarweiheBronnbach.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 240px; height: 320px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S13zuj0oVWI/AAAAAAAAACY/THA5YtKgkHc/s320/AltarweiheBronnbach.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5430764706894206306" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ähnliches denkt man sich, wenn man den Bericht über die Altarweihe in St. Michael in Unterdrackenstein, Region Stuttgart, liest. Dort heißt es, die begeisterten Besucher wären sich darin einig gewesen, daß die St.-Michael-Kirche "nicht schöner hätte werden können". Der Gegensatz zwischen dem neugotischen Hochaltar im Hintergrund und dem modernen neuen Altar könnte nicht schneidender sein. Von Harmonie keine Spur, die doch Leitidee sein sollte, wenn man eine Kirche, den Ort der Vorahnung der himmlischen Herrlichkeit, schon "neugestalten" muß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S13zbjjKxOI/AAAAAAAAACQ/5EV5Q4NMyGo/s1600-h/Altarweihe-StMichael-Drackenstein.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S13zbjjKxOI/AAAAAAAAACQ/5EV5Q4NMyGo/s320/Altarweihe-StMichael-Drackenstein.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5430764380403451106" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;Die Begeisterung und ungeteilte Freude, die eine Altarweihe bedeutet, scheint aus gutem Grunde nicht mehr so "ungeteilt" zu sein, sonst müßte man sie nicht derart betonen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-2662849476498364953?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/2662849476498364953/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/01/ein-neuer-altar-fur-rohrmoos.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/2662849476498364953'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/2662849476498364953'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/01/ein-neuer-altar-fur-rohrmoos.html' title='Ein neuer Altar für Röhrmoos'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S130C5rOIlI/AAAAAAAAACg/jOQwCAGnybA/s72-c/Altarweihe-StJohannes-R%C3%B6hrmoos4.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-5797959168233209591</id><published>2010-01-18T01:22:00.001-08:00</published><updated>2010-01-18T03:20:12.473-08:00</updated><title type='text'>Papst Benedikt XVI. wird Ehrenbürger Freisings</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S1RAZ74vSRI/AAAAAAAAABw/A9GvfMC7rFU/s1600-h/Ratzinger1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 246px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S1RAZ74vSRI/AAAAAAAAABw/A9GvfMC7rFU/s320/Ratzinger1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5428034265204869394" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Es ist eine Freude und eine Ehre, wie sie einer Stadt nicht oft zuteil wird. Seine Heiligkeit, Papst Benedikt XVI., nahm am vergangenen Samstag offiziell die Ehrenbürgerwürde der Stadt Freising an. Dazu hatte er Vertreter der Stadt in einer gut einstündigen Privataudienz empfangen, während derer ihm Oberbürgermeister Thalhammer die Insignien der Ehrenbürgerwürde überreichte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Freising ist für den Heiligen Vater keine Stadt wie jede andere. Im Freisinger Mariendom empfing der junge Joseph Ratzinger 1951 die Priesterweihe, und wirkte danach an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Freising als Dozent. In den späten 1970er Jahren kehrte er als Oberhirte des Erzbistums München und Freising an die Wirkungsstätte seiner frühen Jahre zurück, der er innerlich stets verbunden blieb.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Darauf nahm Benedikt XVI. während der Audienz Bezug: "Ein wenig scherzhaft" könne er sagen, er selbst habe seit langem seine Sympathie und Verbundenheit mit Freising unter Beweis gestellt, da er den Freisinger Mohren schon seit 1977 in seinem Bischofswappen führe und auch in das Papstwappen übernommen habe. Er freue sich, daß "hier und heute die aufrichtige Freundschaft und Anhänglichkeit" der Freisinger Bürger "zu ihrem Landsmann, ihrem früheren Erzbischof und nunmehrigen Nachfolger Petri durch die Verleihung der Ehrenbürgerwürde" zum Ausdruck komme.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S1RDcbXPgWI/AAAAAAAAACA/GZoMkvHbaZg/s1600-h/Ratzinger2.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 256px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S1RDcbXPgWI/AAAAAAAAACA/GZoMkvHbaZg/s320/Ratzinger2.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5428037606548930914" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Heilige Vater meinte auch, jeder Priester entwickele zu dem Ort, an dem er die Priesterweihe empfangen hat, ein ganz besonderes persönliches Verhältnis. "Ich kann hier nur für mich sprechen, aber ich höre auch immer wieder von Mitbrüdern, wie tief sich jeder von ihnen mit dem Ausgangspunkt seines priesterlichen Lebensweges verbunden und verwurzelt fühlt. In meiner eigenen Erinnerung stehen mir ganz deutlich jene Augenblicke im altehrwürdigen Freisinger Dom vor Augen, als mir die Hände aufgelegt wurden und als Kardinal Faulhaber die Worte Jesu sprach: 'Ich nenne euch nicht mehr Knechte […]. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt.' (Joh 15,15)."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ad multos annos!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S1RDvDyBxqI/AAAAAAAAACI/DDuykCjw5Ow/s1600-h/Ratzinger3.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 228px; height: 300px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S1RDvDyBxqI/AAAAAAAAACI/DDuykCjw5Ow/s320/Ratzinger3.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5428037926636340898" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-5797959168233209591?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/5797959168233209591/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/01/papst-benedikt-xvi-wird-ehrenburger.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/5797959168233209591'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/5797959168233209591'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/01/papst-benedikt-xvi-wird-ehrenburger.html' title='Papst Benedikt XVI. wird Ehrenbürger Freisings'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S1RAZ74vSRI/AAAAAAAAABw/A9GvfMC7rFU/s72-c/Ratzinger1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-9201025847315083264</id><published>2010-01-15T02:31:00.000-08:00</published><updated>2010-01-15T03:19:16.738-08:00</updated><title type='text'>Freising 1803 und der (Un)Geist der Ökonomie</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S1BM9dH53jI/AAAAAAAAABo/uzQ4v95C-Uc/s1600-h/Freising8.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 211px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S1BM9dH53jI/AAAAAAAAABo/uzQ4v95C-Uc/s320/Freising8.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5426922169654959666" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;1803, das Jahr der Säkularisation, war für die fürstbischöfliche Residenzstadt ein Umbruchsjahr, für die Herrschaft der Fürstbischöfe das Ende. Joseph Konrad von Schroffenberg mußte als letzter Fürstbischof die Tür hinter einer glanzvollen Geschichte schließen und den Verwaltern der Aufklärung und Mediatisierung aus München Platz machen. In diesem Zusammenhang ist dann oft die Rede davon, die geistlichen Staaten des Heiligen Römischen Reiches wären nicht mehr zu retten gewesen, die Zeit wäre für sie abgelaufen gewesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das war sie aber nur, weil 1789 die Zeit der Nationalstaaten einläutete, die Zeit der Zentralisierung und nicht zuletzt der Ökonomisierung. Freising als rein geistliche Stadt, von der die Bürger nicht schlecht lebten, hatte in dieser neuen, effizienteren Welt keinen Platz mehr. In der Geisteswelt eines Staatskanzlers Montgelas, der "unproduktive", weil rein kontemplative Klöster schließen ließ, war eine geistliche Stadt ein leerer Posten ohne Gegenwert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch die Kirche würde heute die Säkularisation nicht mehr nur von ihrer kulturzerstörerischen Seite sehen, sondern auch als ein Ereignis, "das Ballastabwurf und Neubesinnung auf die ureigenen geistlichen Aufgaben ermöglichte", heißt es. Als die Benediktinerabtei Weihenstephan noch keine Land- und Fortwirtschaftsschule war, die sie 1803 wurde, war sie zwar im modernen Sinne ökonomisch nicht erfolgreich, aber geistlich ganz gewiß. Die bis 1803 bischöfliche Hochschule im Asamgebäude ist heute kultureller Mittelpunkt Freisings, vorher war das Gebäude der Mittelpunkt geistlicher Gelehrsamkeit, die weit über die Grenzen Freisings hinaus gerühmt wurde. In die Prämonstratenserabtei Neustift, eine nach Montgelas' Kriterien ebenfalls ökonomisch wertlose Einrichtung, quartierte man 1803 ein bayerisches Regiment ein. Daß Freising seine Bedeutung als geistliches Zentrum verlor, zeigte sich nicht zuletzt an der Shilouette der Stadt, die etliche Türme verlor, unter anderen den der Peterskapelle auf dem Domberg, die wie viele andere kirchliche Gebäude 1803 abgebrochen wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Freising war kein Berg Athos. Aber es war eine geistliche Stadt mit einer überreichen geistlichen Geschichte, die nicht mehr in die neue, modernere, effizientere Zeit passte. Das ist der eigentliche Grund, warum sie verschwinden mußte.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-9201025847315083264?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/9201025847315083264/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/01/freising-1803-und-der-ungeist-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/9201025847315083264'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/9201025847315083264'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/01/freising-1803-und-der-ungeist-der.html' title='Freising 1803 und der (Un)Geist der Ökonomie'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S1BM9dH53jI/AAAAAAAAABo/uzQ4v95C-Uc/s72-c/Freising8.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-8370425465573494982</id><published>2010-01-15T00:54:00.000-08:00</published><updated>2010-01-15T02:16:02.746-08:00</updated><title type='text'>Goethe in Italien und die Schönheit der Liturgie</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S1A9g2vRLxI/AAAAAAAAABg/0A7Sx5A1qII/s1600-h/Goethe1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 230px; height: 320px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S1A9g2vRLxI/AAAAAAAAABg/0A7Sx5A1qII/s320/Goethe1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5426905185640328978" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Man weiß, daß der Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) Zeit seines Lebens Deist, Pantheist, ja Polytheist war, antiklerikal und erklärtermaßen antikatholisch. Als er heimlich aus Weimar floh und sich auf seine lange, leidenschaftlich ersehnte Reise nach Italien machte (1786-88), zogen ihn vor allem die Monumente und Ruinen der griechisch-römischen Antike an, weniger das religiöse Leben des italienischen Volkes, das sich in den Renaissance- und Barockkirchen, in der Liturgie abspielte, die dort gefeiert wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dennoch rührte ihn die Schönheit der Riten der Settimana Santa an, die jene Rüstung aus Ironie und Indifferenz durchdrang, mit der er in der Peterskirche in Rom den Zeremonien beiwohnte, die damals Papst Pius VI. vollzog.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Goethe sich drei Jahrzehnte später, im Jahr 1829, entschloß, seine Briefe, Kommentare und Tagebuchaufzeichnungen unter dem Titel "Italienische Reise" zu veröffentlichen, hinterließ er eine charakteristische Bemerkung unter dem Datum des 22. März 1788. Nachdem er in Italien die katholische Liturgie zumindest miterlebt hatte, sollte sich seine Idee des "Schönen" - die bis dahin allein das Konzept Winkelmanns geprägt hatte - in eine unerwartete Richtung entfalten und bereichern:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Die Kapellmusik ist undenkbar schön. Besonders das »Miserere« von Allegri und die sogenannten »Improperien«, die Vorwürfe, welche der gekreuzigte Gott seinem Volke macht. Sie werden Karfreitags frühe gesungen. Der Augenblick, wenn der aller seiner Pracht entkleidete Papst vom Thron steigt, um das Kreuz anzubeten, und alles übrige an seiner Stelle bleibt, jedermann still ist, und das Chor anfängt: "Populus meus, quid feci tibi?", ist eine der schönsten unter allen merkwürdigen Funktionen.(...) Ich habe nach meinem Wunsch alles, was an den Funktionen genießbar war, genossen und über das übrige meine stillen Betrachtungen angestellt. Effekt, wie man zu sagen pflegt, hat nichts auf mich gemacht, nichts hat mir eigentlich imponiert, aber bewundert hab' ich alles, denn das muß man ihnen nachsagen, daß sie die christlichen Überlieferungen vollkommen durchgearbeitet haben. Bei den päpstlichen Funktionen, besonders in der Sixtinischen Kapelle, geschieht alles, was am katholischen Gottesdienste sonst unerfreulich erscheint, mit großem Geschmack und vollkommner Würde. Es kann aber nur da geschehen, wo seit Jahrhunderten alle Künste zu Gebote standen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bemerkenswerterweise hatte sich zwölf Jahre vor Goethes Rom-Aufenthalt, im Jahr 1770, der vierzähnjährige Wolfgang Amadeus Mozart vollkommen in das selbe Miserere von Allegri verliebt. Da man im Vatikan fürchtete, das wunderbare Werk könne in falsche Hände geraten, hütete man es lange in den Archiven der Sixtina. Das Wunderkind Mozart soll jedoch das Werk Allegris - das immerhin für neun Stimmen gesetzt war - nach nur zweimaligem Hören vollständig rekonstruiert haben!  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Miserere von Gregorio Allegri und die Improperien, die Goethe erwähnt, findet man z.B. unter:&lt;br /&gt;http://www.youtube.com/watch?v=x71jgMx0Mxc&lt;br /&gt;http://www.youtube.com/watch?v=NMawifNdBN0&amp;feature=related&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-8370425465573494982?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/8370425465573494982/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/01/goethe-in-italien-und-die-schonheit-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/8370425465573494982'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/8370425465573494982'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/01/goethe-in-italien-und-die-schonheit-der.html' title='Goethe in Italien und die Schönheit der Liturgie'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S1A9g2vRLxI/AAAAAAAAABg/0A7Sx5A1qII/s72-c/Goethe1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-3944831044246086667</id><published>2010-01-12T07:15:00.000-08:00</published><updated>2010-01-12T11:39:18.486-08:00</updated><title type='text'>Zeremoniar betont liturgische Anliegen des Papstes</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S0zP31xFv9I/AAAAAAAAABY/0pdYDLFE9Cc/s1600-h/BenediktXVI.3.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 226px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S0zP31xFv9I/AAAAAAAAABY/0pdYDLFE9Cc/s320/BenediktXVI.3.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5425940209307336658" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Monsignore Guido Marini, Zeremoniar Papst Benedikts XVI., hat vergangene Woche eine Empfehlung des Papstes besonders hervorgehoben: wenn die Messe in West-Richtung zelebriert wird, also nicht zum geosteten Hochaltar, sollte der Priester ein Kruzifix in die Mitte des Altars stellen, um damit klar zum Ausdruck zu bringen, daß der Zelebrant während der Messe nicht das Volk, sondern Christus anblicke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Msgr. Marini sagte auf einem Priestertreffen in Australien, daß das Gebet in Ost-Richtung, genauer gesagt, mit Blick auf den Herrn, "charakteristischer Ausdruck des authentischen Geistes der Liturgie" sei. "In diesem Sinne sind wir eingeladen, unsere Herzen während der Feier der Eucharistie dem Herrn zuzuwenden, woran uns der Einleitungsdialog zur Präfation erinnert. Sursum corda - "Erhebet eure Herzen", fordert uns der Priester auf, und alle antworten: Habemus ad Dominum - "Wir haben sie beim Herrn".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch der Theologe Joseph Ratzinger äußert sich im ersten Band seiner gesammelten Werke, der der Liturgie gewidmet ist, in diesem Sinne. Der Gedanke, daß Priester und Volk einander während des Gebets ansehen sollten, entwickelte sich erst in der modernen Christenheit, und ist der alten Kirche vollkommen fremd. Der Priester und das Volk beten einander selbstverständlich nicht an, sondern zum Herrn. Daher blicken sie während des Gebets in die selbe Richtung: entweder ostwärts als kosmisches Symbol des Herrn, der kommt, oder, wo das nicht möglich ist, auf das Bild Christi in der Apsis, auf ein Kruzifix, oder einfach zum Himmel, wie es unser Herr selbst tat im priesterlichen Gebet in der Nacht vor Seiner Passion (Joh 17,1). &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Kruzifix könne, so der Papst, unseren Blick auf den Priester nicht verstellen, vielmehr erweitere es unseren Horizont, um die Welt Gottes zu sehen, um über das Mysterium zu meditieren, es leite unseren Blick in den Himmel, woher allein das Licht kommt, das unserem Leben auf Erden Sinn verleiht: "Unser Blick wäre in Wahrheit blind und eingeschränkt, wenn er auf die Dinge fixiert wäre, die nur den Menschen und seine Werke verkörpern."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Worte des Papstes verdeutlichen, daß die heute gebräuchliche Redeweise vom Priester, der "mit dem Gesicht zum Volk" zelebriert, theologisch nicht akzeptabel sein kann. Die Messe kann sich nur an Gott durch Christus wenden, und es wäre ein Irrtum zu meinen, die Opferhandlung wäre prinzipiell auf die Gemeinde hin orientiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Messe ist ein Gesamtkunstwerk, in der alles dem einen Antrieb folgt, das Geheimnis der göttlichen Gegenwart würdig zu begehen. Dem folgen die Musik, der Gesang, das Schweigen, die Gesten und die liturgischen Gewänder. In diesem Zusammenhang ist auch die Entscheidung Papst Benedikts XVI. zu sehen, der an Fronleichnam 2009 begonnen hat, die Heilige Kommunion den knieenden Gläubigen direkt in den Mund zu spenden. Msgr. Marini hat das so kommentiert: "Durch dieses Beispiel lädt uns der Heilige Vater ein, eine angemessene Haltung vor der Größe des Geheimnisses der Eucharistischen Präsenz des Herrn sichtbar zu machen."&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-3944831044246086667?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/3944831044246086667/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/01/zeremoniar-betont-liturgische-anliegen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/3944831044246086667'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/3944831044246086667'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/01/zeremoniar-betont-liturgische-anliegen.html' title='Zeremoniar betont liturgische Anliegen des Papstes'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S0zP31xFv9I/AAAAAAAAABY/0pdYDLFE9Cc/s72-c/BenediktXVI.3.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-2546173067090780841</id><published>2010-01-12T06:04:00.000-08:00</published><updated>2010-01-12T06:34:01.115-08:00</updated><title type='text'>Der selige Johannes XXIII. und das Tagebuch</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S0yHrY1aLjI/AAAAAAAAABI/a10i5vBp-gE/s1600-h/JohannesXXIII-Herriot-Schuman.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 320px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S0yHrY1aLjI/AAAAAAAAABI/a10i5vBp-gE/s320/JohannesXXIII-Herriot-Schuman.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5425860830545194546" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der selige Johannes XXIII. führte bereits als Seminarist mit Namen Angelo Roncalli im Priesterseminar von Bergamo Tagebuch. Dieser Übung blieb er bis in seine letzten Tage treu: als Bischofssekretär, als Professor, als Militärkaplan und schließlich auch als Papst in den Jahren 1958 bis 1963. So hinterließ er Berge von Tagebüchern, Briefen und Notizen, und überließ es seinem Sekretär Loris Capovilla über eine eventuelle Veröffentlichung zu entscheiden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit vergangenem Jahr liegen zehn gewichtige Bände mit den Tagebüchern des Papstes vor, der im Oktober 1962 das Zweite Vatikanische Konzil eröffnete. Da Roncalli unter anderem auch in Südosteuropa unterwegs war, als Nuntius in Paris wirkte, wimmeln seine Tagebücher von einer Unzahl von Personennamen, die es bis nach Bulgarien und in die Türkei zu identifizieren galt.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;Für Roncalli war die Kirche kein Instrument zur Selbstinszenierung, sondern eine objektive Grösse, nach deren Vorgaben er den Fortschritt im geistlichen Leben erstrebte. Theologische Spekulation und das Bedürfnis, über den letzten Stand der exegetischen Forschung auf dem Laufenden zu sein, waren ihm fremd. Dagegen eignete ihm ein kompaktes Kirchenbild, verwurzelt in den zwei Testamenten, den Psalmen des Breviers, den Kirchenvätern und den Biographien der Heiligen. Roncalli lebte mit dem unreformierten Heiligen-Kalender, der eine unerschöpfliche Quelle für die unzähligen improvisierten Ansprachen war, die von ihm erwartet wurden. Dabei war er sich durchaus bewußt, zu welchen Ab- und Ausschweifungen die Gottesgabe der freien Rede führen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So unakademisch katholisch er war, so klar bekannte er seinen Glauben in der Welt. Er war ausreichend geerdet, um in den Umbrüchen seiner Zeit standfest und zugleich lernfähig zu bleiben. So verweigerte er eine kleine Auszeichnung, welche die italienische Regierung ihm 1917 als Sanitätssoldaten zugedacht hatte. Vom liberalen und kirchenfeindlichen italienischen Staat nehme er keine Medaille entgegen, auch wenn er für den Sieg Italiens bete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In seinen Urteilen über Menschen war Roncalli zurückhaltend. Auch im Blick auf den Vorwurf des theologischen Modernismus, dem er in seinen jungen Jahren während seiner Lehrtätigkeit ausgesetzt war, blieb ihm die Märtyrerpose fremd.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gültig bleibt jedoch, was der reformierte Berner Kirchenhistoriker Andreas Lindt über ihn schrieb: "Faszination und Geschichtsmäßigkeit beruhen in der eigenartigen Verbindung tief empfundener und streng gelebter kirchlicher Tradition mit dem Gespür für die Herausforderungen einer neuen Zeit und der kühnen Bereitschaft, Neues zu wagen und in Angriff zu nehmen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuletzt erschienene Bände der Edizione Nazionale dei Diari di Angelo Giuseppe Roncalli / Giovanni XXIII.: Vol. 2: La mia vita in Oriente. Ist. Scienze Religiose, Bologna 2008. € 50.–. Vol. 5/2: Anni di Francia. Agende del Nunzio. 1949–1953. Ebd. 2007. 750 S., € 50.–. Vol. 6/2: Pace e vangelo. Agende del patriarca. 1953–1955 und 1956–1958. Ebd. 2008. 800 S. und 750 S., je € 50.–.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-2546173067090780841?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/2546173067090780841/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/01/der-selige-johannes-xxiii-und-das.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/2546173067090780841'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/2546173067090780841'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/01/der-selige-johannes-xxiii-und-das.html' title='Der selige Johannes XXIII. und das Tagebuch'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S0yHrY1aLjI/AAAAAAAAABI/a10i5vBp-gE/s72-c/JohannesXXIII-Herriot-Schuman.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-2526832671409754755</id><published>2010-01-12T01:33:00.000-08:00</published><updated>2010-01-12T03:22:13.436-08:00</updated><title type='text'>Der richtige Umgang mit Vatikanum II</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S0xLqV1oabI/AAAAAAAAABA/xI3LzJ0bDOg/s1600-h/JohannesXXIII-1.jpg"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 224px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S0xLqV1oabI/AAAAAAAAABA/xI3LzJ0bDOg/s320/JohannesXXIII-1.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5425794841863285170" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Im Vorfeld der Gespräche Roms mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. forderte ein Kreis Freiburger Theologen die Bruderschaft ultimativ auf, die Beschlüsse des zweiten vatikanischen Konzils "vollumfänglich" anzuerkennen. Abgesehen von der Frage, ob diese Theologen heute noch jeden Passus der Konzilsbeschlüsse kennen und unterschreiben würden - man denke nur an die priesterliche Ehelosigkeit - wird durch die Vokabeln "ultimativ" und "vollumfänglich" eines klar: die Konzilstexte selbst sind nicht mehr Gegenstand einer sachlichen, eingehenden Diskussion. Das Konzil ist zu einer Art "Superdogma" geworden, an dem maßgebliche Kreise die Kirchlichkeit einer Gruppierung messen wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Papst bemüht sich dagegen, das Konzil an der Tradition zu messen, es nicht als "unhintergehbar" zu hypostasieren. In der Diskussion um alte Messe und Pius-Bruderschaft hört man ja nur allzuoft die These, man dürfe auf keinen Fall "hinter das Konzil zurück". Alle Konzile und deren Beschlüsse sind Teil der Lehrentfaltung der Kirche, die man unter dem Begriff der Tradition zusammenfasst. Es gab, so die feste Überzeugung des Heiligen Vaters, keinen Bruch der Tradition durch das Zweite Vatikanum, sondern eine Fortsetzung der Lehrentfaltung. Das meint der Papst mit seiner These von der Kontinuität.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit wendet er sich gleichermaßen gegen absolute Traditionalisten wie gegen fortschrittlich gesonnene Theologen und Kirchenleute. Das letzte Konzil war weder der Bruch mit allem bisher Dagewesenen, der Scheidebrief an die Lehrtradition der Kirche, noch war es der unvergleichliche Aufbruch zu ganz neuen Ufern, das neue "Pfingsten der Kirche". Man solle die Texte des Konzils im Geiste der Kirche lesen, vor dem Hintergrund aller Lehraussagen der Vergangenheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nur dann werde man die unselige Kategorisierung in vorkonziliar und nachkonziliar und die daraus folgende Politisierung überwinden. Konservativ und progressiv sind politische Kategorien, in denen ein Katholik nicht denken sollte. Vielmehr kann die Kirche nur bewahrend sein, denn gemäß dem Paulus-Wort gibt sie weiter was sie empfangen hat. "Progressiv" ist sie nur dann, wenn sie das Emfangene fruchtbar macht, nicht wenn sie es verändert gemäß dem stets wandelbaren Zeitgeist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-2526832671409754755?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/2526832671409754755/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/01/der-richtige-umgang-mit-vatikanum-ii.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/2526832671409754755'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/2526832671409754755'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/01/der-richtige-umgang-mit-vatikanum-ii.html' title='Der richtige Umgang mit Vatikanum II'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S0xLqV1oabI/AAAAAAAAABA/xI3LzJ0bDOg/s72-c/JohannesXXIII-1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4229132608980321989.post-1190794543863139710</id><published>2010-01-11T01:15:00.000-08:00</published><updated>2010-01-11T10:45:11.042-08:00</updated><title type='text'>Die alte Messe und die Zukunft der Kirche</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S0sJW4gT3kI/AAAAAAAAAA4/a5mzTYPmMXY/s1600-h/DSC03015.JPG"&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 240px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S0sJW4gT3kI/AAAAAAAAAA4/a5mzTYPmMXY/s320/DSC03015.JPG" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5425440464827571778" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Am 12. November 2009 hielt Professor Dr. Wollbold vom Lehrstuhl für Pastoraltheologie an der LMU München auf dem Haus der katholischen Studentenverbindung "Agilolfia" auf dem Freisinger Domberg einen hochinteressanten Vortrag zum Thema "Die alte Messe und die Zukunft der Kirche". Mit der "alten Messe" ist die Messe in der sogenannten außerordentlichen Form des römischen Ritus gemeint, die Papst Benedikt XVI. im Juli 2007 wieder zugelassen hatte, obwohl sie offiziell nie verboten war. Aber der Umgang mit dieser Messform, die bis 1962 galt, lief so wie er in den Jahren nach der Liturgiereform von 1969 aussah, auf eine stillschweigende Abschaffung hinaus. Umso heftiger fielen die Reaktionen auf die Wiederzulassung durch das päpstliche Motu proprio "Summorum Pontificum" aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Verfasser dieses Blogs überraschte selbst die Emotionalität der Diskussion. Das sei ein gewaltiger Rückschritt, meinten manche. Die Liturgiereform hätte "alte Zöpfe" wie das Latein abgeschnitten, der Gottesdienst sei lebendiger, "volksnäher" geworden, zumal da sich der Geistliche nun dem Volk zuwende. Das mache etwas stutzig, so Wollbold, denn die Zelebration versus Deum war für die Liturgiekonstitution des Zweiten Vatikanums, ebenso wie für das Messbuch Papst Pauls VI. keineswegs ausgeschlossen. Es hat sich also innerhalb der neuen Messordnung etwas ausgebildet, was entgegen der ursprünglichen Intention der Reform faktisch als Normalform, für viele als die einzig mögliche Form erscheint.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Grundfrage, an der sich die Reform der Liturgie messen muß, lautet schlicht: Hat die Reform das erreicht, was sie zu erreichen versprach? Nehmen die Gläubigen heute bewußter, aktiver, wissender an der heiligen Handlung teil? Die alte Messe verlangt vom Gläubigen die innerliche, betende Teilnahme. Er soll sich gleich dem Priester uneingeschränkt auf die heilige Handlung konzentrieren, und wird nicht durch Interaktion abgelenkt, zumal da die Gläubigen mit dem Priester dem Hochaltar, dem Ort des Allerheiligsten zugewendet sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hauptärgernis an der alten Messe scheint für viele jedoch das Latein zu sein, obwohl in unserer globalisierten Welt niemanden stört, daß Englisch zur Welteinheitssprache geworden ist, so wie Latein eine die Weltkirche verbindende "Einheitssprache" sein könnte. Die Sakralsprache Latein schafft auch jene Distanz zum Alltag, die viele zum Beispiel an der Liturgie der Ostkirche schätzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Zentrum der Liturgie steht ein Geheimnis, das alles Verstehen übersteigt - die Gegenwart des Herrn unter den Gestalten von Brot und Wein. Die alte Messe näherte sich vom Stufengebet bis zum Kanon und den Einsetzungsworten in Worten, Gesten (Knien, Fingerhaltung) und stiller Andacht, die nur noch das Läuten der Glöckchen unterbrach, dem zentralen Geheimnis. Die Kommunion wurde auf den Knien und in den Mund empfangen, aus Verehrung und Dankbarkeit für Christus, der sich uns im Sakrament so wie auf Golgotha hingibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Absicht des Papstes mit der Freigabe der alten Messe war es nicht, die Reform zu beseitigen, wie manche unterstellen, die die Freigabe allein als Zugeständnis an die Priesterbruderschaft St. Pius X. darstellen. Es geht dem Papst darum, daß die Messformen einander bereichern, voneinander "lernen", und nicht zuletzt darum, daß die "alte" Messe von dem Ruch des Ungehörigen befreit wird, zumal da sie über Jahrhunderte das Bild der Kirche geprägt und zahllose Heilige und fromme Katholiken hervorgebracht hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.: Prof. Wollbold hält regelmäßig im Landkreis Freising die Messe in der außerordentlichen Form des römischen Ritus. Nähere Informationen unter: www.pro-missa-tridentina.org/heilige-messen/regelmaessige-gottesdienste.htm&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4229132608980321989-1190794543863139710?l=freysing.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://freysing.blogspot.com/feeds/1190794543863139710/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/01/die-alte-messe-und-die-zukunft-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/1190794543863139710'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4229132608980321989/posts/default/1190794543863139710'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://freysing.blogspot.com/2010/01/die-alte-messe-und-die-zukunft-der.html' title='Die alte Messe und die Zukunft der Kirche'/><author><name>Garrigou</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='27' height='32' src='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S_0gy6m9b9I/AAAAAAAAAHU/PJ5a18z7uz0/S220/Z-VukKaradzic1.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_B6n50hnN8M4/S0sJW4gT3kI/AAAAAAAAAA4/a5mzTYPmMXY/s72-c/DSC03015.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
